Dienstag, 30. Juli 2013

Arrrrghhhh, ich geb auf :-(

Ja, ja mein nächtliches Schnitt entwickeln eines Teller-Hosenrocks ist kläglich gescheitert *schnief*

Ja, das ist eine Hose :-)
Vor kurzem habe ich Euch von meiner Idee zu einer Hose, die aussieht wie ein Tellerrock geschrieben. Ja, damals war ich frohen Mutes :-(

Mein Probe"rock" aus einer alten Gardine war geglückt und so habe ich mutig einen richtigen Stoff verwendet. Zugeschnitten war schnell, diesmal sogar mit Tasche (in Pink :-)) auf einer Seite. Schon beim ersten Zusammenstecken hatte ich erste Zweifel, ob das nicht etwas eng werden könnte. Habe diese aber ignoriert, da ich den Schnitt als richtigen Tellerrock bereits genäht hatte und dieser gepasst hat.

Ich habe alles schön versäubert, Bund dran genäht und wollte als letztes den Reißverschluss in die Seitennaht nähen.... und dann passierte es: Dank des Schrittes hatte ich keine Möglichkeit den Rock so weit in die Taille zu bringen, wie es nötig gewesen wäre, dass ich eine Chance habe, die Seitennaht zu schließen. Arrgh! Da fehlen mind. 3cm!

Nach einigen Fluchen und Überlegungen kam ich darauf, was schief gelaufen ist. Ich habe die Schritthöhe an and einer meiner normalen Hosen gemessen und nicht gedacht, dass der Rockschnitt, den ich dafür verwendet habe, ja auf der Taille sitzt, somit war der Schritt nicht tief genug. *grummel*

Naja, immerhin bin ich auf dem richtigen Weg aber ein tragbares Teil wird da leider nicht mehr draus. Ich werde wohl noch mal von vorne anfangen müssen und den Schnitt nochmal in einer großer Größe anpassen müssen *noch mehr grummel* Momentan fehlt mir aber dafür völlig die Motivation.

Ich werf das blaue Monster erst mal in die Tonne...

Extra für Euch habe ich mich mal
unvorteilhaft hingestellt, nur so sieht man,
dass das eine Hose ist.

Muriel
Nachtrag: Im Endeffekt hat es mit dem Schnitt und mir dann noch noch geklappt.


Samstag, 27. Juli 2013

Ich hab's getan

... oder tun lassen:
Ein Tragetuch zerschnitten. Und einen neuen mädchenhaften Sling gezaubert. Jetzt hat mein Mann und ich jeder seinen eigenen Sling.

 Ich hab mir zusammen mit einer Freundin ein 6er Tragetuch gekauft und sie musste schnibbeln, weil ich mich einfach nicht getraut habe.


Von Ihr hab ich auch den Tipp, mit Stylefix zu arbeiten, weil es sonst einfach zu frimelig wird,... es war trotzdem frimelig

Dann mit dem dreifach Gradstich 2x nebeneinander drüber geratter und fertig... (meint ihr das reicht? Oder soll ich jeweils noch einmal drüber) 



Tragebild mit Kind reich ich so schnell wie möglich nach!

(Ach und falls sich jemand wundert... ich bin eine richtige Mädchen-Mama geworden... Rosa hat echt seinen schrecken verloren... wobei ich bestehe drauf, der Sling ist rot!!! Nicht rosa...)

Kaddaa

Donnerstag, 25. Juli 2013

Buch: "Fit for Real People"

Ich habe vor kurzem über das tolle Buch "Pants for Real People" geschrieben. Zusammen mit diesem Buch ist das Buch "Fit for Real People" von  den selben Autorinnen bei mir eingezogen.

Wie ich vielleicht schon mal geschrieben habe, habe ich ein Faible für Näh-Grundlagenbücher. Schnittanpassung, finde ich, ist ein sehr spannendes Thema, bei dem ich noch viel lernen kann.

Das Buch "Fit for Real People" erklärt auf 256 Seiten sehr detailliert, wie Frau sich Schnitte auf ihre individuelle Figur anpassen kann. Die auf den Bildern gezeigten Kleidungstücke sind nicht unbedingt up-to-date, aber dies spielt, da die Schnittanpassung im Vordergrund steht, auch keine Rolle. Ein Bahnenkleid ist immer noch ein Bahnenkleid und Röcke sind auch nur Röcke.

Wie auch schon bei dem Hosenbuch finde ich es sehr gut, dass die Schnittprobleme an echten Frauen gezeigt werden, von Jugendliche bis Rentnerin wird jedes Frauenmodell in Größe und Breite gezeigt.

Inhalte des Buchs:
  • Geschichtliches zu Schnittmustern und Größenbezeichnungen auf Schnitten (fand ich sehr interessant)
  • Analyse des eignen Körpers (will ich unbedingt mal noch machen)
  • Schnittanpassung am Schnitt
  • verschiedene Arten der Schnittanpassung
  • Zehn Schritte zum perfekten Sitz
  • Schnittänderungen nach Region (Länge, Weite, Rücken, Nacken, Brust, Abnäher, Oberkörper, Armlöcher....)
  • und vieles mehr

Beispiel:
Schnittüberprüfung
vor dem Zuschneiden
Begleitpersonenkleid -
hier in fertig
Ungewohnt für mich ist, dass in dem Buch die Schnittmuster ausgeschnitten werden und für die Änderung zusammengesteckt werden. Ich pause meine Schnitte immer auf Folie ab, damit ich immer das Original-Schnittmuster habe und im Notfall auch noch eine andere Größe verwenden kann. Meine verwendete Folie ist etwas stärker als das US-Schnittmusterpapier, aber bisher kam ich damit gut zurecht. Beispiel siehe rechts. Ich könnte es glaube ich nicht übers Herz bringen und meinen Schnitt "zerschnippeln"... Wobei, in dem Buch wird auch sehr gut erklärt, wie man die richtige Größe ermittelt, bevor man seinen Schnitt "zerstört".

Einer der vielen Aha-Momente für mich waren die für einen Rundrücken notwendigen Änderungen. 1. habe ich das bisher immer falsch gemacht und 2. versuche ich seitdem, meine Haltung zu verbessern. So kann ich mir einiges an Schnittanpassung sparen, da der Rundrücken sich nicht nur auf das hintere Schnittteil und die Schulternaht, sondern auch auf das Vorderteil auswirkt. Also heißt es ab jetzt für mich gerade sitzen und Schultern nicht so nach vorne fallen lassen. :-)

Das Buch ist eine tolle Unterstützung für mich beim Anpassen von Schnitten... denn wenn ich schon nähe, dann möchte ich auch, dass es mir passt. Manche können das ohne Buch, ich bin sehr froh, das Buch gefunden zu haben.
 
Schön finde ich auch, dass zu vielen Problemen mehrere Lösungsansätze gezeigt werden und man selber wählen kann, welche einem am besten liegt.

Die Mischung aus Zeichnungen und den vielen Bildern von echten Frauen, vor und nach der jeweiligen Änderung am Schnittmuster und auch am Stoff gefallen mir sehr und lassen sich sehr gut in der Praxis verwenden. In dem Buch sieht man vom ursprünglichen Schnitt bis zum fertigen Kleidungsstück jeden schnittanpassungstechnischen Schritt.

Wer sich für Schnittanpassungen interessiert, sollte sich dieses Buch unbedingt mal anschauen.

Muriel


Montag, 22. Juli 2013

Strassburg - Stoffliebe

Ich habe Euch noch nie von meinem absoluten Lieblings-Strasburg-Stoffladen erzählt, oder?!

Vor ein paar Tagen haben wir Mädels mal wieder einen Ausflug ins schöne Strasburg unternommen. Ach, es ist einfache eine tolle Stadt und abseits der Touristenroute gibt es so viele schöne Ecken, Häuser und kleine Läden zu entdecken.

So bin ich vor Jahren durch Zufall auf den kleinen Laden "Petite Emilienne" gestoßen. Der Laden ist einfach toll. Dieser ist zwar der kleinste Stoffladen, den ich kenne, aber die Stoffe dort sind etwas ganz besonders.
Gerade bei schönen (erwachsenen) gemusterten Stoffe gibt es eine sehr gute Auswahl.
Die Qualität der Stoffe ist ein Traum. Eigentlich wollte ich nur ein kleines Stoffstücken, so als Andenken an den tollen Ausflug, mitnehmen aber es kam anders.

Ich konnte mich absolut nicht entscheiden, ob ich den blauen-weiß-orangen gemusterten Stoff oder den grünen Punktestoffe mitnehmen sollte und als ich dann noch die tollen Schrägbänder entdeckt habe, ging es nur noch darum, dass ich nicht von allen was mitnehmen. :-)

Schweren Herzens habe ich mich für nur zwei Schrägbander, eine Paspel und die beiden Stoffe entschieden. Ich kaufe sonst keine Kauf-Schrägbänder, weil mir diese meistens  zu steif bzw. zu hart sind. Die Schrägbander von Petite Emilienne sind "butterweich" und ich freue mich schon aufs Verarbeiten. Bin am überlegen, ob ich die Bänder evtl. auch vorwaschen sollte. Wascht ihr Bänder (Schräg / Paspel) vor dem Verarbeiten?

So und jetzt noch ein paar Bilder:
Stoff - liebevoll eingepackt

Meine Ausbeute

Schrägband - oben = normale Baumwolle, unten = Batist

grüner Pünktchenstoff mit farblich passender Paspel

Der Laden hat auch eine (französische) Webseite:
http://boutique.petite-emilienne.com Anmerkung Mai 2015: Die Webseite/ den Laden gibt es nicht mehr.

Muriel

Samstag, 20. Juli 2013

Sommerschlafsack

Heute ganz spontan ist ein Sommerschlafsack entstanden.

Hier haben wir immer das Problem: mit Schlafsack zu heiß ohne zu kalt!
Letztes Jahr hatten wir einen Strampelsack, solche gibt es aber wohl nur für Neugeborene, also muss die Mama schnell an die Nähmaschine.
Einfach Schlafsack, für die Größe, auf den doppellagigen Jerseystoff gelegt und ein Viereck zugeschnitten, mit der Overlook einmal drum rum und ein Büdchen oben dran.
Fertig! (in ca. 15 min)

(und dann auch ganz schnell gepostet / dass ist nämlich aktuell das größere Problem, ich find einfach nicht die Zeit die genähten Sachen zu posten)

Aktuell ist es aber selbst hierfür zu warm.

Kaddaa

Mittwoch, 17. Juli 2013

Nachts im Nähzimmer...

... ja, es gibt ab und zu Schnitte, die mich nicht mehr loslassen und sofort genäht werden wollen. Letzte Nacht war ich noch spät an nähen, da hat Mann schon mehrere Stunden selig geschlummert hat, aber was macht Frau nicht alles für ein neues dringend "notwendiges" Kleidungstück. :-)

Das Ganze fing vor ein paar Monaten ganz harmlos an, als ich von einem vermeintlichen Tellerrockschnitt las, nach dem Näherinnen aus der ganzen Welt ganz verrückt sind. Habs erst nicht verstanden, was an dem Tellerrock so besonders sein soll, aber ich hatte ein wichtiges Detail übersehen... es ist gar kein Rock, es ist eine Hose! Der Schnitt sind die Tania Culottes von Megan Nielsen. Besonders die blaue Variante hat es mit angetan.

Doof nur, dass das ein australischer Schnitt ist, der in sehr vielen Shops seit längerem ausverkauft ist bzw. dort, wo es ihn überhaupt noch gibt, mit Gold aufgewogen wird, aber zum Glück sind wir Näherinnen so gut vernetzt.
Bei meiner Suche nach dem Schnitt stieß ich auf den niederländischen Blog Petit Main Sauvage auf dem beschrieben wird, wie man einen solchen Schnitt selber erstellt.

So kam es, dass ich abends um 22:40Uhr nach einem tollen Konzert noch am Zuschneidetisch stand um den Schnitt noch kurz auszutüfteln...
... und wenn ich schon am Schnitt basteln bin, kann ich ihn auch gleich  zuschneiden. Ein Probestoff (alte Gardine) war schnell gefunden
... und wenn ich schon zugeschnitten habe, kann ich auch gleich probeweise nähen
... und wenn ich jetzt (inzwischen ist schon ein neuer Tag angebrochen) feststelle, dass noch eine Änderung notwendig ist, dann mach ich die auch noch schnell
... mhmmmm, irgendwie hängt der Schritt doch noch etwas sehr tief...
.... also zurück an den Zuschneidetisch und mal schnell den Schritt ein paar cm nach oben versetzt
... und wenn ich das jetzt schon am Schnitt geändert habe, kann ich die Änderung auch gleich aufm Stoff machen.... also alle vier Schrittteile abgeschnitten und "formschön" ein paar cm höher wieder angenäht...
... jetzt siehts super aus...  aber mit einer kleinen Einschränkung.... da der Saum doch um einiges zu lang ist, kürze ich das eine Tellerrock-Hosenbein um 25cm....
... weil dann aber der Schnitt doch etwas kurz geraten ist, kürze ich das zweite Bein um nur 20cm.... (Ja, für solche Aktion sind Probeteile gedacht :-))
.... jetzt sieht es gar nicht soooo schlecht aus. Der Tellerrock fällt schön und die Kellerfalte in der v. und h. Mitte verdeckt den Schritt. Toll! Jetzt nur noch schnell die Änderung auf den Schnitt übertragen und versuche dabei den Blick auf die Uhr zu vermeiden.
Zufrieden schaue ich, ob Mann zufällig mitten in der Nacht wach ist, um ihm von meinen neuesten Erkenntnissen zu berichten, leider habe ich da komischeweise kein Glück. Naja, musste mich dann noch etwas selber im Spiegel "beglückwünschen", bevor ich mich endlich Richtung Schlafzimmer bewegt habe.

Dem tragbaren Proberock steht nichts mehr im Wege... ich halte Euch auf dem Laufenden.

Muriel

Nachtrag:... und so ging es weiter.

Montag, 15. Juli 2013

Mittelaltermarkt: so renn ich dort rum :-)

Vor kurzem war bei uns ein Mittelaltermarkt in der Nähe und da musste natürlich eines meiner "Pseudo"-Mittelalteroutfits mit. Entschieden habe ich mich für mein grün-türkises Schnüroberteil mit meinem momentanen Lieblingsrock.

Leider meinte es das Wetter zu gut... es war sehr heiß und mit den Ärmeln ist mir ganz schön warm geworden. Vorsatz, für den nächsten Markt brauche ich was mit kürzeren Ärmeln.

Es waren auf dem Markt, der über die ganze historische Innenstadt verteilt war, sehr viele schöne Mittelaltergewandungen unterwegs. Habe schon wieder ein paar Ideen. Ein paar noch nicht genähte Schnitte zum Thema Mittelalter habe ich auch noch rumliegen.
Ach, hätte ich doch nur mehr Zeit.

Oberteil: Vogue 7733
Rock: Simplicity 5006
Tasche: von einer Steampunk-Convention

Muriel

Freitag, 12. Juli 2013

Elefanten fürs Glück

Eigentlich habe ich mir ja selbst ein Stoffkaufverbot auferlegt aber die letzten Wochen waren so stressig, dass ich der Ansicht war, dass ich mir unbedingt eine kleine Belohnung verdient habe und so ist der süße Elefantenstoff samt passendem grünen Stoff bei mir gelandet. Sind die Elefanten nicht super süß?

Entstanden ist daraus ein kleines Reißverschlusstäschen, ein ideales Projekt für zwischendrin. Völlig stressfrei und super schnell. Eigentlich eher ungewöhnlich für mich, dass ich neuen Stoff direkt verarbeite. Normalerweise darf er bei mir erst mal "reifen" :-) Diesmal gings noch am selben Tag los.

Mann und ich besuchen regelmäßig Freunde zum gemeinsamen Spieleabend, selbstverständlich müssen da dann auch unsere eigenen Würfel mit. Bisher hatten die Würfel kein richtiges zu Hause. Jetzt wohnen sie zusammen mit weiterem Spiele-Zubehör in meiner neuen kleinen Elefantentaschen.

Material: Leinen (Elefanten), grüne BW, Reißverschluss und Zackenlitze alles von Maja-Stoffe
Schnitt: frei Schnauze, Anleitung nach noodle-head.com
Fazit: Ach, ich mag Reißverschlusstäschchen. Geht schnell und kann Frau immer für irgendwas brauchen :-)

Muriel

Mittwoch, 10. Juli 2013

Die Knipp ist gegen mich

Das erste Mal, dass ich von der Nähzeitschrift Knip gehört habe, ist inzwischen ein paar Jahre her aber ich habe immer noch keine einzige Ausgabe. Wie kommt es?

Das ganze Jahr über entdecke ich immer wieder in anderen Blogs tolle Knipp-Kleidungsstücke  und denke, wenn ich das nächste Mal in BeNeLux oder einem Flughafen bin, dann kaufe ich mir endlich auch mal eine Knipp-Zeitschrift. Ja, aber wirklich jedes Mal wenn ich die Gelegenheit hatte in eine Knip rein zu schauen waren da nie die tollen Modelle drin, die ich in den Blogs gesehen hat.

Warum wohl.... ich habe mir überlegt, dass es evtl. das gleiche Phänpmen wie bei der Burda sein könnte. Da schau ich in die Zeitschrift und denke sehr oft, da ist nichts für mich dabei. Weil die Fotos oft so so "wunderbar" aussagekräftig sind. Später entdecke ich dann irgendwo ein genähtes Kleide/Hose/ was auch immer und muss dann verwundert feststellen, dass das ein Schnitt aus der von mir verschmähten Burda ist. So kommt es auch, dass ich immer wieder bei Burda den Nachbestellservice in Anspruch nehmen darf.

Vielleicht ist es bei der Knip ähnlich. Das eigentliche Potential muss erst von andern Näherin entdeckt werden.

Wer weiß vielleicht sollte ich mir doch einfach meine Knip kaufen, dann habe ich auch eine und vielleicht endeckte ich dann auch das Geheime Potential :-)

Muriel

Montag, 8. Juli 2013

Sommermama-Sew Along - Finale????



8. Juli - Finale 

here we go - Das ist es, mein Sommerkleid! Es ist so wie ich es mir gewünscht habe! Oder? Was sagt ihr?
Ich bin stolz auf mein Kleid und jetzt auf in den Sommer! :-)

Was schon? Hier sind keine Anzeichen für ein Finale... und dass wo ich schon letzte Woche verpasst habe..
Meine Ausreden zu meiner Entschuldigung: wir waren in Urlaub, es war viel zu heiß zum nähen, laut meinem Mann gab es wichtigeres zu tun, unser Internet ging ein paar Tage nicht und mein Papa hatte ein runden Geburtstag.

Verzweifelt habe ich dann vorletzte Woche noch mit einem Smockkleid angefangen, damit ich wenigstens irgendetwas vorzuzeigen habe... aber zu meiner Schande, auch das ist nicht fertig geworden...

Nun als erstes zu dem eigentlichen Kleid.


Den Schnitt hab ich dank der Schneiderin angepasst bekommen... bzw. am Schnitt sind wir wirklich nicht weitergekommen, d.h. wir haben das Probeteil angepasst also wieder verlängert und die Abnäher endlich an der richtigen Stelle und ich habe die Änderungen auf den Schnitt übernommen (die unterschiedlichen Stofffarben haben nichts zu bedeuten, dass war nur weil ich kein grauen Stoff zum Ansetzen dabei hatte.)


Heute hab ich dann angefangen das Oberteil zu zuschneiden (davon gibts noch keine Fotos), ich hoffe mal, dass das nähen dann kein Problem mehr sein dürfte.

Der Stoff, fast wie beim Original

Bisher hab ich in der Anleitung noch keine Angaben zum Tellerrock gefunden... aber im Zweifel werden wir das mit unserer "profisionellen Art" schon selbst ausgerechnet bekommen.

Aber bis zu einem Finale muss hier noch einiges getan werden... gibt es vielleicht sowas wie ein Finale der Herzen... also so 2 Wochen bräuchte ich noch... (ich erwarte jetzt mal nicht, dass mein Mann morgen sagt: Ach Schatz... wie wärs wenn du dich heute mal einen ganzen Mittag an die Nähmaschine setzt... und den Samstag gebe ich dir auch noch....)

So dann zu meinem Smockkleid... (ich hab tatsächlich vor Muriel angefangen, die ja gestern auch ein Smockkleid gezeigt hat):



 Ich denke etwa doppelt so viele "Smockreihen" werde ich noch werde ich mindestens noch brauchen.

Und hier geht es zu den anderen Sommermamas (die hoffendlich erfolgreicher waren wie ich) und ihren tollen Kleidern

Eure Kaddaa

Sonntag, 7. Juli 2013

Das Tatortkleid


Ja, der gute alte Tatort, der ist immer wieder für was gut. Dieses Mal hat er mir zu seinem neuen Sommerkleid verholfen, aber jetzt erst mal zurück auf Anfang.

Von meinem diesjährigen Trip in die USA habe ich unter anderem einen tollen leichten Baumwollstoff mit bereits gerafftem Stoffteil mitgenommen.

Der Stoff hat mir auf den ersten Blick gefallen und ich musste einfach einen Meter davon mitnehmen. Während also die Tatortkomisare ihrer Arbeit nachgingen, hing ich an der Nähmaschine.

Das Kleid war wirklich schnell genäht, in der Zeit waren die Kommisare noch nicht mal annähert der Lösung ihres Falles nahe :-)

Erster Schritt war das Nähen der Seitennaht. Wäre ich 10cm größer wäre ich jetzt auch schon mit dem Kleid fertig gewesen, da der obere und untere Saum auch schon versäubert waren, so aber musste ich noch die untere Borte um 10cm höher setzten, dass hat wesentlich länger gedauert als der Rest aber jetzt passt es.


Inzwischen ärgere ich mich ein bißchen, dass ich von den vielen "vorgerafften" Stoffen in dem Laden mir nicht noch andere Motive mitgenommen habe. Der Stoff hat eine tolle Qualität und Frau spart sich das   Raffen. Mhmm, kann jetzt nichts mehr machen. Bei uns habe ich solche Stoffe bisher noch gesehen.

2011 habe ich schon mal ein ähnliches Kleid genäht allerdings musste ich das selber mit Gummifaden das Oberteil raffen.

Muriel


Freitag, 5. Juli 2013

Zwergenmütze

Für eine schwangere liebe Kollegin habe ich ein kleines Mützchen für ihren Nachwuchs genäht.

Schnittmuster war (mal wieder) die Zwergenmütze von Schnabelina. Ich hab die kleinste Größe genäht, hoffe es passt.

Geschenkverpackung
Beim Annähen des unteren Bündchens war ich zu  faul die Cover rauszuholen. Die Naht ist ja nur ein paar cm lang und dafür umfädeln... nööööö und so habe die kurze Naht stattdessen mit dem dreifach-Gradstich der Nähmaschine genäht, das ging auch sehr gut.

Schnitt: Zwergenmütze von Schnabelina (Link geht zum PDF) inkl. Videoanleitung.
Stoff: Hamburger Liebe Jersey, Bündchen
  Meine erste Variante gibts hier zu sehen.
Material: Jersey und Bündchenstoff
Änderungen:  keine
Fazit: Der Schnitt eignet sich toll zum verarbeiten von Jerseyresten und ich denke, ist auch ein nützliches Geschenk.
  Meine erste Variante gibts hier zu sehen und Ver. 2 +3 hier.

Muriel

Mittwoch, 3. Juli 2013

Buchbesprechung: "Hosen, die gut sitzen" und Pants for Real People

Vor kurzem hat Mann eine neue Hose gebraucht und wir haben leider keine schöne Kaufhose gefunden. Also "musste" ich ran :-) Man könnte auch sagen, ich habe ihm die selbstgenähte Hose aufgedrängt... nur weil ich schon länger mal eine Hose nähen wollte.

In der Bücherei habe ich das Buch "Hosen, die gut sitzen" gefunden. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Viele nützliche Bilder. Es wird nicht nur das Nähen beschrieben sondern auch, wie man einen Schnitt anpasst und vorallen Dingen erkennt was an welcher Stelle geändert werden muss. Gefallen hat mir das Kapitel zum Nähen des Hosenschlitzes (auch wenn ich da umdenken muss, da im Buch eine Frauenhose genäht wird) und das Kapitel zu der Taschenuhrtasche.

Das Nähen der Hose wird in diesem Buch sehr ausführlich und mit vielen Bildern Schritt für Schritt erklärt. Auch im Hobbyschneiderinnen-Forum findet man viel Lob zu dem Buch.
Ich hätte mir das Buch gerne gekauft, leider gibt es das deutsche Buch im Netz nicht für unter 60€ und soviel ist mir das Buch auch nicht wert.
Die englische Orginalausgabe von Singer gibt es inkl. Versand aus den USA für 20€ (gebraucht über Händler). Habe leider keinen Link zum Verlag gefunden, deshalb hier der Link zu dem Buch auf Amazon.

Da leider die Bücherei irgendwann ihr Buch wieder haben wollte, musste ich mich auf die Suche nach einer Alternative machen und bin auf das Buch "Pants for Real People" gestoßen. Das ist die große Schwester von dem Buch "Pants for Any Body".
Zu "Pants for Real People" habe ich online eigentlich nur gutes gefunden und auch mir gefällt das Buch sehr gut. Es gibt zahlreise Fotos und viele Zeichnungen.
Es werden die Hosen an der Person vor der Änderung gezeigt, dann welche Änderungen wie gemacht werden müssen und nach der Änderung gezeigt, so dass sich die Problemfälle und die jeweilige Lösung gut nachvollziehen lässt.
Toll finde ich, dass die im Buch gezeigten Models ein großes Größenspektrum abdecken, da ist jede "Problemzone" dabei,egal ob er Po ist zu flach ist oder zu rund ist.

Folgende Themen werden u.A. in dem Buch behandelt:
  • geeignete Stoffe
  • Anpassung des Schnittmusters
  • Vorbereitungen  vor dem Nähen
  • Hosenabnäher
  • Hosenreißverschlüsse
  • Hosenbund
  • Taschen
  • Futter
  • dehnbare Hosen
  • Besonderheiten bei Jeans
  • Männerhosen
  • Anpassung von Hosen bei Gewichtsänderungen
Also falls jemand vor hat, sich ans Hosen nähen zu machen und bisher keinen passenden Schnitt hat, kann ich das Buch nur empfehlen.

Ich denke mit diesem tollen Buch kann ich mich auch mal an eine Hose für mich ran wagen. Eigentlich kann ja nichts mehr schief gehen.

Welche Bücher zum Thema Hose verwendet ihr

Muriel

Montag, 1. Juli 2013

Ohhh, ich bin verliebt - Simplicity 5006

Rock: Simplicity 5006
Ach, ich habe mich an einen meiner Rockschnitte getraut und bin begeistert. Es geht um Simplicity 5006. Zwischendrin hatte ich arge Zweifel und der Rock den Arbeitstitel "Tüllmonster" erhalten hat.

Erstmal zum Schnitt an sich: Schade finde ich bei dem Simplicity Schnittmustern, dass in den (englischen) Anleitung im Text nicht noch die Schnittteilnummern erwähnt sind, sondern nur der Name von dem Schnittteil. Bei Vogue und Co. steht auch die Schnittteil-Nr. dabei. Bei dem Rock gibt es insgesamt 3 Bünde (Mehrzahl von Bund?): 1 innenliegender aus 2 Schnittteilen und 2! außenliegende Bünde mit auch wiederum mehreren Schnittteilen und da kann man schon mal mit den Bezeichnungen durcheinander kommen.

Der Zuschnitt war auch sehr speziell: Der Stoff wurde nicht Webkante auf Webkante gelegt (wie es "normal" wäre) sondern Schnittkante auf Schnittkannte. Der Stoff liegt 1,50m breit bei 3,50m Länge und das hat leider nicht auf meinen Zuschneidetisch (aka Küchentisch) gepasst und ich musste auf den Boden umziehen.

Im Vorfeld hatte ich beschlossen, dass ich den Rock eh kürzen muss und gleichmal 80cm weniger Tüll bestellt, da mein Stoff eh breiter lag und ich kürzer bin als im Schnitt vorgesehen. Super Idee, am Ende durfte ich ein Unterrockschnitteil stückeln. Merke: bei US-Schnittmustern auf keinen Fall weniger Stoff kaufen, die sind da nicht annäherend so großzügig wie Burda. Egal, immerhin habe ich ausnahmsweise mal keine Stoffreste. Auch nicht schlecht.

Tüllunterrock
Der Oberrock war schnell genäht. Eine ganz andere Sache war da der Tüllunterrock (technische Zeichnung siehe Version C). Warum auch immer, dachte ich, dass ich nicht meinen Rufflerfuß zum Raffen verwenden sondern per Hand raffen werden, so ging mir die Arbeit wenigstens nicht aus aber ich bin mit dem Ergebniss sehr zufrieden. Zum Tüllnähen habe ich meine Geradstichplatte verwendet und eine 2er Stichlänge, das hat 1a geklappt.

Der Rock ist hauptsächlich für das braune Unterbrustkorsett gedacht und so habe ich mir den Highwaist-Bund gespart und nur den Rock mit dem Innenliegenden Bund genäht. Der Rock sitzt schön in der Taille und da es keinen außenliegenden Bund gibt, lässt das Unterbrustkorsett gut ohne störende Nähte darüber tragen.
Die Variante mit dem Highwaist-Bund mit Stäbchen finde ich dennoch sehr interessant, kann mir das aber nicht in Kombination mit Korsage darüber vorstellen. Dann hätte ich ja Stäbchen über Stäbchen an.... ob das so bequem wäre?!

Für den unteren Saum musste ich auf die großartige Hilfe von Mann zurückgreifen, ansonsten wäre der Rock hinten (wie bei Kaufröcken "Standart") hinten kürzer gewesen wie vorne, somit musste das geändert werden während ich den Rock anhatte. Heldenhaft hat Mann erst den 3,6m Oberstoff gepufft und dann noch den wesentlichen längeren Tüllunterrock gekürzt.

Am Schluss kam dann noch die Deko drauf. Zwei schmale Bänder, die ich bereits bei Unterbrustkorsett verwendet habe. So sieht man jetzt auch, dass Rock und Oberteil zusammengehören.


Schnitt: Simplicity 5006  Ver. B (Highwaist-Rock mit Unterrock) Gr. 10
(Gr.8 hätte auch wahrscheinlich ohne Änderung gepasst)
Material: BW-Leinen 3,50m, Tüll (weich) 3,00m, Reißverschluss (nahtverdeckt), Dekoband. Alles von Stoff und Stil.
Änderungen: Rockschnittteile und innenliegenden Bund enger gemacht, kein Highwaist-Bund verwendet, gekürzt 6,5cm. Reißverschluss nahtverdeckt.
Fazit: schöner weiter langer Rock (Saum ca. 3,60m), der sich gut kombinieren lässt.

Rock ohne was oben drüber
... und so gehört das Outfit eigentlich
Rückansicht

Bei dem Simplicity-Schnitt ist auch noch eine Korsage dabei. Bestimmt brauche ich diese auch :-)

Aber erst wird mein Rock noch etwas ausgeführt, auch wenn der Effekt es (weichen) Tüllunterrocks  nicht so groß ist, fühlt es sich beim Laufen einfach toll an. 
Ach ja, und das ist der
kurze Rock zu dem
Outfit

Muriel
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