Sonntag, 30. November 2014

Stoffwechsel: Finale

meine tolle Stoffwechsel-
Bluse
Gestern Abend nach 22Uhr war ich erst fertig mit meinem Stoffwechsel-Projekt.
Ich habe von meinem Stoffwichtel einen tollen weichen Baumwollstoff bekommen , sowie einen tollen Romanitstoff. Schnittvorschlag war entweder die neue Bluse von Deer and Doe oder eine raffinierte Burdabluse. Beide Schnitte gefallen mir sehr gut. Letztendlich habe ich mich für den Deer and Doe Schnitt entschieden.

Der Haken an der Sache war allerdings, dass mir 90cm Stoff gefehlt haben. Laut Anleitung benötigt man bei 1,10m breitem Stoff ganze 3m. Deswegen war mein ursprünglicher Plan, dass ich ein paar Teile aus einem einfarbigen Kontraststoff nähe. Bei dem Probeteil wurde klar, dass ich in der Länge einiges einsparen kann und die Ärmel wurden auch um ein gutes Stück gekürzt und so hat mein Stoffwechselstoff locker ausgereicht und ich habe jetzt sogar noch ca. 30cm übrig. 

Das Probeteil hat gezeigt, dass ich an dem Schnitt viel ändern muss. Die einzigen Schnitteile die noch komplett original sind, sind der Kragen und das Taillenband. Ohne die Hilfe der Schneiderin hätte ich mich recht schwer mit den Änderungen getan.

Das eigentliche Nähen ging dann recht schnell, auch die Paspeln waren brav und ließen sich gut vernähen. Der Kragen ist noch nicht ganz perfekt aber für meinen ersten Kragen mit Paspel kann ich sehr gut damit leben. Man soll ja immer auch noch Raum für Verbesserungen lassen :-)

Beim Nähen war die liebe Frau MinimaleExtravaganz zu Besuch und als ich dann bis aufs Fäden abschneiden fertig war, ist ihr aufgefallen, dass ich vergessen hatte die Ärmelnnahtzugabe zu versäubern *arghhhhh* Ist mir noch nie passiert. Also durfte ich da nochmal ran.

Detailansicht: Muster
Ich bin sehr glücklich mit meiner ersten selbst genähten Bluse. Werde sie nun mal im Alltag testen. Bisher habe ich nur Kaufblusen und die trage ich nur ungern, da diese 1. nicht richtig passen (Abnäher) und 2. fühle ich mich in den einfarbigen "strengen" Blusen irgendwie verkleidet. In der Stoffwechselbluse habe ich mich gleich wohl gefühlt. Ich glaube das könnte was werden.

Wer weiß, vielleicht nähe ich mir dann auch mal eine passende türkise Hose.


SchnittBruyere Blusenschnitt von Deer&Doe
Material: Stoffwechsel-Baumwolle von FreeSpirit, türkisfarbene Baumwolle und Drückknöpfe
Änderungen: viele (siehe unten)
Fazit: Die Bluse gefällt mir sehr gut. Könnte mir gut vorstellen, dass da noch weitere Versionen folgen werden.

Lieber Stoffwichtel: vielen vielen Dank für den tollen Stoff. Er passt sehr gut zu mir. Für den tollen Romanitjersey hat mir jetzt leider die Zeit gefehlt. Habe fest vor ihn demnächst zu vernähen.

Vielen Dank an Lotti und Frau Siebenhundertsachen für die tolle Organisation dieser ganz besonderen Nähnerd-Aktion. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich auch beim zweiten Mal wieder dabei sein durfte. 


Hier geht es zu den andern Stoffwechsel-Teilnehmerinnen.

Update nach einem Tag tragen:
Fühle mich super wohl in der Bluse. Der Stoff und ich passen sehr gut zusammen. Brauche jetzt dringend noch mehr Blusen. Vielen Dank an meinen Stoffwichtel, dass Du mir diesen Schnitt/Stoff empfohlen hast.

So und jetzt zu den ganzen Änderungen:
  • Der seitliche Brustabnäher wurde verkleinert, der horizentale Brustabnäher wurde verlängert.
  • Das Taillenband wurde vorne einen Tick nach oben gesetzt (dadurch das Oberteil verkürzt). Hinten wurde das Taillenband einen Tick nach unten gesetzt (dadurch das Rückteil verlängert).
  • Die Ärmel wurden auf Ellbogenlänge gekürzt und schmaler gemacht. Das Armloch wurde an den neuen kleineren Ärmel angepasst.
  • Die unteren Blusenteile wurden um 6,5cm gekürzt.
  • Anstatt Knöpfe habe ich Druckknöpfe verwendet. Diese wurden anders verteilt und ich habe nur 7 anstatt 12 Knöpfe benötigt. 
Vorher - Nachher Vergleich

Muriel 

PS. zu meinem ersten Stoffwechsel-Kleid geht es hier lang.

Samstag, 29. November 2014

Podcast Nr. 2 mit Frau Crafteln

Dieses Mal mit dabei .Meike von
crafteln.de

Auf geht es in die zweite Runde mit meinem Näh-Podcast. Heute ist die wunderbare Meike von Crafteln.de dabei. Ihr Blog hat den schönen Slogan:  

"Gegen die Ver-Jeans-ung der Welt und Outdoorjacken in den Fußgängerzonen! Mehr Kleider und Röcke braucht die Welt!"

Wir sprechen unter anderm über Wintermäntel nähen im Sommer, verhängnisvolle Tramfahrten, dem neuen Hang zu Hosen und sehr spontane virale Nähnerd-SewAlongs ...

Die Links zu diesem Podcast:
Nun will ich Euch aber nicht länger auf die Folter spannen:

oder Download
Hier sollte ein Player angezeigt werden, 
falls nicht, bitte den Post über meinen Blog direkt aufrufen oder den Downloadlink verwenden. 

Music "Goodwill Cowboys Ride Again" by Michael Chapman & The Woodpiles (modified by Muriel)
Available on the Free Music Archive
Under CC BY-NC 3.0 license


@Meike: vielen Dank für diese tolle Interview.

Weitere Infos rund um um diesen Podcast findet ihr auf meiner Podcast-Seite.

Muriel

Mittwoch, 26. November 2014

MeMadeMittwoch: Toni Rock

Als ich Ende des Sommers mein Burda-Wasserfall-Kleid genäht habe, hatte ich noch ein kleines Stückchen Jersey übrig. Aus diesem Stück, habe ich mir einen vom Toni-Kleid (Milchmonster) abgewandelten Rock genäht.

Der Viskosejersey hat eine tolle Qualität, den würd ich mir nochmal holen. Aus meinem erstem Hilco Viskosejersey habe ich ein leichtes Oberteil genäht.

Mit dem Stoff war ich zu erst unsicher, da es eigentlich nicht meine Farben sind, der Rock wirkt insgesamt eher dunkel.

Inzwischen sind wir mit einander warm geworden und ich habe sogar ein paar passende Oberteil im Schrank gefunden. Man muss nur offen sein für neue Kombinationen.

Für die Jahreszeit geht das Outfit aber nur mit Strumpfhose ... für den Weg ins Geschäft trage ich noch zusätzlich Beinstulpen.

Schnittmuster: Rockteil von "Toni" von Milchmonster (ab Taillenmarkierung)
Material: Viskosejersey (Hilco), Gummiband 1,5cm breit.
Änderungen: keine
Fazit: Momentan ist das mein Lieblingsjerseyrockschnittmuster.

Hier geht es zu den anderen MeMadeTeilnehmerinnen heute moderiert von Anni.

Muriel

Montag, 24. November 2014

Weihnachtskleid-Sew-Along Teil 2

Heutiges Thema:

Oh, so ein schönes Schnittmuster wird da genäht, ich entscheide mich schnell um / Ich habe mich für mein Traumkleid entschieden und bleibe dabei / Ich nähe mal lieber erst ein Probemodell / Schnitt kopieren, zuschneiden, wer sagt eigentlich, dass Nähen Spaß macht? 

Also es bleibt dabei, ich Nähe wieder eine Martha.


So kann ich auf ein Probeteil verzichten, da ich den Schnitt ja schon im letzten Jahr angepasst habe.


Bisher habe ich ja immer die 3. Variante genäht, mit und ohne Kragen und mit langen und mit kurzen Ärmeln, aber immer mit den Taschen.

Dieses Mal habe ich gedacht werde ich die 1. Variante nähen, vielleicht noch ein bisschen ausgestellter wie auf dem Bild, vielleicht eher wie die Toni? Außerdem werde ich vielleicht ein bissel an der Ausschnittform rumbasteln...

Also in Summe wird es dann doch ein anderes Kleid sein, wie meine bisherigen Marthas, aber ich spare mir das Anpassen des Brustbereiches.

Den Stoff habe ich auch schon:


Ich bin motiviert, genau wie die anderen Mädels!
Eure Kaddaa

Sonntag, 23. November 2014

Weihnachtskleid-Sew-Along Teil 2: Habe mich entschieden.

Es geht weiter mit dem Weihnachtskleid-Sew-Along. Heutiges Thema:

Oh, so ein schönes Schnittmuster wird da genäht, ich entscheide mich schnell um / Ich habe mich für mein Traumkleid entschieden und bleibe dabei / Ich nähe mal lieber erst ein Probemodell / Schnitt kopieren, zuschneiden, wer sagt eigentlich, dass Nähen Spaß macht? 

Letzte Woche konnte ich mich nicht für ein Schnittmuster entscheiden und habe euch nach eurer Meinung gefragt. Das Butterick-Kleid aus dem Schwalbenstoff hat das Rennen gemacht. Bin sehr zufrieden damit.  
mein Plan fürs Weihnachtskleid
Ich bin sehr gespannt auf den Schnitt. Mein Plan ist, den Hauptteil aus dem Schwalbenstoff zu machen und die Raglanärmel aus einem einfarbigen Stoff, vielleicht braun, und dazwischen eine Paspel. 

Es wird auch für mich ein untypisches Weihnachtskleid sein, da es farblich weniger zurückhaltend ist, als meine letzten Weihnachtskleider (siehe "letzte Woche"-Link), aber dieses Jahr war für mich auch ganz anders als die bisherigen, so dass es sich richtig anfühlt, aus meinem bisherigen Schema "auszubrechen".
 
Ich gebe zu, ich hab diese Woche noch gar nichts weiter gemacht. Irgendwie dachte ich, dass es erst nächste Woche weitergeht und habe mich so in Sicherheit gewogen. 

Ich werde erst ein Probeteil nähen. Bin mir noch nicht sicher, ob ich das aus einem günstigen Stoff mache, damit ich es auch tragen kann, oder ein richtiges Probeteil nähe. 
Denke, ich mache das davon abhängig, ob ich in meinem Stoffvorrat was passendes für den Schnitt finde oder nicht. 

So, mehr gibt es diese Woche hier nicht zu sehen. Schaut mal rüber zum MeMadeBlog, da gibt es etliche, die schon wirklich was gemacht haben.


Muriel

Freitag, 21. November 2014

Ein Zuhause fürs Tablet

Tablet-Hülle
Vor einiger Zeit hab ich mir ein neues Tablet zugelegt. Das gute Stück sollte natürlich auch sicher transportiert werden. Dafür habe ich mir eine gefütterte Lederhülle genäht. Diese war jetzt eigentlich schon länger fertig aber irgendwie kam ich nicht zum posten.

Den an einen Briefumschlag angelehnten Schnitt habe ich anhand der Tabletmaße selbst erstellt. Das Leder habe ich vor ein paar Monaten beim Bloggertreffen in Bielefeld erobert. Weiß leider nicht mehr von wem.
Das Leder ist eher dick und mit meiner normalen Nähmaschine wollte ich da kein Risiko eingehen und so habe ich endlich mal wieder auf meiner guten alten Dürkopp-Nähmaschine aus den 60ern genäht. Die Maschine hat genügend Leistung um auch dieses dicke Leder zu bezwingen. Innen habe ich einen Leinenstoff als Futter angenäht.

Der Verschluss hat mich allerdings vor eine Herausforderung gestellt. Ich wollte keinen Knopf, nicht dass der in meiner Handtasche mal ungünstig aufs Display drückt und dann mein Display was abbekommt. Meine zweite Idee war ein Klettverschluss aber den hätte ich bei der einlagigen Lederklappe nicht unsichtbar annähen können. Schlussendlich habe ich mich für ein braunes Gummiband entschieden. Das Gummiband macht sich in der Handhabung sehr gut und jetzt im Nachhinein bin ich zufrieden mit dieser Lösung.

Verwendet ihr selbstgenähte Hüllen für eure Smartphones oder Tablets?



Muriel

Donnerstag, 20. November 2014

Danke

Vor ca. einer Woche ging mein erster Podcast online und ich war mir im Vorfeld unsicher, ob die Idee bei Euch ankommt und euch das überhaupt interessiert. Schließlich habe ich nicht vor Näh-Weisheiten zu verbreiten, sondern mich "nur" mit anderen Bloggerinnen übers Nähen zu unterhalten.

Um so geflashter, ich verwende dieses Wort sonst nie aber dieses Mal trifft es 100% zu, war ich als ich eure Kommentare gelesen habe. Vielen vielen Dank für eure lieben und anspornenden Worte.

Unter anderem hat jemand geschrieben, dass sie dem Podcast beim Nähen zu gehört hat und es war wie als würde sie mit anderen Näherinnen zusammen sitzen. Genauso geht es mir wenn ich andere Nähpodcasts höre und ich finde es toll, dass es anderen beim Hören von meinem Podcast ähnlich geht.

Ich mache auf jeden Fall weiter mit dem Podcasten. Es hat macht mir sehr viel Spaß die Gespräche zuführen und freue mich schon auf weitere.
Beim nächsten Podcast ist Meike von Crafteln.de dabei.

Falls ihr Vorschläge für Gäste oder Themen habt oder selbst mal gerne mit podcasten wolltet meldet Euch einfach per Kommentar oder email.

Eure Muriel

Mittwoch, 19. November 2014

MeMadeMittwoch: der Punkterock

Heute trage ich meinen geliebten Fleecepunkterock. Der Rock stammt noch aus meiner bloglosen Zeit von vor 2011 und hat es komischerweise bisher noch nicht auf den Blog geschafft.

Damals habe ich allen Stoff vernäht, der mir unter die Maschine gekommen ist und so kam ich auch die Idee, dass Fleece ein toller Winterrockstoff abgeben würde.... kann man machen, muss man aber nicht :-)

Ein Zeitlang habe ich den Rock gar nicht getragen, weil ich Fleece als Rock einfach als No-Go betrachtet habe. Inzwischen sage ich  mir, wenn mir der Rock gefällt, kann mir doch egal sein, was andere denken.

In Kombination mit Thermoleggins wärmt der Rock 1a. Obwohl die Verarbeitung zu wünschen lässt ist der Rock bisher nicht auseinander gefallen.  Somit bleibt der Rock bis auf weiteres in meinem Schrank

Rock 
Schnitt:
114 von 08/2004. Einen ähnlichen Schnitt gibt es immer noch bei Burdastyle (der Orginalschnitt ist jedoch ohne Wickeloptik)

Das Oberteil ist auch memade. Der McCalls Schnitt war mein Standard-Shirtschnitt von 2013, davon habe ich vier Varianten genäht. Heute trage ich die blaue Variante. Dem Schnitt bin ich inzwischen etwas überdrüssig und werde ihn so schnell wohl nicht mehr nähen.

Oberteil:
Schnitt: M6612 von McCalls -  Hier seht ihr die Himbeervariante , die grüne Version und die Strickstoffvariante.
Änderungen: untere Raffung weggelassen und so das Shirt unten um etliche cm gekürzt. Taille um ein paar cm nach oben verschoben. Seiten enger gemacht.
Fazit: Das war nun schon mein vierte Version des Schnitts. Nun steht mir der Sinn nach einem neuen Jerseyshirtschnitt.

Hier der Link zu den anderen MeMadeMittwoch-Teilnehmerinnen. Dort sinniert heute Lucy von Nahtzugabe über Lemmingschnitte.

Muriel

Montag, 17. November 2014

Weihnachtskleid 2014 - Teil 1: total überrumpelt

Heutiges Thema:
Ich bin 1a vorbereitet und habe schon alles zusammengesucht / Weihnachten ? Ist nicht noch Sommer ? / Ich such nach Inspiration und guck mal, was die anderen machen / Schnitt da aber kein Stoff oder andersrum ? / Kleine Rückblende : mein Weihnachtskleid 2013/2012/2011

Da war ich gestern Abend meine Maus ins Bett bringen und da es mal wieder länger ging, dachte ich, kannste mal mit dem Smartphon ein paar Blogs besuchen und schauen was es neus gibt... und was sehe ich da???? "Weihnachsklied-Sew-alang" ... und ich hät's fast verpasst.

Überrumpelt wie ich bin, habe ich bisher überhaupt keine Ahnung was ich machen soll, eigentlich wollte ich ja mal wieder was "richtiges" für mich nähen, aber da es schon wieder über ein halbes Jahr her ist, dass ich überhaupt was für mich genäht habe und ich zur Zeit eh so gut wie garnicht an die Nähmaschine komme, werde ich mich wieder mit einem Jeresy- oder Strickkleid begnügen.

  • Ich bin ja nach meinem letzten Weihnachtskleid, eine Martha von Milchmonster, ein totaler Martha Fan geworden... vielleicht bin ich ganz unkreativ und nähe einfach meine nächste Martha? 
  • Oder ich versuche mich auch mal an einer Toni, von der ja Murial ein totaler Fan ist (siehe hier, hier, hier und hier)... 
  • außerdem fällt mir noch spontan von Mamahoch2 das Freebook Lady Rockers ein, das kann man ja auch als Kleid nähen (aber meint ihr das ist vorteilhaft für meine Figur?)

sonst liegen hier ja noch genug Ottobres und Burdas rum die ich ja auch noch durch schauen kann...

Mal schauen, nun aber erst mal zum Rückblick:


2011 habe ich noch nicht offiziell mitgemacht, trotzdem gab es ein (Umstands)Weihnachtskleid: hier


Schnitt: Jerseykleid-Umstandsmode Burda 06/10
2012 gabs ein grünes Strickkleid stilltauglich : hier
Schnitt: Simplicity 7529
2013 dann ein Jersey Kleid: hier
Schnitt: Martha von Milchmonster

Vielleicht finde ich ja noch bei den anderen Teilnehmern Inspiration.
Ich freu mich auf alle Fälle wieder dabei zu sein.

Veile Grüße Kaddaa



Sonntag, 16. November 2014

Weihnachtskleid 2014 - Teil 1: Ich bin jetzt doch unentschlossen

Zu meiner übergroßen Freude gibt es in diesem Jahr wieder ein Weihnachtskleid-Sew-Along. Vielen Dank an Dodo und Juli. Inzwischen fange ich schon monatelang vorher an mir mögliche Schnitte zu überlegen. Dieses Jahr hat das nicht ganz so geklappt. Dazu gleich mehr...

Heutiges Thema:
Ich bin 1a vorbereitet und habe schon alles zusammengesucht / Weihnachten ? Ist nicht noch Sommer ? / Ich such nach Inspiration und guck mal, was die anderen machen / Schnitt da aber kein Stoff oder andersrum ? / Kleine Rückblende : mein Weihnachtskleid 2013/2012/2011

Bis vorgestern war ich fest davon überzeugt, dass ich dieses Jahr Ceylon von Colette Patterns nähen werden. Den Schnitt habe ich schon länger hier und Stoff wäre sicherlich nicht das Problem gewesen. War so stolz auf mich, dass ich ausnahmsweise so gut vorbereitet war... dann kamen aber die Zweifel und ich habe mich gar nicht mehr in Ceylon gesehen. Also musste ein neuer Plan her.

Heute morgen beim Frühstück habe ich meine Schnittmustersammlung durchgesehen und nach was besserem gesucht. Momentan habe ich einen starken Hang zu Jerseykleider aber das wäre dann nicht "ich" am Weihnachtsabend, da dürfte schon mehr her. Also ging die Suche los nach einem Webstoffkleid.

Ich versuche dieses Jahr einen schon vorhanden Schnitt und schon vorhanden Stoff zu verwenden, was die Anzahl der in Frage kommenden Kleider schon einschränkt aber meinem Stofflager sicherlich gut tut. 

1. Idee: Raglankleid (rechts) aus Schwalbenstoff
Im Endeffekt sind noch zwei Kleider im Rennen.

Zum einen ein enggeschnittenes Raglankleid B5520 von Butterrick und ein etwas legeres Kleid von McCalls M6397. Jeweils mit einem (gekauften) Jäckchen.

Zu beiden Schnitten habe ich einen passenden Stoff in meinem Stofflager gefunden. Das Raglankleid würde aus einem Schwalbenstoff, von meiner Lieblingsstoffdesignerin Tula Pink nähen, das wäre dann eher auffälliges Weihnachtskleid aber ein bißchen Farbe schadet mir nie :-) . Die Ärmel würde ich evtl. einfarbig halten.

Den McCalls Schnitt habe ich auch schon länger auf meiner Liste aber bisher keinen Anlass gehabt es mal zu nähen. Gerade die Taschen finde ich klasse, da könnte man gut mit Paspeln arbeiten. Für dieses Kleid habe ich einen Wollfischgrätstoff und einen Baumwollstoff mit aufgedruckten "gestickten Totenköpfen" herausgesucht.  Leider kommen die Farben auf dem Bild nicht so rüber, in Echt passen die Stoffe gut zusammen. Muss aber zugeben es ist keine "normale" Kombination aber das gefällt mir gerade daran. In "nur" Fischgrät wäre mir das Kleid zu langweilig.
2. Idee (links unten)

Beide Schnitte sehen gut machbar aus und vielleicht würde sogar die Zeit reichen noch ein Jäckchen dazu zu nähen. 

Bin noch sehr unentschlossen, welches der Kleider ich nähen werde. Falls ihr einen Favoriten habt - nur her damit.

Hier meine kleine Rückblende:
In 2011 gab es das erste Mal ein Weihnachts-Kleid-Sew-Along. Damals habe ich mich ganz unbedarft an das Nähen mit Spiralstäbchen und Co. gemacht. Für mich war das der Einstieg in die Korsettnäherei. Ohne die Weihnachtskleid Aktion wäre ich wohl nicht so mutig gewesen.

Mein 2012 Weihnachtskleid hat mich früher oft mit ins Geschäft begleitet. Inzwischen ist der Stoff nichts mehr und ich ärgere mich, dass ich damals auf einen so billigen Seidenstoff vom Schweden gesetzt habe. Nun bin ich schlauer und achte mehr auf die Qualität.

Letztes Jahr habe ich heiteres Schnittmuster-Zusammenwürfeln gespielt und habe aus einem Oberteil- und Rockteilschnitt, nach ein paar Umwegen, ein tragbares Kleid genäht. 

http://nahtzugabe5cm.blogspot.de/2011/12/weihnachtskleid-sew-along-teil-6.html
2011 - Korsagenoberteil und Rock
2012 -Etuikleid mit Raffung
2013 - in Blau-Rot
Ich freue mich sehr auf das diesjährige Weihnachtskleid-Sew-Along. Hier geht es zu den Anderen

Muriel
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neue Haube und Schürze

Für meine Ausflüge ins Vergangenheit hat mir bisher eine passende Kopfbedeckung gefehlt. Seit dem Sommer habe ich auch eine praktische Haube. Beim stöbern durchs Netz bin ich auf die tolle Anleitung von mmedujard.blogspot.de gestoßen. Der Schnitt ließ sich sehr gut nähen und nach kurzer Zeit war meine Haube auch schon fertig.

Beim durchstöbern des Blogges kam mir die Bloggerin irgendwie bekannt vor und siehe da, wir hatten uns ein paar Wochen vorher bei einem Steampunktreffen kennengelernt. Wie klein die Welt doch manchmal ist.


Dazu kam dann noch ein Schürze um den ganzen Mittelalteroutfit etwas mehr Tiefe zu geben. Der Schnitt 117 ist aus der Burda 09/2011. Das Nähen ging recht schnell, hätte ich die ganzen Tipps vom tollen Dirndl-Sew-Along gehabt, wäre die Schürze bestimmt noch besser geworden.

Denke nächstes Jahr nähe ich mir noch eine und schau dann vorher nochmal wie die Dirndl-Sew-Along-Teilnehmerinnen ihre genäht haben.


Muriel

Freitag, 14. November 2014

Stoffwechsel: Das Probeteil - Änderungen, Änderungen und noch mehr Änderungen

Mein Stoffwichtel hat den Bruyere Blusenschnitt von Deer&Doe vorgeschlagen. Das ist erstens einen Schnitt den ich bisher noch nie genäht habe und zweites (das kommt noch erschwerend) dazu ein Schnitthersteller von dem ich noch nie ein Oberteil genäht habe. Um meinen wunderbaren Stoffwechselstoff nicht zu gefährden gibt es erst mal ein Probeteil.

Das noch ungeänderte Probeteil
Wenn bei einem Projekt ein Erfolg absehbar ist, nehme ich für Probeteile auch gerne günstigeren Stoff, der dann am Ende ein tragbares Teil gibt. z.B. mein Stoffwechsel-Probekleid.
Dieses Mal habe ich keine Ahnung, ob der Schnitt und ich zusammen passen und je mach notwendiger Änderungen müsste ich das Probeteil wieder auseinander nehmen um den Schnitt abzunehmen. Deswegen verwende ich weiße Baumwolle ausm Secondhand. Der Stoff ist sehr weich und ähnelt im Fall dem eigentlichen Stoff.

Laut Größentabelle sollte ich eine 38 zuschneiden aber schon bei meiner Deer&Doe Hose habe ich gemerkt, dass das nicht ganz stimmen kann. Mutig habe ich also gleich die 36 zugeschnitten, hätte ja noch 1,5cm Nahtzugabe zum rauslassen.

Ich habe zuerst nur das obere Rückenteil und das obere Vorderteil zugeschnitten und genäht, als das okay aussah habe ich noch die anderen zur Anprobe wichtigen Teile zugeschnitten. Die Ärmel habe ich gleich auf 3/4 Länge gekürzt. Ich muss schauen, wo ich Stoff einsparen kann, da mir für das finale Teil ganze 90cm fehlen.

Probeteil hiten
(noch ungeändert)

An dem Deer and Doe Schnitt ist mir bisher aufgefallen:

Pro:
  • Anleitung (englisch) gut verständlich, viele Zeichnungen.
  • Es gibt eine Info auf den Schnitteilen wie oft ein Schnittteil benötigt wird. Kleines Minus: Dass Teile aus Einlage gleich aufm Schnitt vermerkt sind.
Contra:
  • keine Lengthen/Shorten Angabe auf dem Schnitt
  • sehr wenige Passzeichen, gerade bei der langen Knopfleiste oder wo genau der Ärmel eingehalten werden soll wäre das sehr praktisch.

Immer wenn ich einen für mich neuen Schnitthersteller ausprobiere schreibe ich eine kleine Rezession. Hier mein Eindruck von Schnittquelle.

Ich fand das Probeteil nicht so schlecht und dachte, dass ich nur einen Abnäher ändern muss und ein bißchen in der Länge. Der letzte Besuch bei der Schneiderin hat mich aber eines besseren belehrt. Bisher ist nur die obere Rückenpasse und der Kragen von Änderungen verschont geblieben. Alle anderen Schnittteile müssen angepasst werden. *grummel*
Der seitliche Brustabnäher wurde verkleinert, der horizentale Brustabnäher wurde verlängert.
Das Taillenband wurde vorne einen Tick nach oben gesetzt (dadurch das Oberteil verkürzt). Hinten wurde das Taillenband einen Tick anch unten gesetzt (dadurch das Rückteil verlängert).
Die Ärmel wurden auf Ellbogenlänge gekürzt und schmaler gemacht. Das Armloch wurde an den neuen kleineren Ärmel angepasst und dann noch die unteren Blusenteile wurden um 6,5cm gekürzt.
Es sind zwar viele Änderungen zu machen aber insgesamt gut machbar.

Ich muss die nächsten Tage nochmal losziehen und für die Knopfleiste, Ärmelblende und Kragen einen einfarbigen Stoff zu suchen, dann passt der Stoffwechselstoff hoffentlich für die anderen Schnittteile.


Muriel

Mittwoch, 12. November 2014

MeMadeMittwoch in Punkten

Heute bin ich mal ganz leger unterwegs und sogar in Jeans :-)

Ich trage mein Jäckchen mit dem schönen Namen "Praxistest - Zuschneiden in der 1.Klasse".

Vor zwei Jahren, als die Bahn noch zuverlässig fuhr:-) habe ich die Zeit während einer langen Fahrt genutzt und währenddessen diese Jacke in einem Abteil zugeschnitten. Die ganze unterhaltsame Story von damals findet ihr hier.

Der Fleece war noch aus meinen Stoffmarkt Zeiten. Die Qualität lässt leider zu wünschen übrig. Damals war ich im Stoffquälitätsschätzen nicht wirklich gut aber noch ist die Jacke tragbar und solange bleibt das gute Stück auch weiterhin in meinem Schrank.

Den Ottobre Jäckchenschnitt mag ich und werde mir davon bestimmt noch mal eine Basic-Jacke, dann aber wohl eher einfarbig, nähen. Diese Jacke mit den Punkten lässt sich, zu meinen eh schon gemusterten Sachen, eher schlecht kombinieren und darf eigentlich nur aus, wenn ich ansonsten ohne Muster bin, so wie heute.

Schnitt: Kapuzenjacke: Saturday Chilling 05/2011 Ottobre
Stoff: Fleece (zu dünnes) und Jersey.
Änderungen: gekürzt (etliche cm), Beleg an Reißverschluss hinzugefügt, Rückennaht an Hohlkreuz angepasst, 2-Wege-Reißverschluß
Fazit: schnell genäht, sehr bequem, die Kapuze finde ich etwas zu groß.

Diesen Ottobre-Schnitt habe ich schon ein paar Mal genäht:

http://nahtzugabe5cm.blogspot.de/2012/06/diebstahlsichere-eingriffstaschen.html
Variante: "diebstahlsichere"
Taschen
http://nahtzugabe5cm.blogspot.de/2013/03/fleecejacke-mit-daumenloch.html
Jäckchen mit
Daumenlöcher

http://nahtzugabe5cm.blogspot.de/2013/02/zwei-jacken-in-einer-double-fleece.html
Double-Fleece-Jacke
zum Wenden
Hier der Link zu den anderen gut gekleideten MeMadeMittwoch-Teilnehmerinnen.

Gestern Abend ging mein erster Podcast online. Könnt ja mal reinhören.

Muriel

Dienstag, 11. November 2014

Podcast Nr.1 mit Miriam von drehumdiebolzeningenieur

Nach unendlichen Stunden der Vorbereitung kann ich Euch endlich von meinem neuen Projekt berichten. Hier auf dem Blog gibt es ab heute einen Podcast.

Vor einiger Zeit habe ich beim Nähen mit dem Hören von Podcasts angefangen. Podcasts, das sind so was wie Radiobeiträge zum Herunterladen/Online anhören. Die Nähpodcasts, die ich höre, sind meistens im Interviewstil und dabei interviewt eine Nähbloggerin eine andere Nähbloggerin.

Bisher habe ich nur englische Näh-Podcaster gefunden, was auch interessant ist, aber irgendwie hätte ich gerne einen deutschsprachigen Näh-Podcast mit "lokalen" Bloggern und Bezugsquellen, die man dann auch wirklich nutzen kann. Weil ich in der Richtung bisher nicht fündig geworden bin, kam ich auf die Idee, einen eigenen Podcast zu starten, und so bin ich sehr blauäugig in die Sache rein gestolpert.

miriamKleid141018-005
Mein erster Gast: Miriam
Ich habe ein paar Blogger, mit denen ich selbst mal gerne sprechen würde, angeschrieben und zu meiner großen Freude kam die Idee an.

In meiner ersten Folge ist Miriam von Drehumdiebolzeningenieur dabei. Wir sprechen unter anderem über Nähmaschinen, unsere Erfahrungen bei Nähtreffen, unmögliche Schnittmuster und unseren Hang zu Nähfüßchen. :-) Hört einfach mal rein.
@Miriam: vielen Dank für das tolle Gespräch.

Links aus dem Podcast:
Podcast-technisch befinde ich mich noch im absoluten Anfangsstadium. Bin zuversichtlich, dass es mit der Zeit noch besser wird. Bitte verzeiht, wenn ich nicht professionell klinge, und auch an der Audioqualität wird sich in den nächsten Folgen noch was tun.

oder Download
Hier sollte ein Player angezeigt werden, 
falls nicht, bitte den Post über meinen Blog direkt aufrufen oder den Downloadlink verwenden. 

Music "Goodwill Cowboys Ride Again" by Michael Chapman & The Woodpiles (modified by Muriel)
Available on the Free Music Archive
Under CC BY-NC 3.0 license


Vielen vielen Dank an Mann für die unglaublich tolle Unterstützung bei diesem Projekt. Du bist klasse!


Weitere Infos rund um um diesen Podcast und ein paar technische Infos findet ihr auf meiner Podcast-Seite.

Ich bin sehr gespannt auf Euer Feedback zu meinem Podcast-Experiment und ob Euch das, was wir so bequatschen, überhaupt interessiert. 
Gerne könnt ihr kommentieren oder mir eine Email schreiben (siehe Profilseite).

Muriel

Sonntag, 9. November 2014

Herbst-Jacken-Sew-Along 4: Endspurt

Es geht weiter mit dem Herbst-Jacken-Sew-Along von Karin (Dreikah) und Chrissy (Chrissys-Naehkaestchen).

Thema:
Was habe ich bis hierhin geschafft? Was fehlt noch? Brauche ich eure Hilfe oder einen Motivationsspritze?

Ich nähe die Minoru Jacke von Sewaholic. Hier geht es zum ersten,   zweiten  und dritten Teil des Sew-Alongs.

Ich habe diese Woche so gut wie nichts genäht. Eine neue Idee für den Blog hält mich zur Zeit sehr auf Trapp und so bleibt das von mir geliebte Nähen leider etwas auf der Strecke.

Zum Glück haben wir aber ja noch etwas Zeit und ich schaffe es hoffentlich noch zum Finale. Mein aktueller Stand:

Oberstoff und Futter sind zusammen genäht -
Es sieht schon aus wie eine Jacke

Dank des tollen und sehr ausführlichen Sew-Alongs von Sewaholic lässt sich die Jacke sehr gut nähen und auch das kniffelige Annähen des Ärmelfutters wurde super erklärt.

Schon jetzt, obwohl die Jacke noch nicht fertig ist, weiß ich, dass ich die Jacke tragen werde bis sie auseinander fällt, so eine selbstgenähte Jacke ist doch was ganz anderes als eine gekaufte.

Eigentlich fehlt mir nicht auch mehr soviel bis zur fertigen Jacke. Ich muss noch das Gummiband an der Taille annähen, damit die Jacke mehr auf Figur gehalten wird, dann unten noch den Saum nähen und fertig. Bin zuversichtlich, dass ich das im Laufe der kommenden Woche schaffe.

Bin mir nicht sicher, ob die Jacke nicht jetzt schon zu dünn ist. Die letzten Tage war es hier sehr kalt und ohne meine Walkjacke wäre ich nicht ausm Haus. Drückt mir die Daumen, dass es nochmal etwas wärmer wird.

Die anderen Herbst-Jacken seht ihr bei dreikah.de

Muriel

Freitag, 7. November 2014

Halloween - die Spinnenfrau

Ich wolle mir schon lange mal ein schwarzes (Samt)Korsett nähen. Der Stoff liegt schon seit 2012 bereit. Es ist ein Reststück von meinem bodenlangen Abendkleid. Das schöne an Korsetts ist ja auch, dass diese so wenig Stoff brauchen - mit 60-80cm ist man dabei.

Jetzt endlich konnte ich Halloween als Anlass nehmen, dass ich dringend ein Samtkorsett brauche. Für Halloween dieses Jahr stand nämlich meine Verwandlung in eine Spinnenfrau an. Den dazu passenden Rock hatte ich schon letztes Jahr genäht. Dieser besteht unter anderem aus einem schwarzen Tüll mit roten Samt-Spinnenweben drauf.

Zurück zum Korsett:
Bei dem Rockschnitt war praktischerweise auch ein Korsettschnitt dabei. Simplicity und ich passen ja hervoragend zusammen. Bei keiner anderen Schnittmusterfirma muss ich so wenige Änderungen machen - yeah. Trotzdem bin ich erst mal auf Nummer sicher gegangen und habe ein Probeteil zusammengezimmert.
Im Gegensatz zu meinem sonst genähten Korsettschnitt Silverado (Laughing Moon) fehlem dem Simplicity Schnittmuster die Taillenmarkierung, welche ich besonders bei einem Korsett als sehr wichtig ansehen. Nur bei 2 Schnitteilen gab es dazu eine Angabe. Einen weiteren Minuspunkt gibt es dafür, dass der Schnitt kein Futter vorsieht und so die Korsettstabtunnel direkt auf der Haut liegen. Meine Variante besteht insgesamt aus 3 Lagen Stoff: Samt (Oberstoff), Baumwolle zum Stabilisieren des Samts und feste Baumwolle als Futter.

Ich habe meine übliche Simplicity Größe abgepaust und war überaus überrascht, dass es so gut gepasst hat. Ich musste nur über der Brust zwei Nähte um ca. 3mm versetzen und das war alles.

Normalerweise haben Korsetts vorne eine Schließe, dieser Schnitt jedoch nicht. Eigentlich wollte ich eine hinzufügen aber jetzt gefällt mir die geschlossene Vorderansicht so gut, dass ich es mal ohne Schließe wage. Heißt aber auch, dass ich (eher gesagt Mann) jedes Mal das Korsett komplett neuschnüren darf, da ich ansonsten keine Chance haben rein zu kommen.

Auf die Anleitung habe ich komplett verzichtet - Korsett nähen ist sehr einfach und wenn man eins genäht hat, sollten sich weitere sehr easy nähen lassen.

Schnitt: Simplicity 5006  
Material: Samt, BW-Stoff zum stabilieren des Samts, Fahnentuch als Futter, Stäbe (zwei verschiedene), Fimo.
Änderungen: Mininahtänderung über der Brust
Fazit: Das Korsett mit der geschwungenen obersten Kante gefällt mir sehr gut. Könnte mir noch weitere Varianten vorstellen. Ungewohnt ist, dass das der "Rückenausschnitt" so tief ist.

Muriel

Mittwoch, 5. November 2014

MeMadeMittwoch: Endlich ein passendes Shirt

2012 habe ich bei einem Trip nach Kalifornien einen Abstecher zu Super Buzzy gemacht. Der Stoffladen hat sich auf japanische Stoffe spezialisiert und passte damit perfekt in mein Beuteschema. Ich habe damals auch ein paar Bilder in dem Lager gemacht. Ich muss zugeben, dass ich immer noch nicht alle Stoffe von dort verarbeitet habe aber das kommt noch irgendwann.

In der Zwischenzeit ist zumindest ein Rock daraus entstanden. Der Rock hat zwei Nahttaschen und einen Reißverschluss in der hinteren Mitte ohne Mittelnaht.
Bisher habe ich mangels Auswahl den Rock immer mit einem lila Oberteil getragen.
Leider beißt sich Lila ganz fürchterlich mit meinem inzwischen wieder roten Haaren. Jetzt habe ich endlich wieder ein passendes Shirt - nämlich in grün. Das war so nicht geplant und ist mir erst aufgefallen als ich nach Kombination zu dem neuen grünen Shirt gesucht habe. Dazu dann noch grüne Schuhe und fertig ist die Kombination.
Der Shirtschnitt ist ein ganz normaler Oberteilschnitt. Ich habe nur den Ausschnitt vergrößert. Der Stoff ist ein Thermojersey von Extremtextil.

Oberteil:
Schnitt: Burda k.A. welche Ausgabe das war - könnte dieser Basicschnitt gewesen sein.
Material: Thermojersey
Änderungen: Rundhalsausschnitt, Ausschnittbündchen 5cm breit inkl. 1cm NZ
Fazit: Den Schnitt könnte ich mir sehr gut als T-Shirtbasisschnitt vorstellen. Allerdings würde ich beim nächsten mal am unteren Saum und den Ärmeln noch 2cm hinzufügen.

Rock
Schnitt: Burda 133 06/2010
Material: 50cm Echino-Stoff, Futter, Samtband und Spitze.
Änderungen: Abnäher verlängert, Rock gekürzt und gefüttert, Eingriffstaschen verkleinert.
Fazit: schneller Basisrock gut geeignet für gemusterte Stoffe.

Hier geht es zu den anderen MeMadeTeilnehmerinnen.

Muriel

Samstag, 1. November 2014

Die Burda Anleitung und ich....

In der Oktober Burda 2014 war ein tolles Wasserfall-Jerseykleid mit einem angedeutetem amerikanischen Schnitt drin. Normalerweise dauert es bei mir sehr lange bis ich was aus einer Burda nähe aber dieses Mal wollte ich unbedingt einen inzwischen gut abgelagerten Jersey verarbeiten und auf der Suche nach einem passenden Schnitt für den leichten Glitzerjersey bin ich an dem Schnitt hängen geblieben.

Normalerweise hätte ich mir nie einen Glitzerjersey gekauft aber  hat an dem Tag als wir uns bei einem Nähtreffen kennengelernt haben ein schönes Kleid aus diesem Stoff an und an ihr fand ich den Stoff sehr toll. Natürlich musste ich sie gleich da nach fragen, wo der Stoff her ist (Karstadt).

Der ursprüngliche Burdaschnitt ist unten eher eng und ich hatte Sorge, dass sich bei dem dünnen Jersey das Untendrunter ungünstig abzeichnen könnte. So habe ich den unteren Rockteil durch den Rockteil von Toni (Milchmonster) ersetzt und damit einen leicht ausgestellten Rockteil erhalten.

Mit den Jahren habe ich schon viele Burda Schnitte genäht, so dass ich oft auf die Anleitung verzichten kann. Bei dem besonderen Ausschnitt musste ich mich an die Anleitung halte, welche ich aber leider überhaupt nicht verstanden habe. Die Beschreibung wie man Naht zwischen Rückenteil und Wasserfallvorderteil macht wollte mir einfach nicht einleuchten. Am Ende habe ich so lange selber rumprobiert, bis ich eine Variante gefunden habe, die der in der Burda ähnlich sah.
Zum Glück war dieses Mal das Bild in der Burda aussagekräftig .... ist ja nicht immer so. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Burda absichtlich möglichst auffällige Muster verwendet, so dass man keine Chance hat vom eigentlichen Schnitt was zu entdecken... und falls dem doch so wäre wird das Model lieber hinter einem Baum oder hinter eine Scheibe drapiert :-)

Ausschnitt im Detail
Nach dem die Ausschnitt-Hürde überwunden war, konnte der Rest des Kleides ohne Probleme genäht werden. Weil es so einfach war, habe ich bei der Anprobe während des Nähens nur darauf geachtet wie der Ausschnitt fällt und dabei übersehen, dass unter dem Arm bis zur Taille zu viel Stoff da ist. Da hätte ich noch einiges wegnehmen können. Das ist mir erst aufgefallen als ich die Fotos gemacht habe und mich gewundert habe, dass da unterm Arm Stoff absteht wenn ich die Arme hebe *menno*.

Mein Jersey ist relativ dünn und trotzdem zeichnenen sich die vielen Stofflagen am vorderen Armausschnitt unschön ab. An der Stelle liegen vier Stoffschichten übereinander, im hintern Armausschnittbereich sind es nur zwei. Aber durch den gedoppelten Wasserfallausschnitt sind es nun mal so viele Schichten. Mir gefällt da die Ausschnittvariante des Bronte-Tops von Jennifer Lauren besser, allerdings ist der auch ohne Wasserfall. Auch glaube ich, dass ihre Variante stressfreier zu nähen ist.

Bei der ersten Anprobe habe ich festgestellt, dass der Jersey sich an manchen Stellen unschön abzeichnet und so werde ich wohl das Kleid nur in Kombination mit einem Unterkleid anziehen können.

Schnitt: Oberteil = 105 10/2014 Burda. Rockteil = Toni (Milchmonster)
Material: Jersey (Karstadt)
Änderungen: die überlangen Ärmel um 15cm gekürzt, Rockteil ersetzt und 4cm gekürzt.
Fazit: Bin mir nicht sicher, ob ich das Kleid in der Kombination noch mal wieder nähe. Gerade die dicke vordere Armausschnittnaht gefällt mir nicht. Außerdem braucht es für den dünnen Jersey dringend ein Unterkleid.


Muriel
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