Mittwoch, 25. November 2015

Noche de los Muertos Rock in Winterfest

Shirt und Rock sind MeMade
Bähhh, inzwischen ist es hier richtig kalt, da müssen die warmen Baumwollstrumpfhosen wieder raus. 
Heute trage ich einen meiner geliebten Bleistiftröcke. Vor kurzem hatte ich die Vögelchen-Variante (siehe unten) an, heute die "Noche de los Muertos" Variante. Der Patchworkstoff ist von Alexander Henry, da dieser (also der Stoff nicht der Alexander) sehr dünn war, habe ich den Stoff komplett mit G785 bebügelt. Dadurch hat der Stoff nun den benötigten Stand für den Schnitt.

Von dem McCalls Shirt Schnitt war ich letztes Jahr total begeistert und hatte gleich vier Varianten genäht. Inzwischen gefällt mir der Schnitt wegen dem lockeren Sitz und dem nur sehr knapp gedoppeltem Wasserfallaussschnit nicht mehr so gut und werde den Schnitt vorerst nicht mehr nähen.Wasserfall finde ich prinzipiell immer noch sehr gut an mir aber bis jetzt ist mir noch kein Alternativschnitt begegnet.

Oberteil:
Schnitt: M6612 von McCalls -  Hier seht ihr die Himbeervariante , die grüne Version und die Strickstoffvariante.
Änderungen: untere Raffung weggelassen und so das Shirt unten um etliche cm gekürzt. Taille um ein paar cm nach oben verschoben. Seiten enger gemacht.
Fazit: Das war nun schon mein vierte Version des Schnitts. Nun steht mir der Sinn nach einem neuen Jerseyshirtschnitt.

Rock- Schnitt: den bereits mehrfach erprobten Burda-Schnitt Burda 133 06/2010 (Roller-Rock, Vasen-Rock, Weihnachtskleid-Rockteil und der Karo-Rock)
Material: Baumwollstoff "Noche de los Muertos", Stoffrest für Bund, Reißverschluss, Futter, G785
Änderungen: Reißverschluss in der Seite, nur eine Hüftpassentasche.

Auf dem MeMadeMittwoch Blog treffen sich heute die anderen Teilnehmer. Mal gespannt was man anders wo bei dem winterlichen Wetter trägt. Monika vom Wollixunstoffix zeigt uns heute, dass sich auch Viskosejersey für die kalte Jahreszeit eignet. Man muss nur wissen, wie man es kombiniert.

Muriel


Abspann: die anderen Versionen des Rocks sehen so aus: 
Roller-Rock
Mainboard-Rock
Proberock vom Weihnachtskleid 2013
schicke Damen-Rock
UFO-Rock
Weihnachtskleid 2013
Vasen an die Frau

Montag, 23. November 2015

Weihnachtskleid-Sew-Along 2: Oma-Gedenk-Kleid aktueller Stand


Puhh, schon wieder Weihnachtskleid-Sew-Along-Treffen. Irgendwie vergeht die Zeit momentan wie im Flug. Letzte Woche kam ich zu gar nichts, aber da ich mein Weihnachtskleid schon vor Monaten angefangen habe, kann ich heute trotzdem was zeigen.
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Der Weihnachtskleid-Sew-Along ist eine tolle jährliche Aktion der MeMadeMittwoch-Crew. Jeder darf mitmachen und sich sein Weihnachtsoutfit (muss kein Kleid sein) in netter Gesellschaft nähen.
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Variante A aus dem dunkelroten Stoff im Hintergrund
mit evtl. anderem Ausschnitt, anderen Ärmeln und die Taschen stehen auch zur Diskussion. Evtl. die von Ver. B
 
Mein Plan ist ein Oma-Gedenk-Kleid nach einem von ihr geerbten Schnitt und genäht auf ihrer Dürrkopp-Nähmaschine von 1960. Wie letzte Woche geschrieben, ist meine Oma leider vor ein paar Monaten gestorben. Sie hatte meine "Nähkarriere" immer mit sehr viel Begeisterung verfolgt. Bei der Wohnungsauflösung kamen auch ein paar Schnitte zu Tage, ich hatte das Glück, dass ich davon einige bekommen habe.

Der Schnitt ist Größe 44 - allerdings 44 von 1960/70, da war die Größentabelle eine andere. Bei neuen Webstoffschnitten mache ich immer ein Probeteil. Deswegen habe ich einfach mal versucht was dabei herauskommt wenn ich Gr. 44 einfach ohne Nahtzugabe nähe. Ja, ich weiß, soll man auf keinen Fall machen ... habs trotzdem ausprobiert. :-)
Zu meiner eigenen Überraschung saß das Kleid auf Anhieb gar nicht so schlecht. Ich werde noch ein bisschen Nahtzugabe im Bereich der Brust rauslassen und im oberen Rücken fehlt an der Mittelnaht auch noch ein bisschen Stoff.
Die langen Ärmel mit Ellenbogenabnäher behindern meine Bewegungsmöglichkeit leider soweit, dass ich die gegen einen bei mir sitzenden "modernen" Burdaärmel austausche. Finde das eigentlich schade, hätte gerne mal einen Ärmel mit Ellenbogenabnäher gehabt. In einem Threads Magazin von diesem Jahr wird beschrieben wie man ein Armloch und Ärmel von einem Schnitt in einen anderen einbaut. Bin gespannt, ob das so einfach klappt wie es aussieht.

Vergleich: Burda Ärmel (60/70er) und neuer Burdaärmel (aus Folie)
Beim Ausschnitt bin ich mir noch nicht sicher. Den Bubikragen fände ich süß, aber ob der Kragen was für mich ist, weiß ich noch nicht. Die Taschen sitzen an einer für mich ungünstigen Stelle am Bauch und neigen zum aufklaffen, da muss ich mir noch was überlegen. Im Notfall verwende ich die aufgesetzten Taschen von Ver. B.

In der vor Monaten gepackten Projekttasche habe ich noch einen zweiten Stoff gefunden. Vermute mal, dass ich mir damit sagen wollte, dass ich den Schnitt aus zwei Stoffen nähen wollte. Da wird mir die Zeit wohl eher nicht reichen, aber das ist ja das schöne an Stoffen, sie können alles werden. Der Stoff wandert wieder zurück in meine Stoffsammlung.

Die anderen fleissigen Weihnachtskleidnäherinnen findet ihr auf dem MeMadeMittwochBlog, dort zeigt Wiebke (Kreuzberger Nähte) ihr wieder ausgegrabenes UFO. Ist es nicht toll, wie der Sew-Along auch zur Belebung von UFOs beiträgt?

Muriel

Freitag, 20. November 2015

Podcast Nr. 13 mit Sinje von Strich und Faden

Sinje von Strich & Faden

In dieser Episode habe ich die wunderbare Sinje vom Blog Strich & Faden zu Gast. Inzwischen bloggt sie schon seit 7 Jahren. Früher noch unter einem anderen Blognamen. Mit der Zeit hat sich ihre Sicht auf das Bloggen geändert. Es war interessant zu erfahren, wie sich das entwickelt hat.

Mit dem Nähen hat sie im Alter von 14/15 Jahren angefangen, als sie einen Patchworkkurs in der Schule besucht hat. Als eines der ersten Kleidungsprojekte hat Sinje sich an einer Bluse versucht. Ob das was geworden ist, hört ihr in dieser Folge.

Eine ihrer Devisen am Anfang war "wenn ich nicht wusste, wie schwer etwas ist, hat es immer geklappt" und so mutierte sie mit der Zeit zu einem Nähnerd.

Man munkelt, dass der Begriff "Nähnerd", welcher besonders bei Twitter rege Verwendung findet, von ihr "erfunden" wurde. Ob ihr auch ein Nähnerd seit, könnt ihr bei dem Nähnerd-Test bei Frau Nahtzugabe herausfinden.

Jetzt aber wieder zurück zum Thema. Das Gespräch mit Sinje hat mir viel Spaß gemacht, sie erzählt mit einer solchen Begeisterung vom Nähen, dass ich mich am liebsten sofort an die Nähmaschine gesetzt hätte.

Wollt ihr erfahren, warum sie sich als One-Trick-Pony bezeichnet, oder was das ideale Outfit auf Reisen ist, oder warum Bekleidungsregeln "trag dies nicht, trag das nicht" vernachlässigbar sind?

Viel Spaß bei der Folge:

[Anmerkung Juni 2017: leider hat Sinje ihren Blog offline genommen, die Links funktionieren deswegen nicht mehr]
So, jetzt gehts aber endlich los mit der Podcastfolge:


oder Download (rechts Klick)
Hier sollte ein Player angezeigt werden, 
falls nicht, bitte den Post über meinen Blog direkt aufrufen, dem Downloadlink,
via iTunes  oder einer Podcatcher App für Android / Windows Phone  (hier der RSS-Link für eure mobilen Geräte) 

 
Music "Goodwill Cowboys Ride Again" by Michael Chapman & The Woodpiles (modified by Muriel)
Available on the Free Music Archive under CC BY-NC 3.0 license


Weitere Infos rund um den Nahtzugabe5cm-Podcast findet ihr auf meiner Podcast-Seite.
So, und jetzt bin ich gespannt, wie Euch diese Folge gefallen hat.

Wenn Euch mein Podcast gefällt würde ich mich freuen,
wenn ihr mein Podcastlogo mit Verlinkung mit auf Euren Blog nehmt.
Vielen Dank.
"Ich höre den Podcast von Nahtzugabe5cm.de"

Muriel

Mittwoch, 18. November 2015

MeMadeMittwoch im Vögelchenrock


Bisher habe ich diesen Rock nur selten getragen, da ich dachte, dass ich dazu nur helles Türkis oder Rosa kombinieren könnte. Hier sieht man meine bisherige Kombination mit dem Rock. Ich glaube mein Problem war eher, dass ich das Outfit immer vom Rock ausgehend aufgebaut habe und dann fest nur diese eine Kombinationsmöglichkeit im Kopf hatte. Heute lief es anders aber dazu muss ich ein bisschen ausholen:
Bei dem fantastischen Nähbloggertreffen in Köln (Karin von Dreikah sammelt die Links) hatte ich Gelegenheit mich mit Drehumdenbolzeningeneur und Siebenhundertsachen (für Euch beide extra ohne "Frau" davor) zu unterhalten. Beide hatten an dem Tag sehr schöne dunkle Fingernägel. So ein schöne Farbe hatte ich schon länger nicht mehr und deswegen trage ich diese Woche dunkles Rot auf den Nägeln. Deswegen werden meine Outfits diese Woche um die Nagelfarbe herum gebaut, so kam ich auf das gekaufte dunkelrote Wasserfallshirt und dann fiel mir auf, dass das auch gut zu dem bisher nur wenig getragen Bleistiftrock passen würden. Tata, eine neue Kombinationsmöglichkeit und das nur weil ich mir die Fingernagelfarbe bei anderen abgeschaut habe.


Schnitt: Burda 133 06/2010 (bereits mehrfach genäht: Roller-Rock, Vasen-Rock, Weihnachtskleid-Rockteil, Noche de Los Muertos, Karo-Rock und Motherboard-Rock)
Stoff: Kokka/Echinio Baumwolle, Fahnentuch für Bund, Futter, Reißverschluss, Vlieseline.
Änderungen: Abnäher verlängert, Rock gekürzt und gefüttert,  Eingriffstaschen verkleinert.
Fazit: schneller Basisrock gut geeignet für gemusterte Stoffe.

Ob noch andere Nähbloggerinnen ihre Nagelfarbe als Ausgangspunkt nehmen könnt ihr beim MeMadeMittwoch nachschauen. Dort zeigt Nina von "Kleidermanie" ihr schönes neues gefüttertes "Vintage Shirt Dress" von Sew Over It.

Muriel

Montag, 16. November 2015

Weihnachtskleid Sew Alongs 2015 Teil1: Rückblick auf meine bisherigen Weihnachtsoutfits


Endlich ist wieder Weihnachtskleid-Sew-Along-Zeit, da freue ich mich ja jedes Jahr drauf. Schon Monate vorher halte ich Ausschau nach möglichen Stoffen und Schnitten. Diesen tollen Sew-Along gibt es seit 2011 und seitdem freue ich mich jedes Jahr zusammen mit anderen Näherinnen, ein ganz besonders Outfit zu schneidern. Inzwischen wird dieser Sew-Along von der weltbesten MeMadeMittwoch-Crew organisiert.

Für dieses Jahr habe ich gleich zwei Ideen, die ich am liebsten beide umsetzen würde.
Zum einen ein Burda-Schnitt (vermutlich aus den60er/70ern). Der Schnitt gehörte ursprünglich meiner Oma, welche dieses Jahr verstorben ist. Bis auf ein Weihnachten in meinem Leben war sie bisher jedes mit dabei und seitdem es diesen Sew-Along gibt, war sie immer besonders gespannt, welches Kleid ich mir wohl fürs Familien-Weihnachtsfest genäht habe. Dieses Jahr wird es also das erste Weihnachten ohne sie. :-( Was liegt also näher als ein Oma-Gedenk-Kleid.

Links geerbter Burdaschnitt,
Rechts noch ein schöner Schnitt von Vogue für dehnbare Stoffe

Das Probeteil habe ich vor Monaten, kurz nach ihrem Tod, angefangen und ich hänge gerade an den Ärmeln, mit den im Schnitt angedachten Ärmeln kann ich meine Arme nicht wirklich bewegen. Vom Schnittteil unterscheiden sich die Ärmel von den heutigen Burda-Ärmeln.
Ich würde gerne die Variante A - aber mit einem anderen Ausschnitt - nähen.

Schon vor Jahren habe ich von meiner Oma ihre Dürrkopp-Nähmaschine bekommen. Das Schätzchen aus den 60ern verwende ich eher selten, hauptsächlich für dicke Stoffe oder wenn Näh-Gäste ohne Nähmaschine da sind. Das Oma-Gedenk-Kleid würde ich gerne an der Maschine nähen. Mal sehen, ob das klappt. Bin doch ein bisschen verwöhnt durch meine vielen Paff-Füßchen an meiner normalen Nähmaschine, aber die Oma hat das früher auch geschafft, warum dann also nicht auch ich.

Links der dunkelrote Stoff fürs Oma-Gedenk-Kleid,
rechts der Tula Pink Stoff (man beachte die Segelschiffe) fürs Burda-Butterrick-Kleid
Meine Mutter und ich haben gerätselt, warum meine Oma einen solchen jugendlichen Schnitt hatte. Verwendet wurde er auf jeden Fall schon mind. 1x. Sie selbst wird so ein Kleid nie getragen haben. Vielleicht war es für meine Mutter, bisher haben wir kein Foto mit dem Kleid gefunden, aber früher machte man ja nicht von allem Fotos.

Obwohl es eigentlich keinen Grund für zwei Kleider gibt, würde ich mir noch gerne ein neues Tula-Pink-Kleid nähen. Tula Pink ist einer meiner Lieblingsstoffdesignerinnen und nachdem mein Tula-Pink-Weihnachtskleid (siehe unten) vom letzten Jahr wegen meiner falschen Schnittauswahl leider kein Lieblingsstück geworden ist, würde ich da gerne nachlegen.

Bei meinem momentan vollgestopften Terminplan und dem noch nicht fertigen Mantel vom Winterjacken-Sew-Along ist zwar fraglich, wie ich gleich zwei Kleider schaffen soll, aber probieren kann man es mal.
Bei dem Tula-Kleid würde ich auf den Schnitt vom Octupus-Kleid zurückgreifen, das habe ich schon ein paar Mal genäht und sollte keine große Schwierigkeit darstellen.


So und jetzt der Rückblick auf die letzten Jahre vom Weihnachtskleid-Sew-Along:

2011: Korsagenoberteil und Rock
Dank des Sew-Alongs habe ich mit dem Nähen von Korsetts und Korsagen angefangen. Das Oberteil selbst habe ich dieses Jahr noch gar nicht getragen. Inzwischen glänzt mir der Stoff zu stark. Den Schnitt selber habe ich fürs Fantasy-Mittelalter nochmal in dunkeltürkis und ohne Stäbchen (damit es waschbarer ist) genäht. Den Rock habe ich wegen dem für mich untypischen Grauton auch dieses Jahr noch nicht getragen.

2012 -Etuikleid mit Raffung
Auch dieses schicke ärmellose Kleid habe ich dieses Jahr noch kein einziges Mal angehabt. Problem ist der billige Seidenstoff vom Rockteil. Der Stoff hat durchs Waschen hellere Streifen bekommen und sieht auch sonst nicht mehr so schön aus. Den Schnitt finde ich nach wie vor sehr schön. Inzwischen habe ich den Arbeitgeber gewechselt und mein Bedarf an eleganten Kleider ist auf 0% gesunken.

2013 - in Blau-Rot
2013 hat es angefangen, dass meine ursprünglichen Pläne fürs Weihnachtskleid sich dann doch nicht umsetzen ließen. Eigentlich sollte das Kleid einen ausgestellten Rock bekommen. Leider hatte ich dafür nicht genügend Stoff und so musste ein Bleistiftrock dran. Das Gute daran war, dass ich seitdem meinen perfekten Bleistiftrock und meinen perfekten Oberteilschnitt für gemusterte Stoffe gefunden habe. Beide Teilstücke des Kleides habe ich seitdem immer wieder in verschiedenen Kombinationen vernäht. U.A. das oben erwähnte Octupuskleid oder das erste Stoffwechselkleid.
Das maritime Weihnachtskleid trage ich auch eher selten. Durch die gefütterten Ärmel ist mir damit recht warm und ich trage es nur an wenigen Tagen im Jahr. Inzwischen bevorzuge ich Kleider mit kürzeren Ärmeln und trage dazu dann ein Jäckchen. Diese Kleider kann ich dadurch fast ganzjährig tragen.

2014 - Tulla-Pink-Raglan-Grummel-Kleid
Im letzten Jahr wollte ich etwas Einfaches nähen und habe mich für ein Raglankleid entschieden. Dank einem bis heute mysteriösen Armleiden konnte ich längere Zeit nicht an die Nähmaschine und wurde zum ersten Mal beim Weihnachtskleid-Sew-Along nicht rechtzeitig fertig.
Als Stoff habe ich einen lang gehüteten Tula-Pink-Stoff verwendet. Leider entpuppte sich der Schnitt als unpraktisch. Obwohl es kurzärmelig ist, kann ich die Arme nicht gut bewegen. Vor kurzem hatte ich in einem MeMadeMittwoch-Blogpost über mein ernüchterndes Fazit zu dem Schnitt geschrieben. Echt schade um den tollen Stoff. Den ausgestellten Rock hatte ich im Jahr davor schon angedacht, aber wegen Stoffmangel damals verworfen.

Dieses Jahr hoffe ich, dass alles glatt geht mit meinem Weihnachtskleid und es keine Probleme mit Stoff oder Schnitt geben wird.

Die anderen Weihnachtskleider-Näherinnen treffen sich zusammen mit Nina vom Blog "kleidermanie" auf dem MeMadeMittwoch Blog.

Muriel

Sonntag, 15. November 2015

Winterjacken Sewalong - letzter Zwischenstand: Endlich fertig mit dem Probemantel

Mein Plan: Vogue Wintermantel
Beim letzten Treffen, bei dem mein Probeteil noch nicht fertig war, hatte ich behauptet, dass ich den momentan letzten Platz in dem Sew-Along hätte. Dann hat sich aber doch raus gestellt, dass Frau Siebenhundertsachen sogar noch weiter hinterher gehinkt ist. Die hat mich inzwischen aber überholt und ich habe meinen letzten Platz wieder für mich :-) Bin wirklich froh, dass es für diesen Sew-Along so viel Zeit gibt.

Mein Plan ist der Vogue Mantel V9040, zu dem es praktischerweise einen Craftsykurs gibt. Meinem Tempo hat das bisher nichts gebracht. Es war in den letzten Wochen einfach zu viel los bei mir. Jetzt bin ich aber entschlossen, es noch bis zum Ende des Sew-Alongs zu schaffen.

Der Probemantel ist letzte Woche fertig geworden. Seit dem ich den Mantel mit Schulterpolstern anprobiert habe, haben sich etliche der Passformprobleme in Luft aufgelöst. Hätte ich doch gleich mir die Zeit genommen, die Bilder vom letzten Treffen (link am Anfang des Posts) mit Polster zu machen, hätte ich mich nicht so geärgert aber egal.
Ganz ohne Änderungen ging es doch nicht. Hätte mich auch gewundert. Unter anderem wurden noch ein paar Änderungen an der vorderen Prinzessnaht gemacht. Zum einen etwas Weite raus genommen und zum anderen die Naht, die zur Schulter lief zum Arm hin gelegt. Auf dem Foto unten seht ihr die als erstes angedachte neue Prinzessnaht. Beim finalen Check des Probemantel konnte ich wieder auf die fantastische Hilfe von Frau minimale extravaganz zurück greifen.

Der Probemantel (noch in einem Zwischenstadium)
Hinten an der mittleren Rücknaht wurde auch etwas geändert. Mein Plan anstatt Knöpfen einen Reißverschluss zu verwenden, habe ich inzwischen verworfen. Die verdeckten Druckknöpfe bei Beates tollem Mantel (leider gibts noch keine finalen Bilder) haben mir gut gefallen, solche möchte ich auch.
Außerdem finde ich die Länge ideal für mich, so wäre der Mantel einen Tick länger als meine Kleider. Bei der Länge kämen eigentlich noch 3,2cm Saum weg, die habe ich beim Schnitt hinzu gegeben. Ich glaube, dass war das allererste Mal das ich (1,53m Körpergröße) einen Schnitt verlängern musste.
Die Ärmel haben laut Schnitt einen Schlitz, schätze mal 5cm lang. Den habe ich beim Probemantel genäht aber so richtig warm geworden bin ich damit nicht, diese wird bei der finalen Version weggelassen. Rein und Raus kam ich auch mit zugenähten Ärmelschlitzen.

Die großen Taschen gefallen mir sehr gut. Bei meiner Minoru-Jacke vom letzten Jahr, habe ich nur Nahttaschen gemacht. Eigentlich sieht der Schnitt gar keine äußeren Taschen vor. Das wäre für mich gar nichts gewesen. Der Einfachheit halber habe ich dann Nahttaschen gemacht, diese habe sich recht schnell als für mich unpraktisch erwiesen. Immer wieder bestand die Gefahr, dass Schlüssel und Co. raus fallen. Das Handy habe ich dort gar nicht erst rein getan. Solche Taschen kommen bei mir an keine Jacke/Mantel mehr dran. Dafür hat sich die, von mir am Anfang völlig verschmähte, Innentasche als super praktisch für mich erwiesen. Deswegen bekommt der Voguemantel auch eine solche Tasche. Bei dem Craftsy-Kurs zu diesem Schnitt ist ein Schnittmuster für eine Innentasche, welche zwischen Futter- und Oberstoff liegt, dabei. Bin mir noch nicht sicher, ob diesen verwende oder wie bei der Minoru ein einfache aufgesetzte Innentasche mache.

Noch mal der Probemantel.
Leider hab ich vergessen von der finalen Version Fotos zu machen.
Wenn ich mir jetzt die Bilder vom Probemantel anschaue, denke ich der Ausschnitt hätte fast noch einen Tick höher bzw. näher am Hals sein können. Schade, dass mir das erst jetzt auffällt. Inzwischen ist der Mantel schon wieder zerlegt worden und die Schnittänderungen wurden übertragen. Der Oberstoff ist inzwischen auch "schon" zugeschnitten.

In Köln bei dem fantastischen Nähbloggertreffen (Blogpost kommt demnächst) wollte ich passenden Paspelstoff und Futter kaufen aber trotz zweier gut ausgestatteter Nähläden, waren ausgerechnet meine gesuchten Farben nicht dabei. Ich werde jetzt nochmal lokal schauen und ansonsten bei Fashion for Designers bestellen. Praktischerweise hatte Frau mit heißer Nadel beim Abendessen in Köln Neva´viscon Futterproben dabei und so konnte ich gleich schauen, welches Futter zu meinem Mantelstoff passen würde. Online ist so was ja immer eher ein Glückspiel. 

Nächste Schritte: Zuschneiden von Windstopper und Futter und dann endlich nähen.

Die nächste Woche ist leider schon wieder ziemlich verplant aber am Wochenende steht nochmal ein Nähtreffen an, da versuche wieder ein bisschen auf zu holen.

Die anderen Teilnehmerinnen treffen sich aufm MeMadeMittwoch Blog, dort zeigt die tolle Karin (Dreikah) Sybille (Danke an Karin für den Hinweis von wem das ausführliche Tutorial ist) gleich zwei Varianten wie man einen Mantel/Jacke füttern kann.

Muriel

Freitag, 13. November 2015

Nettie-Mania bei Nahtzugabe5cm

gemusterte Nettie mit braunem doppelten Tellerrock
Bei der 12 Tops Challenge Oktober habe ich meine erste Version des Body-Schnittmusters Nettie von Closet Case Files gezeigt. Von der Variante war ich so begeistert, dass ich gleich drei weitere Versionen zugeschnitten habe. Genäht wurden diese auf dem Nähtreffen AnNäherung Süd in Würzburg. Der Schnitt war für mich für ein Treffen ideal, da dieser super einfach ist man auch bei häufigen Labberpause schneller wieder rein kommt.

Entstanden ist unter anderem eine gemusterte Variante aus einem Maybachuferstoff. Aus dem "Rest" wird noch ein Burda-Wasserfallkleid (ähnliche wie dieses hier aber mit Ärmel). Damit der Stoff für beide Schnitte ausreicht, musste ich bei der Nettie-Ärmellänge Abstriche machen. Die sind jetzt nur 3/4 lang. Dieser Stoff ist nicht ganz so schön dehnbar wie die drei anderen Nettie-Viskosejerseys, da hätte ich noch beim Zuschneiden noch einen kleinen Tick zu geben können aber es passt auch so.

Diese Mustervariante gefällt mir von einem Netties am besten. Nachteil daran ist, dass sie nur zu einfarbigen Unterteilen passt und nicht wie die anderen einfarbigen Varianten sich auch gut zu gemusterten Sachen kombinieren lässt.

... und hier sieht man die untere Rocklage.
In meinem Kleiderschrank finden sich etliche Röcke, welche gut zu Blau passen. Somit habe ich mir auch gleich noch eine dunkelblaue Variante genäht. Der erste Tragetest mit dem Rock vom Kostüm-Sew-Along 2013. Dieser Rock hat von sich aus einen guten Stand, was es untenrum nicht unbedingt wärmer macht. Jetzt mit der Nettie ist alles schön warm eingepackt und nix zieht mehr von unten. Den Rock trage ich immer nur mit eingestecktem Shirt, das nervige raus rutschen dieser Shirts hat dank Nettie nun auch ein Ende.

dunkelblaue Nettie mit Kostüm-Rock
Meine erste Nettie-Version war auch aus diesem butterzarten rostroten Viskosejersey allerdings mit langen Ärmeln, da die Farbe sich sehr gut in meinem Schrank macht hab ich gleich noch eine kurze Variante genäht. Mal sehen ob, ich diese im Winter als "Unterhemd" tragen kann. Den Stoff habe ich in Wien zusammen mit Fr. Sanduhrdesign erobert.

kurz ärmelige Nettie mit Simplicity Rock
Body: Schnitt: Nettie von Closet Case Files, Variante mit Scoop Front und High Back
Material: Viskosejerseys, Baumwolle, Druckknöpfe, durchsichtiges Framiltonband
Änderungen: Ärmel gekürzt, Rückenteil mit Mittelnaht und Hohlkreuzanpassung.
Fazit: Ich liebe diesen Schnitt. Beim nächsten Mal würde ich den Schritt-Teil noch einen Tick schmaler machen. Weitere Versionen dieses tollen Basicteils sind schon in Planung.

Bodys haben ja den Ruf im Alltag, durch den Verschluss im Schritt, unpraktisch zu sein, in meinem 12 Tops Challange Post (link siehe oben) hatte ich bereits darüber geschrieben, dass dies bei mir nicht der Fall ist und auch bei den neuen Variante habe ich keine Probleme mit dem Verschluss.

Mein momentan größtes Problem mit dem Netties ist, dass diese gefühlt immer in der Wäsche sind, wenn ich eine brauche. Ein eindeutiges Zeichen, dass ich mehr davon brauch .... okay, oder dass ich vielleicht auch öfters waschen sollte aber solange die Maschine noch nicht voll ist warte ich.

Muriel

Mittwoch, 11. November 2015

MeMadeMittwoch und die Frage warum wellt sich ein Reißverschluss nach über 4 Jahren?

Heute trage ich eines meiner eigentlich noch tragbaren Kleider aus meiner Nähanfangszeit. Dieses habe ich vor ca. 4 Jahren nach einem Burda Schnitt genäht.


Mysteriöser weise wellt sich der Reißverschluss neuerdings. Dieser sitzt hinten in der Mitte und ist jetzt unangenehm beim Sitzen. Habe das Kleid nochmal gewaschen und versucht den Reißverschluss mit etwas Hitze wieder in seinen alten nicht gewellten Zustand zu bringen. Der heutige Tag wird zeigen, ob meine Mission geglückt ist.

Hattet ihr schon mal mit "spät wellenden" Reißverschlüssen zu kämpfen? 
Finde das sehr merkwürdig.

Wer mal schauen möchte, wer schon 2011 beim MeMadeMittwoch dabei war, kann in dem Urspungspost zu diesem Kleid sich die Linkliste (damals noch ohne Fotos) anschauen.

Zu dem Kleid trage ich, schon wieder :-), meinen senffarbenen Bolero, der sich als echtes Multi-Kombinationsteil raus gestellt hat. Ihr werdet den wohl noch ein paar Mal sehen. An ein paar Stellen fängt der Bolero vom Juni schon leicht mitm Peeling an. Werde das beobachten.

Kleid - Zusammenfassung (von 2011):
Schnitt:
106 aus der Burda 05/2010
Stoff:
k.A. Irgendwas künstliches ... den kann man knittern wie man will, der bleibt immer faltenfrei :-)
Änderungen:
Ballon weggelassen, deshalb an den hinteren Rockteilen einige cm weggenommen. Ausschnitt höher als im Schnitt
Kommentar:
Dies ist mein erstes Kleid mit Reißverschluss in der hinteren Mittelnaht (Ausnahme das V1102 Kleid aber da geht der Reißverschluss nur bis knapp über den Po, der Rücken ist ja offen) und ich muss sagen, ich mag´s wirklich nicht. Ich verrenke mich immer bis ich den zu habe. Feststellung meinerseits: Mittelnahtreißverschlüsse sind nur was für mich, wenn ich noch eine zusätzliche helfende Hand zur Verfügung habe ansonsten wird´s ne "sportliche" Angelegenheit. Werde den Reißverschluss das nächste Mal in die Seite verlegen.

Bolero (eines meiner diesjährigen 12-Tops-Challenge-Teilen):
Schnitt: Aachen von Schnittquelle
Material: Romanit von Stoffe.de
Änderungen: Ärmelsaum = 3cm, kein Knopf als Verschluss. Beim nächsten Mal würde ich hinten die Jacke noch 2cm kürzen, damit diese genau in der Taille endet.
Fazit: toller Boleroschnitt, der genau bis in die Taille geht und somit super über taillierte Kleider passt.

Auf dem MeMadeMittwochBlog zeigt heute Petra (HomeSweetHome) ihren neuen tollen Walkmantel, dort findet ihr auch die anderen Teilnehmerinnen.

Muriel

Donnerstag, 5. November 2015

Nähen-Stricken-Häkel Nachmittag in der Flüchtlingsunterkunft

Ich weiß gar nicht mehr genau, wie ich auf die Idee kam, ein Nähtreffen in einer Flüchtlingsunterkunft zu initiieren. Vor einiger Zeit hatte ich darüber geschrieben, dass ich bei einer Tee-Kaffestunde in einem Erstaufnahmelager helfe. Dort helfe ich gerne, jedoch fehlt mir dabei etwas der richtige Kontakt zu den Migranten und so war ich auf der Suche nach einer Alternative.
Für Helfer gibt es inzwischen viele Möglichkeiten sich einzusetzen. Leider bin ich weder für Kinderbespaßung noch Deutschunterricht geeignet. Abgesehen davon, dass diese Hilfen (zumindest bei uns) nur tagsüber benötigt werden und ich da wegen der Arbeit nicht kann.

Also habe ich überlegt, was ich kann und "spontan" ist mir das Nähen eingefallen. Es hat dann nochmal fast 2 Monate gedauert, bis meine Idee bei einer Flüchtlingshilfe Gehör fand und ich "Vorsprechen" durfte. Eine der anderen Helferinnen fand die Idee so toll, dass sie spontan ihre gute alte Pfaff für die Aktion gespendet hat.

Es ist ja schön und gut, wenn man eine solche Idee sowie einen Ort (Flüchtlingsunterkunft mit ca. 160 Menschen) dafür gefunden hat, aber ohne weitere nähbegeisterte Helfer hätte die Idee nicht funktioniert. Etwas nervös habe ich dann andere lokale Näherinnen angeschrieben und zu meinem großen Glück fanden sich noch andere Freiwillige. Unter anderem dabei waren FriFris und Fr. minimale extravaganz. Katharina (Froebelina.de) kam auf die Idee, dass man doch auch noch Stricken und Häkeln anbieten könnte. Zwei Bereiche, in denen ich mich gar nicht auskenne, und so war ich froh, dass sie diesen Orga-Teil übernommen hat.

Somit hatte ich eine Flüchtlingshilfeorganisation als "Träger", einen Ort und andere Helfer. Gefehlt hat dann nur noch Material wie Stoffe etc. Zwar hatten wir Helfer ein paar Stoffe daheim, aber um einen Nähtreff mit unbekannter Teilnehmerzahl stemmen zu können, war es zu wenig.

Nach einem Aufruf bei einem größeren lokalen Nähtreffen sowie im Vorfeld zur Annäherung_Süd kamen unglaublich viele Stoffe zusammen. Wir waren ganz geplättet von der großen Spendenbereitschaft. Wir können jetzt nicht nur ein Treffen materialmäßig anbieten, sondern noch etliche weitere Termine. Liebe Spenderinnen, vielen vielen Dank!

In den Tagen vor dem Treffen wurden fleißig Stoffe sortiert, Schnitte ausgesucht und Probe genäht.

Ein paar unserer vorbereiteten Projekte:
Leggins, Einkaufstasche, Minigeldbeutel und Socken

Ich war ziemlich nervös. Schließlich wusste ich gar nicht, ob die Idee vor Ort überhaupt angenommen wird. Sind vielleicht unsere ganzen Vorbereitungen umsonst? Klappt es bei uns Helfern - schließlich wütete bei uns eine Erkältungswelle.

Dann endlich war es so weit, der Näh-Strick-Häkelnachmittag konnte beginnen. Am Anfang waren beide Seiten (die Migranten und wir) noch etwas schüchtern. Das hat sich schnell gelegt und die ersten Projekte wurden begonnen. Englisch, was meine Hoffnung war, wurde von den Migranten dort nicht gesprochen. Die Verständigung lief oft nur via Hand und Fuß, aber irgendwie hat es doch geklappt. Oft waren es die Kinder, die etwas Deutsch verstanden und für ihre Eltern übersetzen konnten.

Erstaunt hat mich, dass so gut wie keiner von unseren Gästen Vorkenntnisse im Stricken oder Häkeln oder Nähen hatte. Wir hatten uns auf einfache Projekte vorbereitet, so dass das kein Problem war und auch Anfänger was tun konnten. Eine der Frauen konnte nähen und hat ihren Freundinnen gezeigt, wie es geht.

Buntes Treiben in der Nähecke

Am besten angenommen wurde der Wende-Mützenschnitt (Gratis Schnittmuster von Pattydoo). Genäht wurden dann noch gerne Einkaufstaschen, Jerseyschals und Leggins (gratis Schnittmuster von Lesulu).  Dabei hatten wir auch noch einen Minigeldbeutelschnitt (finde "meinen" Schnitt online nicht mehr; bei Makerist gibt es einen ganz ähnlichen Schnitt), Socken Schnittmuster "Ringelprinzessin" von Hilli Hiltrud und einen einfachen Rucksack "Sew a Smile Bag" von bunyara.de.

Es gab ganz viele schöne Momente, in denen z.B. eine Mutter ganz stolz dem Vater die neue süße Mütze für ihren siebenmonatigen Sohn gezeigt, oder wie eine andere Mutter zusammen mit ihrer 3 jährigen Tochter, die eine löchrige Leggins trug, Rosenstoff für eine neue Leggins rausgesucht hat.

In der Strick- und Häkelecke waren sowohl Jungs als auch Mädels eifrig mit dabei.
In der Strick- und Häkelecke fand sich irgendwann sogar ein Ehepaar ein, die beide Stricken lernen wollten. Am Ende saß dann nur der Mann da und hat sich im Stricken versucht. Auch die Kinder (Mädels und Jungs) waren ganz eifrig dabei und haben sich an ihren ersten Maschen versucht.

Zwischendrin wurden wir immer wieder gefragt, wann wir denn wieder kommen würden. Das war sehr schön und zeigte mir, dass sie sich gefreut haben, dass wir da sind. 

Mir hat der Nachmittag unglaublich viel gegeben.
Vielen Dank an meine grandiosen Mithelferinnen. Ihr wart toll.

Muriel

PS: wer aus dem Raum Karlsruhe kommt und gerne mal dabei wäre. Einfach bei mir melden.

Update 11.11.15: 
In Berlin bei Carina  sowie auch bei Julia wird auch mit Flüchtlingen ge-handwerkt. 

Mittwoch, 4. November 2015

MeMadeMittwoch - Motto: Jeans


Heute ist mal wieder einer der schönen MeMadeMittwoch-Mottotage - heute geht es um Jeans. Zumindest für diejenigen, die Lust haben beim Motto mitzumachen.

Mein Schrank bietet an selbst genähten Jeansstücken bisher nur ein einziges Teil zur Auswahl. Dieses ist aber ein abolutes Lieblingsteil von mir: Hollyburn Rock aus ganz weichen Jeans (Ich glaube das heißt Chambray).

Der Stoff lag bei mir mindestens zwei Jahre, da ich ihn für mich zu langweilig fand und ich durch´s Nähen eigentlich weg von dem "Einheits-Jeans-Look" wollte. Es ist einer der günstigen Coupon-Jeansstoffe vom Stoffmarkt. Als Hollyburn Rock macht er sich hervorragend und ich habe inzwischen sogar noch Jeans für andere Projekte gekauft. Der Stoff war quasi wie so ein Eisbrecher in bisher für mich nicht bekannte Stoff-Gegenden. :-)

Mel (500daysofsewing) trägt heute auch eine Jeans-Hollyburn. Ihre schöne Variante ist aus dunklen etwas festerem Jeans, auch damit funktioniert der Schnitt also sehr gut.

Das McCalls Wasserfall-Shirt habe ich letztes Jahr mind. drei Mal genäht. Bin mir da nicht so sicher, da meine Schwester zu der Zeit reges "Shopping" in meinem Kleiderschrank betrieben hat und Teile einfach so "verschwunden" sind.

Shirt:
Schnitt: M6612 von McCalls
Änderungen: untere Raffung weggelassen und so das Shirt unten um etliche cm gekürzt. Taille um ein paar cm nach oben verschoben. Seiten enger gemacht.
Fazit: Auch Version 3 dieses Schnittes gefällt mir sehr gut. Hier seht ihr die Himbeervariante und hier die Strickstoffvariante.

Rock (Ursprünglicher Post mit mehr Infos):
Schnitt: Hollyburn von Sewaholic Ver. C
Material: weicher Jeansstoff, Patchworkstoff für Taschen, Futter, Vliesline für Bund, nahtverdeckter Reißverschluss
Änderungen: Vorderteil im Bruch zugeschnitten, anstatt dem geraden Bund einen Formbund (komplett mit Vlieseline), Rock gefüttert. Paspeln an Bundunterseite und Taschen
Fazit: Ich liebe meinen neuen Hollyburn Rock, ich brauche mehr davon. Super fahrradtauglich.

Zu meinen grünen Outfits habe ich momentan nur ein Paar passende Schuhe und die werden langsam zu kühl. Kennt jemand eine Quelle? Das Z.Versandhaus habe ich schon erfolglos durchsucht.

Die anderen MeMadeMittwoch Teilnehmerinnen findet ihr auf dem MeMadeMittwoch Blog. Dort zeigt Sybille (dasbürofürschönedinge) ihre tollen Jeanshosen. Ich wäre ja schon froh, wenn ich eine selbst genähte hätte.

Wenns nach mir ginge, könnte es gerne einen monatlichen MeMadeMittwoch Motto Tag geben. So ein Motto animiert mich mal, mit einer neuen "Zielsetzung" meine vorhandenen Sachen zu kombinieren.

Muriel

Montag, 2. November 2015

12-Tops-Challenge: Nettie - jetzt hat´s mich auch erwischt.

Ja, die gute "Nettie" von Closet Case Files hatte ich schon lange aufm Schirm. Zu diesem Schnitt gibt es auf ihrem Blog einen ausführlichen Sew-Along. Den Schnitt habe ich auch schon mind. 1 Jahr, aber bisher kam ich nicht dazu, mich dem Schnitt anzunehmen. Dank der 12 Tops Challenge "musste" ich mich da jetzt ran wagen.

Die 12 Tops Challenge wurde von Santa Lucia Patterns ins Leben gerufen. Es geht dabei darum, dieses Jahr jeden Monat ein Oberteil zu nähen, um die Oberteilschwäche, unter der ich auch leide, zu bekämpfen.

Das Besondere an Nettie ist, dass es sich um einen Body handelt. Ihr erinnert euch, die nervigen Dinger aus der Kinder/Jugendzeit? Ja, und genau so ein Ding hat bisher in meiner Garderobe gefehlt.

Durch das Nähen hat sich auch meine Art Kleidung zu tragen geändert. Früher habe ich zu Kaufröcken immer das Oberteil darüber getragen, einfach weil die Röcke nie dort saßen wo ich diese gerne gehabt hätte.
Seit ich nähe, bevorzuge ich Röcke, die in der Taille sitzen. Hüftröcke gibts wenn dann nur aus Jersey.

Meine Taillenröcke gefallen mir am besten mit eingestecktem Shirt und genau dort liegt das Problem.
Reingestopfte Shirts neigen dazu, rauszurutschen und so kleine Wülste zwischen Rockbund und Oberteil zu bilden. Des weiteren, man wird ja auch nicht jünger, und inzwischen mag ich es nicht mehr, dass es, besonders bei ausgestellten Röcken, von unten "zieht". Auch da ist so ein Body für mich eine ideale Lösung. Alles ist gut eingepackt und es gibt keine Luftlöcher.

Nettie mit meinem geliebten Steampunk-angehauchten-Rock

Beim Nähen hatte ich Unterstützung von Fr. minimale extravaganz, die schon etliche Netties genäht hatte, und somit konnte ich die Anleitung ignorieren. Von ihr wusste ich, dass wahrscheinlich eine Hohlkreuzanpassung notwendig ist, deswegen habe ich das Rückteil nicht im Bruch zugeschnitten. Beim Thema "wie viel Nahtzugabe ist im Schnitt" gab eine kleine Diskussion zwischen uns beiden. Sie, die schon vier Varianten genäht hatte, meinte, es wären 1cm Nahtzugabe, laut meinem Schnitt wären es nur 0,6cm. Die Lösung brachte dann der Sew-Along von Closes Case files, dort schreibt sie, dass der Schnitt erst nur mit 1/4" Nahtzugabe war und sie diese später dann auf 3/8" geändert hat. Also habe ich wohl die alte Version von Nettie und Fr. minimale extravaganz die neuere Version. Dank meines neuen 1/4" Füßchens (eigentlich fürs BH nähen gekauft), hat das mit der 0,6cm Nahtzugabe gut geklappt.

Das Annähen des Schritts mit den Druckknöpfen fand ich etwas umständlich gelöst und hätte eine Handnaht erfordert, da der Teil des Body nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist, habe ich, rebellisch wie ich bin, diesen mit einer sichtbaren Naht genäht. Ja, man mag es kaum glauben. :-)

Ein häufig geäußerter Kritikpunkt an Bodys ist das Auf- und Zuknöpfen beim Toilettengang. Bei mir funktioniert das ohne viel "Gefummel". Auch mit bodenlangem Rock komme ich da noch gut hin.

Bei der ersten fertigen Version konnte man tatsächlich noch eine Hohlkreuzanpassung machen. Das bleibt jetzt so, aber die Änderung wurde schon in den Schnitt übernommen.

Abgesteckte Hohlkreuzänderung für die nächsten Versionen

Schnitt: Nettie von Closet Case Files, Variante mit Scoop Front und High Back
Material: Viskosejersey, Baumwolle, Druckknöpfe, durchsichtiges Framiltonband
Änderungen: Ärmel gekürzt, Rückenteil anstatt Bruch mit Mittelnaht.
Fazit: Ich liebe diesen Schnitt. Beim nächsten Mal würde ich den Schritt-Teil noch einen Tick schmaler machen.

Könnte mir vorstellen, dass ich den unteren Bodyteil auch noch an andere Jerseyschnitte ran bastele. Während dem Nähtreffen "AnNäherung Süd" habe ich drei weitere Varianten genäht, aber mein Nettie-Bedarf ist noch nicht gedeckt. Da es ein so wunderbares Basic ist, sind noch Varianten in Schwarz, Curry/Senf, Türkis und Grün in Planung.

Die anderen 12 Tops Challenge-Teilnehmerinnen treffen sich bei Santa Lucia. Jetzt sinds nur noch zwei Termine und dann ist das 12 Tops-Jahr auch leider schon wieder vorbei.

Muriel

Sonntag, 1. November 2015

Winterjacken-SewAlong 2. Zwischenstand: Immer noch im Probemantel-Stadium

Mein Plan: Vogue Wintermantel
Nachdem ich beim letzten Termin aussetzen musste, bin ich dieses Mal wieder dabei. Wenn auch noch nicht annähernd so weit wie die anderen Winterjacken-SewAlong Teilnehmerinnen, aber irgendwer muss ja den "letzten" Platz belegen.

Mein Plan ist der Vogue Mantel V9040, zu dem es praktischerweise einen Craftsykurs gibt.

Der Schnitt an sich ist nicht so schwierig. Wie bei Mänteln generell sind es gefühlte 1000 Schnittteile, die dann auch noch bebügelt werden müssen. Futter bzw. Zwischenfutter nicht zu vergessen. Das alles wäre kein Problem, nur hänge ich noch im Probemantel-Stadium fest.

Schon beim Zusammennähen des Probemantels kamen mir Zweifel, ob der Schnitt, der in meinem Kopf ideal zu meinen ausgestellten Kleidern und Röcken passt, auch in Echt zu mir passt.

Als die Ärmel noch nicht drin waren, kam ich mir vor wie eine Apothekerin. Inzwischen sind die Ärmel drin und das Apothken-Gefühl ist weg. Nichtsdestotroz wird der Schnitt noch x-Änderungen brauchen, bis er zu meiner Figur passt und erst dann kann ich entscheiden, ob diese Mantelform was für mich ist oder nicht. *grummel*

Laut Taillenmarkierung sitzt die Taille angeblich perfekt, ich habe das Gefühl, diese sollte noch einen Tick nach oben.

Der Schnitt sieht eigentlich eine Knopfleiste vor. Ich bin keine Freundin von Knöpfen an meinen Jacken/Mäntel, da mir das zu anstrengend ist (also das Auf- und Zumachen), deswegen habe ich den Knopf-bedingten Überstand weg geklappt und die vordere Kante markiert nun genau die vordere Mitte. Dazwischen wäre dann der Reißverschluss.

Im Gegensatz zu der hinteren Prinzessnaht, welche zum Ärmel verläuft, geht die vordere Prinzessnaht hoch zu der Schulter. Das würde ich gerne noch ändern, damit diese auch zum Ärmel läuft.

Da es ansonsten noch nichts zu berichten gibt, hier eine kleine Bilderflut (noch ohne Schulterpolster):
 
Ich als Apothekerin :-)

Schultern zu breit?
Generell zu viel Stoff im Rücken?

Länge gefällt mir gut, Ärmel müssen noch kürzer

Hinten fällt der Stoff komisch.
Komme mir vor wie Daisy Duck


Auch mit Ärmeln sieht es hinten nicht
wirklich besser aus. Da kann
bestimmt noch einiges weg.
Wie ihr seht, da liegt noch ein langer Weg vor mir. Bin selbst mal gespannt, ob das diesen Winter noch was wird.

Die anderen Teilnehmerinnen treffen sich heute auf dem MeMadeMittwoch Blog, wo Meike (crafteln.de) Schritt für Schritt zeigt, wie Paspelknopflöcher (für mich noch ein großes Mysterium) genäht werden.

Muriel
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