Samstag, 30. März 2013

Mann hat für mich genäht :-)

Nähma-Stecknadelkissen
Ich habe auf anderen Blogs immer wieder tolle Nähmaschinen-Stecknadelkissen gesehen, aber mir irgendwie nie die Zeit dafür genommen.

Dank der Hilfe von Mann habe ich jetzt endlich auch eines. Befestigt wird das Kissen mit Knopflochgummi und einem Knopf. Dadurch, dass da Handarbeit von Mann drin steckt, finde ich das Kissen noch viel toller.

Jetzt darf ich nur nicht vergessen, die Nadeln aus dem Kissen in mein normales Handgelenkskissen zurückzustecken, sonst stehe ich mal bei einem Nähtreffen ganz ohne eigene Stecknadeln da. :-)
mein "Haupt"-Stecknadelkissen in Aktion

Muriel





Mittwoch, 27. März 2013

MMM: Roller an die Frau

Heute trage ich lila :-)

Highlight ist der Japan-Rock (mehr Bilder und Infos gibt es hier.). Der Rock ist aus einem Japanstoff, welchen ich mir aus den USA mitgebracht habe.

Wegen dem Muster kam nur ein einfacher gerade geschnittener Rockschnitt in Frage, fündig wurde ich in einer 2010er Burda.

Schnitt: Burda 133 06/2010
Stoff: 50cm  Baumwoll-"Japan"-Stoff , Futter, Samtband und Spitze.
Änderungen: Abnäher verlängert, Rock gekürzt und gefüttert, Eingriffstaschen verkleinert.

Mhmm, mir ist mal wieder aufgefallen, dass ich dazu neige eher auffällige / farbenfrohe Stücke (Röcke/ Kleider) zu nähen und mir dann aber einfach die passenden schlichten Sachen zum kombinieren fehlen.

Geht es Euch da evtl. genauso?

Hier der Link zu den anderen MeMadeMittwoch-Teilnehmerinnen.

Muriel

Montag, 25. März 2013

Sewaholic Schnittmuster: Jacke, Rock und Hose


*freu*hüpf* 

Endlich bin ich auch stolze Besitzerin von drei Sewaholic Schnitten. Vor kurzem gab es im Onlineshop einen Versandkostenrabatt und da musste ich einfach zuschlagen. Hätte gerne noch andere Schnitte aus der Serie gehabt aber, da die Schnitte nicht gerade günstig sind, habe ich mich etwas zurück gehalten und so sind nur ein Hosen-, ein Jacken- und ein Tellerrockschnitt in meinen Online-Einkaufskorb gewandert.

Freue mich besonders auf die Jacke: Diese ist schön lang, d.h. es zieht nicht von unten und hat sogar noch eine einsteckbare Kapuze. Dieser Schnitt gefällt mir seit ich ihn bei Sinje (Blogpost von Ihr gibt es leider nicht mehr) entdeckt habe. Die Jacke wird mein Sommerprojekt und ich hoffe bis es kühler wird, habe ich dann eine neue Herbstjacke. Werde in den nächsten Monaten nach passenden Stoffen Ausschau zu halten. Momentan schwebt mir ein klein oder dezent gemusterter Stoff in grau vor, aber noch hab ich ja Zeit. Ach ja, und einen Sew-Along zu dieser Jacke gibt es auch.

Der Hosenschnitt gefällt mir so gut, weil die Hose so schön locker geschnitten ist. Könnte mir diese gut für die Arbeit vorstellen. Hosen stehen ja schon ewig auf meinem Nähplan aber irgendwie nähe und trage ich lieber Kleider und Röcke. Man wird sehen... irgendwann bestimmt.

Der Rock "Hollyburn" ist mir in dem Blog MyMessings.com (mit Sew-Along-Anleitung) aufgefallen.
Mir gefällt besonders die Variante von bimbleandpimple.blogspot.com mit der Paspel. Vom Schnitt her ist es ein halber Tellerrock mit Bund und Taschen. Falls man motiviert wäre, ließe sich der Schnitt auch selber herstellen. Zum Erstellen eines Tellerrockschnitts habe ich hier schon mal was geschrieben.

Es fällt mir wirklich schwer nicht gleich einen der Schnitt zu nähen aber meine Festivaloutfits haben erst mal Vorrang.

Muriel

Freitag, 22. März 2013

Praxistest: Paspelfuß für Nähmaschine

Paspelfuß - groß -
Vor einiger Zeit ist bei mir ein richtiger Paspelfuß eingezogen.

Bisher habe ich Paspel mit dem nahtverdeckten Reißverschlussfuß genäht, der ja auch eine kleine Führungsrille hat. Bei den letzten Projekten war die Rille aber einfach zu klein, gerade wenn mehrere Stofflagen zusammen kamen.

Ich arbeite in letzter Zeit gerne mit Paspeln, finde sie geben, besonders bei einfachen Projekten noch ein bißchen Piff dazu. Beispiele siehe Tabelle unten.

Für die Pfaff / Gritzner Nähmaschinen gibt es zwei Paspelfüße zur Auswahl. Habe mich für den Großen entschieden. Für kleine bzw. schmale Paspeln werde ich weiterhin den schon erprobten nahtverdeckten Reißverschlussfuss verwenden.


Bei der Kosmetiktasche (siehe unten) habe ich noch mit dem nahtverdeckten Reißverschlussfuß gearbeitet und da kam der schon seine Grenzen.

Paspelfuß in Aktion:
Macht er das nicht ganz toll?
Paspel stelle ich meist selber her, weil ich mit gekauften Paspeln oft nicht zufrieden bin. Mal finde ich nicht die richtige Farbe, mal gefällt mir die Qualität nicht und selber machen dauert auch nicht wirklich lange.

Paspeln nähe ich immer in zwei Schritten an. Erstmal auf eine Stoffseite, damit die Paspel zwischen den Stoffstücken verrutschen kann und dann in einem zweiten Schritt lege ich den anderen Stoff noch darunter und nähe dann knapp neben der zuvor genähten Naht. So "verschwindet" dann die erste Naht und die Paspel sitzt.

Sinje von stichfaden.de hat eine sehr schöne Videoanleitung zum Erstellen und Nähen einer Paspel erstellt. Hier findet Ihr ihren Post und das Video.

Projekte mit Paspeln
Paspel an Ausschnitt und Gürtel
(noch nicht gebloggt)
Paspeln am Mantel,Tasche und
Hut
Paspel am Bund
Kosmetiktaschemit
Paspel Außenrum
Vogue Oberteil mit Paspel an den Teilungsnähten
Fotobella mit Paspel an den Kanten

Welchen Fuß verwendet ihr für Paspeln? Hab ihr noch weitere Tipps?

Muriel

Mittwoch, 20. März 2013

MMM: Rot-Weiß ist heute das Thema

Heute darf mein "unauffälliger" roter Rock mal wieder aus.

Ich kombiniere den Rock gerne mit einer weißen Bluse, rotem Top und rotem Schmuck (Kette von meiner Cousine und Armband von meiner Schwester *danke*).

Der Rock ist aus Alcantra und heute käme ich nicht mehr auf die Idee aus so was einen Rock zu nähen aber trotz, dass nur Handwäsche geht, trage ich ihn gerne.

Schnitt:
Burda 114 von 08/2004. Ein ähnlichen Schnitt gibt es von Burdastyle ("mein" Schnitt ist jedoch ohne Wickeloptik)

Hier schon mal gezeigt. Damals hatte ich nur schwarze Schuhe. Inzwischen sind rote Pumps bei mir eingezogen. Ich finde die passen besser zu dem Outfit.

Welche anderen Farben könntet Ihr euch in Kombination mit dem Rock noch vorstellen? 
Irgenwie trage ich immer nur weiß dazu.

so und hier gehts zu den anderen Me-Made-Mittwoch Teilnehmerinnen.


Muriel

Sonntag, 17. März 2013

Festival-Outfits: Steampunk-Stoffe stehen fest

Heller Stoff = Oberteil, Dunkel Brauner Stoff = Rock,
hellbrauner Stoff= Unterbrust Oberteil

Der Proberock wurde schon erfolgreich getestet und konnte es mit dem richtigen Rock los gehen und somit steht nun auch die Farb-und Stoffkombination für dieses Outfit (bestehend aus einem Raglan-Shirt, Unterbrust-Korsage, Tellerrock) fest.

Die beige Popeline und der dunkel braune Baumwollleinen sind von Stoff und Stil. Ich bin von der Qualität der Popeline alles andere als begeistert. Verglichen mit der weichen Popeline von Roter Faden ist diese nicht so super aber... bestellt ist bestellt und da muss ich jetzt durch.
Der hellbraune Stoff ist ausm örtlichen Stoffladen ein fester Twillstoff. Mann näht sich daraus einen Frack.

Muriel

Freitag, 15. März 2013

Mein neues tolles Bügelbrett

Bügelbrett
so groß wie
ich
Haha, wer hätte gedacht, dass ich als militante Anti-Büglerin mir mal ein Bügelbrett zulege, aber was tut Frau nicht alles für gute Nähergebnisse.

Meine bisherige Bügellösung mit einem dicken geerbten Bügeltuch auf dem Zuschneidetisch bzw. dem kleinen Ikea-Tischbügelbrett hielt meinen Anforderungen nicht mehr stand. Oft warf das Bügeltuch kleine Falten, Rundungen konnte nur mit sehr viel Mühe und Vorsicht gebügelt werden, damit sollte nun endlich Schluss sein.

Ich habe lange nach einem für mich passendem Bügelbrett gesucht. Es sollte besonders breit und lang sein, damit sich Stoffbahnen gut bügeln lassen. Außerdem sollte es nicht zu schwer sein und einen Stromanschluss wollte ich unbedingt.

Normale Bügelbretter sind oft nur 120 oder 130 cm lang und "schmal", zumindest wenn es um das Bügeln von Stoffbahnen geht.

klemmbarer Halter fürs
Bügeleisen
Schlussendlich viel meine Wahl auf das Leifheit AIRBOARD® COMFORT XL PLUS. Toll daran finde ich , dass die Halterung für das Bügeleisen nicht fest am Bügelbrett ist, sondern mittels einer Klammer beliebig angebraucht werden.

Ich mache die Halterung immer an meinen Zuschneidetisch, der neben dem Bügelbrett ist, fest. So habe ich die volle Länge des Bügelbretts zur Verfügung und muss bei einer Seite nicht aufpassen, ob Stoff ans (kurzzeitig) abgestellte Bügeleisen kommt oder wegen der Bügeleisenhalterung doofe Falten wirft.

Der Kater hat das neue Bügelbrett auch gleich ins Herz geschlossen... es ist doch sooo viel weicher als der harte Zuschneidetisch auf dem er während ich nähe immer liegen "muss".

Größentechnisch geschlagen wird mein neues Bügelbrett nur noch von dem riesen Ungetüm beim wöchentlichen Nähtreffen. Dieses selbstgebaute Bügelbrett ist mind. 50cm breit und 1,40m lang ... dort bügeln sich Stoffbahnen im Handumdrehen.

Muriel

Mittwoch, 13. März 2013

MMM: Grüße aus Kalifornien

Nachdem ich jetzt schon einiges von dem winterlichen Wetter in Deutschland in den letzten Tagen gehört habe, wollte ich Euch etwas am schönen Wetter in Kalifornien teilhaben lassen.

Hier fängt der Tag erst an:

Bild ausm Hotelzimmer
Heute soll es bis 25°C werden, momentan ist noch etwas kühl und so habe ich meinen neuen (noch nicht geposteten) Bolero übergezogen.

Kleid:
106 aus der Burda 05/2010 (hier weitere Details)

Bolero nach dem Schnitt.

Leider leider habe ich nicht viel Zeit, das schöne Wetter zugenießen, wenn überhaupt dürfen wir mal in der Mittagspause kurz raus :-) Ist schon sehr gemein aber ich will nicht nicht beschweren.

Ich versuche Euch etwas von der tollen Sonne mit zubringen.

Und hier der Link zu den anderen MeMadeMittwoch-Teilnehmern.

Lieber Gruß, Muriel

Dienstag, 12. März 2013

Fleecejacke mit Daumenloch

Auf dem letzten Stoffmarkt hat meine liebste Mei-Mei, die ja nicht selber näht, aber mich dafür immer wieder mit allerlei unzähligen Leckeiern überrascht, sich zwei Fleecestoffe gekauft, die sie anschließend brav bei mir abgegeben hat.
Inzwischen stehen ja bereits die neuen Stoffmarkttermine fest, es war also höchste Zeit ihre Stoffe zu verarbeiten.

Gewünscht hat sich sich (nochmal) eine Kapuzenjacke, nach meinem altbewähren Ottobre Schnitt. Mit dem Schnitt bin ich inzwischen schon recht fix, somit war Zeit für eine Neuerung: Ärmel mit Daumenloch.
Ich selbst finde Daumenlöcher auch super, habe bisher aber nur eine Kaufjacke damit. Diese habe ich aus Vorlage für diese Daumenlöcher verwendet.
Trotz dieser Änderung war die Jacke schnell genäht... verglichen mit so manch anderem meiner Projekte.

Die Kapuzen habt habe ich mit einem Streifen Fleece versäubert, so ist am Halsausschnitt keine Naht zusehen. Die Anleitung hab ich bei Hamburger Liebe (ab Punkt 4) gefunden. Hier noch ein anderer Link zu einer Anleitung mit einem schmalen Band als Blende

Ein Hoch auf Pinterest, sonst würde ich die ganzen Links nie wieder finden und ein Hoch auf mein kleinen Nähmaschinenpark. Bei diesem Projekt musste sich keine meiner Maschinchen vernachlässigt fühlen: Die Nähmaschine, Ovi und Cover alle durften tun was sie jeweils am besten können.

Schnitt: Kapuzenjacke: Saturday Chilling 05/2011 Ottobre
             (schon hier aus Fleece , hier aus Nicky und zuletzt aus Doublefleece genäht)
Material: Fleece (vom Stoffmarkt), Reißverschluss, Jersey
Änderungen: Ärmel mit Daumenloch
Fazit: Schnell zu nähen aber langsam reicht es mir mit dem Schnitt.

Beim nächsten Mal probiere ich einen anderen Jäckchenschnitt aus. Habe da auch schon einen Schnitt von Burda (139 12/2012) im Auge. Für´s erste ist jedoch mein und Mei-Meis Bedarf an Jäckchen gestillt.


Muriel

Samstag, 9. März 2013

Festival-Outfits: Probe-Steampunk-Rock fertig

Fertig...darf ich vorstellen:
mein neuer Tellerrock
Tada ... und so sieht er aus...meine Interpretation eines gerafften Tellerrockes mit Rüschen :-)

Meine liebste Mitbloggerin Kaddaa meinte noch zu mir... wann ich den Proberock-Rock denn anziehen wollte... Liebe Kaddaa, ich habe deinen dezenten Hinweis verstanden aber ich ziehe den Proberock trotzdem an. Manchmal darf Frau auch etwas aus der Reihe tanzen... für Abends zum Tanzen gehen ist der Rock leider überhaupt nichts, dafür hat er nun wirklich zu viel Farbe aber Mann und ich könnten uns ja auch mal unters normale Volk mischen...so für Cocktails oder so... mal schauen was sich machen lässt.
Der verwendete Ikeastoff war ja auch nicht meine erste Wahl aber wie soll ich sonst meinen Stoffberg abbauen, wenn nicht durchs vernähen?! :-)

Stoffverbrauch für den Proberock lag bei ca. 3,60m und dass für einen Rock der noch nicht mal bis zum Knie geht :-)

Der Tellerrockk mit breitem Bund gefällt mir gut. Könnte mir vorstellen den auch für normal zu nähen. Natürlich ohne die Rüschen.

Der Rock trägt sich super und ich freu mich jetzt schon auf den richtigen Steampunk-Rock.

Der Proberock hat seinen Namen alle Ehre gemacht folgende Verbesserungsideen für den richtigen Rock:
  1. Staystich (wie heißt das auf Deutsch) an den gerundeten Kanten von Bund und Rock.
  2. Tellerrockschnittteile um 11cm kürzen (habe ich bei dem Rock erst nach dem Zuschnitt gemacht)
  3. mehr Stoff für Rüschen einplanen
Schnitt: zusammen gestückelt aus Burda-Bund, selbst errechnetem Tellerrock und endlosen 10cm breiten Rüschen .... ganz viele Infos zum Schnitt findet ihr in diesem Post. Infos zum Nähen gibt es hier.

Fühle mich jetzt gerüstet für den richtigen Rock. Der Stoff (BW-Leinen von Stoff und Stil ist auch schon da).

... und weil ich so begeistert bin von dem Rock gibt es auch noch ein paar Bilder:

Wo sind die ganzen Rüschen?
... da sind sie
Rock von hinten in der
gerafften Variante

Muriel

Donnerstag, 7. März 2013

Praxistest: Soluvlies / Spitze nähen

Meine neuen Samtstulpen haben mich, wegen der dort verwendeten Spitze, vor eine kleine Herausforderung gestellt. Plan war, die Spitze links und rechts schmal zu versäubern, aber das war gar nicht so einfach.

Soluvlies vor dem Nähen
Der erste Versuch mit normaler Stichplatte und Nähma-Rollsaumfuß (Fuß hier schon mal gezeigt) schlug leider fehl und die Spitze hing quasi sofort in der Stichplatte.

Der zweite Versuch mit meiner (oft genutzten) Geradstichplatte (hier mehr Details dazu) und dem Rollsaumfuß war auch nicht erfolgreich. Wieder hing die feine Spitze unten fest.


Guter Rat war teuer und auf Handnähen hatte ich keine Lust. Da fiel mir zum Glück ein, dass ich noch 3m bisher nicht genutztes Soluvlies habe. Dieses habe ich um die zu nähende Naht gelegt, festgesteckt und siehe da, die Naht ließ sich ohne Probleme mit der normalen Stichplatte und dem normalen Nähfuß nähen. Das Soluvlies ließ sich anschließend unter kaltem Wasser sehr gut auflösen.
Spitze nachm Auswaschen des Vlies
... und schon wieder habe ich was Neues gelernt. Ist nur die Frage offen, was ich mit den restlichen 2,98m Soluvlies mache. :-)

Muriel

Dienstag, 5. März 2013

Festival-Outfits: Steampunk-Rock (nähen)

Nach dem Zuschnitt des Tellerrock (hier der Link zum Post), konnte es endlich mit dem Nähen losgehen. Dann konnte es auch schon mit dem Nähen los gehen. Als erstes habe ich die meterlange Stoffbahn für die Rüsche auf beiden Seiten versäubert. Dabei hat mir mein geschätzer Rollsaumfuß für die Nähmaschiene gute Dienste geleistet. Ging dann alles ratzfaz. Einen Ovi-Rollsaum hätte ich an dieser Stelle,  da die Rüschen oben auf den Rock genäht (also nicht verdeckt) als nicht so schön befunden.

Vor dem Rüschen der x-Meter hat es mir doch schon etwas gegraut. Zum Glück konnte ich den Mehrstichkräusler einer sehr netten Hobbyschneiderin verwenden und so war das gleichmäßige Raffen des Stoffes überhaupt kein Problem. Auch wenn die anwesenden Hobbyschneiderinnen sich etwas über den Lärm dabei beschwert haben :-) Aber hee... wir sind ja zum Nähen dort nicht zum Reden (sagt, die die an dem Tag mal wieder nix fertig bekommen hat).

Der Rollsaumfuß rauscht über den Stoff :-)
Mehrstichkräusler nimmt mir die Arbeit ab
Dann kam der spannende Moment, werden die Rüschen ausreichen... und nein, dem war leider nicht so. Durch die Verwendung des Mehrstichkräuslers haben die für beide Tellerröcke vorgesehen Rüschen nur für einen Tellerrock ausgereicht und der Rock besteht ja aus zwei Tellerröcken übereinanderen.

So musste ich meine kläglichen Stoffreste zusammen suchen und daraus nochmal einige Rüschen zimmern. Es war knapp aber es hat gerade noch so gereicht. Nun durfte ich nochmal etliche Meter Stoffbahn rollsäumen und kräuseln.... zum Leidwesen der anderen anwesenden Näherinnen. Die meine geliebte Nähmaschine  wurde inzwischen als Traktor betitelt haben... muss aber auch zugeben, beim schnellen Nähen kommt schon eine "kleine" Geräuschkulisse zusammen. :-)

Rüschen, das erste Mal probeweise
gesteckt
Nach der ersten Anprobe habe ich den Tellerrock gleich mal um 11cm gekürzt ... zu züchtig muss es beim späteren richtigen Steampunk-Outfit auch nicht sein.

Für die Raffung hinten habe ich die Nahtzugaben zur Seite geklappt und daraus zwei Tunnel genäht. Nach oben gerafft wird der Rock mit 4x Bändeln.

Der Bund mit Paspel war auch schnell genäht. Einzig der normale Reißverschluss hat etwas gedauert. Ich nähe sonst nur nahtverdeckte Reißverschlüsse, so dass mir das Einnähen normaler Reißverschlüsse nicht so geläufig ist. Wofür trifft man sich aber mit anderen Hobbyschneiderinnen: Der Tipp war einen auswaschbaren Klebestift (Pritt-Stift) zu verwenden um so den Reißverschluss vorm Einnähen zu fixieren. Toller Tipp. Der richtige Rock bekommt aber einen nahtverdeckten a) ist dieser unauffällig und b) bin ich damit schneller.
Bin selber überrascht wie gut sich der schwarze Bund zu dem Rock-Stoff macht. Habe ihn nur verwendet, weil keiner andere passender Stoff da war.

Auf der rechten Seite habe ich eine Nahttasche eingenäht. Die Schneiderin meinte, ich könnte auch auf der Reißverschluss-Seite eine Tasche annähen aber das Experiment wollte ich jetzt doch nicht machen. Eine Tasche sollte doch reichen.

Bei der ersten Anprobe mit beiden Tellerröcken und den Rüschen ist mir aufgefallen, dass die Raffung hinten leider nicht so gut rüberkommt wie gedacht. Ich vermute, dass liegt daran, dass der Rock "relativ" kurz ist und es hinten in der gerafften Variante nur nach einem Gewurstel aussieht.
Bin momentan sehr unentschlossen, ob ich lieber einen kürzern Rock hätte oder etwas "züchtigers" was gerafft von hinten besser aussieht. Das Problem dabei ist, dass durch meine kurzen Beinchen (bin 1,55m wenn ich mich lang mache :-)) Röcke, die knielang sind an mir immer aussehen als hätte ich einen Rock an, der nicht zu meinen Proportionen passt. Deswegen trage ich entweder bodenlange Röcke oder Röcke, die handbreit überm Knie enden.... schwierige Frage.

Bevor ich die Rüschen angenäht habe, durfte der Tellerrock ein paar Tage aushängen... man könnte auch sagen, ich hatte zwischenzeitlich keine Zeit zum nähen :-) .... so und das nächste Mal gibt es dann die Fotos vom fertigen Rock.

Hoffe es ist auch interessant für Euch mal mehr über den Nähprozess von mir zu lesen als immer nur das fertige Werk. Ich jedenfalls spickle sehr gerne in andere Nähzimmer rein :-)

Muriel

Sonntag, 3. März 2013

Samt-Stulpen mit Spitze

Vor einiger Zeit bin ich im Netz auf ein paar süße geschnürte Spitzenstulpen gestoßen, die ich natürlich auch unbedingt haben muss.

Leider finde ich das Bild  nicht mehr und ihr müsst mit meiner Version vorlieb nehmen. :-)

Die Stulpen sollten für das Samt-Korsett sein und da das Samt-Reststück sehr knapp bemessen war, habe ich zunächst aus schwarzem Samt Probestulpen genäht.

Der Schnitt war schnell erstellt: Umfang Handgelenk gemessen, gewünschte Länge gemessen und an der Stelle den Umfang vom Unterarm gemessen und heraus kam ein Trapez (Schnittteil). Der Schnitt ist ohne Nahtzugabe, da man ja ein Schnürlücke benötigt. 

@Mann: vielen Dank für deine großartige Hilfe beim Schnitt erstellen und den Ösen.

Schnitt: selbst erstellt. Siehe oben.
Material: Samt (lila und schwarze Reststücke), Spitze (aus Amsterdam), beige Spitze vom Ebay Shop: Heimtraum, Ösen und Satinband zum Schnüren und als Deko.
Fazit: sehr stylisch und schnell gemacht. Leider kann man die Stulpen nicht ohne Hilfe anziehen...  schnüren mit einer Hand- keine Chance.

Nach dem ersten Tragen hat sich, das zum Schnüren verwendete Satinband als sehr unpraktisch erwiesen, das Band ist zu glatt und geht immer wieder von allein (beim Tanzen) auf. Werde mich nach einem anderen Band umsehen müssen.

Stulpen an der Frau  mit
dazu passendem Korsett

2x Spitzenstupen:
1x in Schwarz und 1x in "Beere"

Muriel

Freitag, 1. März 2013

Ungeliebte Nähstücke :-(

Wenn man mal ehrlich ist, gibt es doch auch bei selbstgenähtem Stücke, die es irgendwie schaffen fertig zu werden aber dann im Schrank ein einsames Dasein und einfach nicht raus dürfen. 
In einem Anflug von Realtitätswahn habe ich mich mal auf die Suche und den Gründen zu meinen selbst genähten aber nicht/ sehr sehr selten getragenen Stücken gemacht und leider habe ich mehr gefunden als erhofft.

Ich lasse meine ungeliebten Stücke mal selber berichten:

Was bin ich: 
Eine Wickelhose, Muriels erste Hose überhaupt
Wann wurde ich genäht: Mai 2011, hier der Link.
Warum mag Muriel mich nicht so:
Ehrlich gesagt, hatte Muriel als sie mich genäht hat noch sehr wenig Näherfahrung- bzw. Schnitterfahrung und so ist die Überlappung der Wickelhosenbeinen bei mir auch etwas zu schmal geraten und je nach Situation klappe ich seitlich unschön auf. Findet zumindest Muriel. Ich finde, man sieht nichts.
Muriels Begründung: Ja, weil es meine erste Hose war und viel Denkarbeit drin steckt, kann ich mich davon trennen aber letztes Jahr hatte ich die Hose max. 1x an, wenn überhaupt. Eigentlich schade. Zumindest weiß ich jetzt, dass Wickelhosen für mich nichts sind, auch fehlen mir dabei die Taschen.
Was bin ich:Fledermaus-Oberteil
Wann wurde ich genäht:Juni 2011, hier der Link.
Warum mag Muriel mich nicht so: Mhmm, eigentlich weiß ich das selber nicht. Ich bin doch so bequem und passe super zu Leggins

Muriels Begründung: Die weiten Ärmel haben sich im Alltagstest als für mich unpraktisch erwiesen. Es zieht rein und die Ärmel sind irgendwie immer im Weg aber mal sehen. Vielleicht bekommt das Oberteil doch noch eine zweite Chance.
Was bin ich: trägerloses Smockkleid (links im Bild)
Wann wurde ich genäht: Juni 2011, hier der Link.
Warum mag Muriel mich nicht so:Ich glaube sie mag mich schon aber ihr haben einfach die Gelegenheit im letzten Sommer gefehlt. Leider *schnief*

Muriels Begründung: Ja, liebes Kleid Du hast Recht.Ich mag Dich aber im Sommer bin ich hauptsächlich mit dem Rad unterwegs und dafür bist Du definitiv zu lang. Ich hätte Angst, dass Du dich im Hinterrad verfängst und das wolltest Du doch nicht, oder? Kann Dir aber garantieren, dass ich Dich nicht aussortieren werde.
Was bin ich: Pseudo-Neckholder-Top
Wann wurde ich genäht: Juli 2011, hier der Link.
Warum mag Muriel mich nicht so: Es könnte daran liegen, dass ich aus einem ganz feinen und dünner Stoff bin, aber ich habe das nicht entschieden. Das war Muriel
Muriels Begründung: Ja, ich gebe es zu, die Stoffwahl ohne Futter war eine doofe Idee. Hatte mir gedacht ich nähe mir ein trägerloses Jersey-Oberteil für drunter aber gemacht habe ich das bisher auch noch nicht und so fristet das Oberteil ein Schattendasein im Schrank und macht mir ein schlechtes Gewissen.
Was bin ich: Wolken-Tanktop (links im Bild)
Wann wurde ich genäht: Sept. 2011, hier der Link.
Warum mag Muriel mich nicht so: Ist mir auch völlig unverständlich. Bin ich doch bequem und unter den normalerweise so einfarbigen Tanktops was ganz besonderes.

Muriels Begründung: Liebstes Tanktop, ich muss Dir leider sagen, dass Du mir zu sportlich bzw. zu leger bist. Irgendwie bist Du nicht so mein Style. Zum weggeben, bist Du mir aber doch zu schade.
Was bin ich: luftiges Sommerkleid
Wann wurde ich genäht: 2010 - Sept 2011, hier der Link.
Warum mag Muriel mich nicht so: 1. Ich bin sehr bunt und 2. sehr flatterig und 3. hat "jemand" bei meinem Futter Murks angestellt und das rutscht immer wieder am Ausschnitt hoch.

Muriels Begründung:Inzwischen weiß ich es besser, welche Stoffe mir stehen und meinem Stil entsprechen und welche nicht. Dieser gehört leider dazu. Das war eines meiner ersten Kleider und ich war dementsprechend stolz darauf... ändert aber nichts daran, dass ich es nicht trage. Momentan liegt es in der "Zu-Ändern-Kiste", da ich noch irgendwas gegen das hochrutschende Futter machen "möchte"... oder soll ich´s einfach lassen? Wahrscheinlich trage ich das Kleid deswegen nicht öfters und die Farben beißen sich ganz fürchterlich mit meinen kupferroten Haaren.
Was bin ich: Wolken-Poncho
Wann wurde ich genäht: 2009, hier der Link.
Warum mag Muriel nicht so: Ich bin ein Poncho... reicht das als Begründung.
Muriels Begründung: Dich habe ich "genäht" als ich noch überhaupt keine Ahnung hatte. Ich war das erste Mal auf einem Klamottentausch - Restyle Treffen und wollte was einfaches machen und so kam mir die Idee mit dem Umstylen des Ponochs. Immerhin trage ich diesen Poncho noch "häufiger" als das untenstehende rote Cape.
Was bin ich: Rotkäppchen-Cape
Wann wurde ich genäht: Nov. 2011, hier der Link.
Warum mag Muriel mich nicht so: Ich bin ein Cape und ich glaube, dass ist auch das Problem, was Muriel mit mir hat.

Muriels Begründung: Ich gebe es zu, nach zwei Capes habe ich erkannt, dass diese für mich unpraktisch sind. Da zieht es immer irgendwie von unten und die Arme werden auch kalt und überhaupt lässt sich die Tasche dabei nur in der Hand und nicht über der Schulter tragen.
Was bin ich: Begleitpersonen-Kleid
Wann wurde ich genäht: Dez 2011, hier der Link.
Warum mag Muriel mich nicht so: Von der Farbe her, war ich nie Muriels erste Wahl. Sie wollte sich damit nur an das Outfit von Mann anpassen.
Muriels Meinung: Ich hatte ja bereits bei der Stoff und Schnittwahl (durch Mann) meine Bedenken, ob das das Richtige für mich ist aber manchmal kommen Andere ja auch tolle Outfitideen, auf die man selber nie gekommen wäre. War leider bei diesem Kleid nicht so. Dafür habe ich Biesen- und Knopfloch-nähen bei diesem Kleid gelernt.
Was bin ich: Korsage (erkreiselt und dann geändert)
Wann wurde ich genäht: Feb. 2012, hier der Link.
Warum mag Muriel mich nicht so: Als Muriel mich auf Kleiderkreisel ergattert, konnte sie noch nicht nähen und war stolz darauf eine passende Korsage zu haben. Als sie dann nähen konnte und ein Auge für Schnitte und Passform hat sie erkannt, dass die Passform doch nicht so toll ist.

Muriels Begründung:Mhmm, irgendwie fehlt mir der Anlass für eine solche Korsage für Privat (wo ich ja auch gerne Korsetts trage) ist sie mir zu schick und irgendwie ist die gar nicht "ich".
Was bin ich: Kunstleder-Korsage
Wann wurde ich genäht: März 2012, hier der Link.
Warum mag Muriel mich nicht so: Ich glaube es liegt daran, dass ich aus Kunstleder bin. Sie hat sonst nichts aus Kunstleder im Schrank

Muriels Begründung: Ich habe wirklich keine Ahnung, wie ich auf die Idee kam eine Kunstleder-Korsage zu nähen. Ich trage doch gar kein Kunstleder und habe auch keine Idee wann ich so was tragen sollte. Ehrlich gesagt ich hatte diese Korsagen außer fürs Foto noch nie an.
Was bin ich: Jacki-O.-Kleid
Wann wurde ich genäht: Mai 2012, hier der Link.
Warum mag Muriel mich nicht so: Kurzgesagt, wegen meinem Ausschnitt. Ich bin zu "zu".
Muriels Meinung: Erkenntnis bei diesem Schnitt. Hohe (nicht vorhandene) Ausschnitte stehen mir überhaupt nicht. Ich sehe aus wie überfahren. Ich trage das Kleid nur an Tagen an den ich sonst nichts mehr im Kleiderschrank fürs Büro finde und auch nur, wenn ich weiß, dass ich im Büro niemand wichtigem begegne. Wäre das Kleid nicht selbst genäht, hätte ich es schon längst aussortiert.

Im ersten Moment als ich die Bilder zusammen gestellt habe, bin ich erst mal erschrocken, wie viele Stücke doch ungeliebt sind. Dann ist mir jedoch aufgefallen, dass seit Mai 2012 keine neues ungeliebtes Stück dazu kam, sondern nur Stücke, die ich auch wirklich trage. Man könnte ja glatt meinen ich habe inzwischen raus, was mir gefällt und ich auch wirklich trage.

Ohne den Blog könnte ich die Stücke einfach unauffällig verschwinden lassen aber mit Blog tauchen diese Stücke immer wieder auf und erinnern mich an meine eigenen Verfehlungen *schnief*. Aus meiner Nähanfangsphase gibt es noch einige Stücke, die von mir nicht getragen werden, aber da hatte ich noch keinen Blog und so gibt es diese Stücke offiziell auch gar nicht. :-)

Vielleicht sollte ich die ungeliebten Stücke einfach in eine Kiste in den Keller stellen. Zum Wegwerfen sind sie mir zu schade aber im Schrank nehmen diese Stücke nur Platz weg und besser werden sie davon auch nicht.

Was macht Ihr mit solchen Stücken?


Muriel
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