Freitag, 30. Dezember 2011

Neue Nähbücher: Vogue und Stilikonen

Vogue Sewing und Stilikonen
Endlich habe ich das Vogue Sewing Buch bekommen. Aus den USA durfte ich es ja nicht mitnehmen, "Mann" war der Ansicht bei dem Gewicht (ist wirklich kein Taschenbuch) sprengen wir unseren Gepäckrahmen. *schmoll*

Das Warten hat sich gelohnt, ich bin begeistert. Es ist ein Grundlagenbuch, dass noch umfangreicher ist als, das von mir geschätze Burda Buch. Es wird zusätzlich auch auf Körpertypen eingegangen, Farbenlehre und natürliche viele viele Nähtechniken und Tipps und Tricks zum Anpassen von Kleidung. Außerdem kann ich so meine englischen Nähvokabeln vertiefen.


Jetzt wird die Zeit zeigen, ob ich das Burda Buch oder das Vogue Buch besser finde.

... und außerdem habe ich das Buch "Stilikonen" geschenkt bekommen. Es gibt ja Leute, die haben Still-Ikonen gelesen, ja Audrey Hepburn war ja auch bekennt für ihre Still-Leidenschaft :-)

Zurück zum Thema: Kleine Schnittsammlung berühmter Kleider und soweit ich das jetzt einschätzen kann jeweils einer guten bebilderten Anleitung. Ich denke ich fange mit dem Twiggy-Kleid an oder doch mit dem Kennedy-Kleid ... schwierig.

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Erinnerungsrock (8-Bahnen-Rock)

Proberock
Schnitt: 8-Bahnenrock von Natron und Soda
Stoff: Baumwolle geerbt, 2m
Änderung: Reißverschluss, Beleg am Bund hinzugefügt.
Fazit: super, inzwischen schon 2x genäht.

Den 8-Bahnen-Rockschnitt von Natron und Soda habe ich schon am Anfang meiner Nähleidenschaft vor ca. 1 1/2Jahren entdeckt, hatte aber bisher noch keine Begründung, warum ich diesen nähen sollte.

Mit dem Weihnachtskleid bot sich mir die Gelegenheit, endlich ein langer Rock für mich zu nähen... sollte ich eigentlich öfters mal machen.

Den Rock habe ich Erinnungsrock getauft: Der Reißverschluss hat meine Mutter mal irgendwo raus getrennt, das Garn habe ich von meiner Oma geerbt und den Stoff habe ich von einer lieben Freundin geschenkt bekommen. Somit haben sich drei Frauen, die mir sehr am Herzen liegen in diesem Rock verewigt.

Da ich mir unsicher war, ob ein von mir erstellter Schnitt überhaupt nach was aussieht habe ich zu erst einen Proberock genäht. Dieser Rock sah zuerst sehr sehr grauselig aus ... gar nicht passend. Die Schneiderin eilte zur Hilfe und hat mir gezeigt, wo ich was abstecken könnte, damit doch noch ein tragbarer Rock daraus geworden ist.

Die Änderungen habe ich auf den Schnitt übertragen und anschließend den Rock für´s Weihnachtsoberteil aus dem Schnitt genäht. Für den Weihnachtsrock habe ich  2m Strech-Gerbardine und einen nahtverdeckten Reißverschluss verwendet.

Rock zum Weihnachtsoberteil

Montag, 26. Dezember 2011

Weihnachtsgeschenk für unser Kleines

Von meiner Schwester und meiner Mama habe ich zu Weihnachten etwas gestricktes für unser Kleines bekommen.
Besonders über das kleine Mützchen, dass meine Schwester als Ihr "Strickerstlingswerk" hergestellt hat, habe ich mich besonders gefreut. Deshalb muss ich es Euch gleich auch präsentieren!
Weiterhin ein schönes Weihnachtsfest Eure
Kaddaa

Samstag, 24. Dezember 2011

Zackenumstandskleid, 2. Teil

Gerade noch fertig geworden vor Weihnachten.

Einiges wurde noch geändert,...

Vorallem wurde es auf beiden Seiten komplett 3 cm enger (jetzt fühle ich mich auch nicht mehr so dick, und durch die Raffung passt der Bauch trotzdem noch rein). Unter dem Bauch nochmals enger nähen musste dann garnicht mehr sein.

und wo ich drüber nach denke... merke ich dass ich garnicht mehr in die Anleitung geschaut habe. Aber Burdaanleidungen sind auch zu verwirrend und passen nicht zu der Art wie ich vorgehe und meist total unlogisch. Da fangen die doch meist damit an, die Abnäher zu nähen... ich meine woher soll ich wissen wo die Abnäher hin müssen wenn ichs nicht an mir oder an der Puppe ausprobiere?... soll soll ja Leute geben die haben eine Burdafigur... d.h. bei denen sind die Abnäher nach Burda nach dem fertig nähen auch dort wo sie hin gehören... für alle anderen ist es einfach Quatsch, die Abnäher als erstes zu nähen.

Aber dieses Kleid hat ja garkeine Abnäher, was ich natürlich als großer Abnäherfan gleich mal geändert habe. Die meisten Burdakleider sind nicht auf Frauen mit größerer Oberweite ausgelegt, vondaher sitzen die Kleider nie richtig... mit Abnähern kann man dann verhindern, dass das ganze einem Sack gleicht (siehe hierzu auch Sannes Meinung)
Durch die Abnäher kam dann aber das nächste Problem... der Platz für die Ärmel war zu klein. Nach Rücksprache mit der Schneiderin habe ich beschlossen daher die Ärmel auch ein bisschen zu raffen, damit sie wieder an Ihren Platz passen.



Dann habe ich das Kleid noch gekürzt. Bisher habe ich auch noch keinen Gürtel, bin mir aber auch nicht so sicher ob ich ein solchen brauche...




Das Kleid sieht einfach super aus (kommt glaub auf dem Foto nicht ganz raus, wenn bei der Weihnachtfeier ein besseres Foto zustande kommt, reiche ichs nach)

Da das Kleid kurze Ärmel hat werde ich wohl ein Bolero drauf ziehen und bei Gelegenheit hab ich vor  den Bolero nach dem McCalls Schnitt (siehe Eintrag von Muriel) in einem schönen Pink zu nähen.

zum Zackenumstandskleid 1. Teil 

Euch allen ein schönes Weihnachtsfest
Kaddaa

Freitag, 23. Dezember 2011

Weihnachtskleid Sew-Along: Teil 6

Mein Schnitt
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6. Zeigen!
Im großen Finale machen wir ein gemeinsames virtuelles Defilee unserer Kleider und freuen uns, dass wir uns in diesem Jahr selbst Zeit, Kreativität und Aufmerksamkeit geschenkt haben :-)
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 Die Idee zu dieser tollen Aktion kommt von Catherine.
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Endlich geschafft, ich bin ja schon ein bißchen stolz auf mich ... aber erst die Zusammenfassung:

Weihnachts"kleid" :-)
SchnittVogue V7733

Stoff: Oberstoff: Brokatstoff 1,5m, Futter: Fahnentuch: 60cm
Zubehör: 26 Ösen á 5mm, 2m Kordel, ca. 150cm Spiralfederstahl á 5mm

Änderungen: passform bedingte Änderungen, vier anstatt sieben Stäbchen. Oberstoff nicht gedoppelt, Ärmel nicht gefüttert, Kappnaht an den unteren Ärmeln.

Fazit: Diesen Schnitt nähe ich bestimmt noch mal.

Habe mir schon verschiedene andere Variationen dieses Schnittes überlegt: Als normales Korsett mit Schnürung hinten und vorne Schließe. Vorne geschlossen und mit Reißverschluss an der Seite. Das normales Überbrustkorsett ... der Schnitt lässt sich durch kleine Änderung bestimmt sehr vielseitig verwenden. Würde beim nächsten Mal breiteren Federstahl verwenden und zudem die Blende hinter der Schnürung um einige cm breiter machen.

Der Schnitt ist nicht annähernd so schwer wie ich mir das vorgestellt hatte, vielleicht lag es aber auch an eurer moralischen Unterstützung. Hätte man mir vor einem Jahr gesagt, dass ich mal eine Möchte-Gern-Korsage nähe hätte ich nur ungläubig den Kopf geschüttelt.

Ich habe es doch noch zeitlich geschafft erst einen Probe-8-Bahnenrock zu nähen und dann auch noch den richtigen Weihnachtsrock fertig zu bekommen ... gut dafür sind die Weihnachtsgeschenke erst mal liegen geblieben aber noch ist ja etwas Zeit :-) Infos zu dem Rockschnitt gibt es demnächst.


Vielen Dank für ihre Hilfe und Ideen. Ohne euch hätte ich mich an diesen Schnitt nicht ran getraut. ... und jetzt schaue ich mal eure Weihnachtskleider an ... bin schon ganz gespannt.

Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest.


Lieber Gruß, Muriel


PS. Die komplette Entstehungsgeschichte meines Weihnachtsoberteils seht Ihr
hier.



Mittwoch, 21. Dezember 2011

Die Schneiderin und ich: Ärmel einsetzen

Ja, das lustige Ärmel einsetzen. Ich glaube daran haben wir alle unseren Spaß. Ich weiß wirklich nicht für welchen Körper die normalen Ärmel – Schulterübergänge konstruiert sind aber bei mir passt das nie. Die Schulter ist eigentlich immer zu lang oder der Ärmel wirft komische Falten aber wofür habe ich die Schneiderin vom Nähtreff.

1. Regel: Man benötigt eigentlich am Ärmel nur die Markierung für den obersten Punkt (d.h. Passzeichen passend zur Schulternaht) alle anderen Schnittangaben / Passzeichen können als Hilfestellung genutzt werden.

Ich brauche diese bei der Schneiderinnen-Methode aber eigentlich nicht.

Aber jetzt erst mal von Anfang an:
  1. Ärmel zuschneiden und versäubern
  2. Ärmel richtig rum mithilfe des Passzeichen für den oberen Punkt an die Schulternaht stecken, d.h. so wie er später sitzen soll. Am besten an der Puppe oder dem eigenen Körper, da jedoch benötigt man Hilfe. (Siehe Bild vom grauen Kleid).
  3. Wenn die Passform vorne und hinten stimmt und man die Arme noch bewegen kann, an der Schulter und der Bruchkante des Ärmels (d.h. dort wo Ärmel und Oberteil aufeinander treffen) eine Linie einzeichnen bzw. mit Heftfaden markieren (wenn man zu viel Zeit hat)
  4. beide Linien (am Ärmel und am Oberteil), die momentan nur auf der rechten Stoffseite sind auf die linke Stoffseite übertragen. Ich stecke auf der rechten Stoffseite Stecknadeln auf die Linie und fahre dann auf der linken Stoffseite an den Stecknadeln mit Schneiderkreide entlang. Wenn man Heftfaden verwendet hat, kann man sich diesen Schritt sparen.
  5. Am Oberteil: beide Schulternähe aufeinander stecken (Schulternähte sollen exakt aufeinander liegen, genauso der Ausschnitt) (Siehe 3. auf Collage) und die Linie von der einen Schulter auf der anderen Schulter übertragen.
  6. An den Ärmeln: beide Ärmel ineinander stecken und die Linie vom bereits markiertem Ärmel auf den anderen Ärmel übertragen. Ärmel wieder auseinander stecken.
  7. Ärmel und Oberteil rechts auf rechts auf den neu eingezeichneten Linien zusammen stecken, falls gewünscht nochmals anprobieren.
  8. Ärmel annähen und versäubern. Punkt 7.+8. für den zweiten Ärmel wiederholen
  9. Sich freuen, wie toll es geklappt hat.
Ich habe bisher noch keine Puffärmel bzw. Ärmel mit Falten genäht, denke aber das müsste vom Prinzip gleich funktionieren.
Detail: Ansetzen des Ärmels

Kurze Zusammenfassung

Probeweise ansetzen des Ärmels (später noch etwas nach oben verschoben)
... von der Seite

Anmerkung: Das Graue ist das Begleitpersonen-Kleid und das Futter ist für den Johanna-Mantel.

Wie setzt ihr Ärmel ein?  Irgendwelche Tipps und Tricks?


Montag, 19. Dezember 2011

Zackenumstandskleid

 Als erstes möchte ich auch mein aktuelles Projekt zeigen.

Schnitt: Jerseykleid-Umstandsmode Burda 06/10 siehe auch bei Sanne
Material: Strick/Schurwolle

Ist der Stoff nicht cool?
Verbkäuferin hat mich zunächst sehr verwirrt, was ich vorhab mit dem Stoff, wie ich das Schnittmuster legen will.
Tatsächlich gab es da einige Probleme... dadurch, dass das Vorderteilt durch die Raffung viel länger ist, ist es ein Unding, dass die Zanken des Vorderteils und des Ruckteils zusammen passen... also hab ichs garnicht erst versucht.
Zuschneiden
Dennoch ist es mir beim Ausschnitt recht gut gelungen.

an meiner Puppe
Puppe mit Kissen unterm Kleid



Änderungen: kein Schrägband im Ausschnitt sondern mit Zwillingsnadel um genäht.
außerdem habe ich vor, es ein wenig kürzer zu machen und vielleicht unter dem Bauch ein bisschen enger... mal schauen wie dass dann aussieht.
(bisher fühle ich mich relativ dick im Kleid... aber das muss wohl in einem Umstandskleid so sein ;-)





Kaddaa

Weihnachtskleid Sew-Along: Teil 5

Mein Schnitt
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5. Panik!
Irgendwas hat nicht geklappt? Streß! Ich schaffe es nicht! Strategien zum Frustabbau und Ferignähen
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 Die Idee zu dieser tollen Aktion kommt von Catherine.
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Neuste Feststellung ... wer auch immer diesen Schnitt entworfen hat, hat ihn wohl nie selber angehabt .... Es gibt selbst mit 3m Schnur (1m länger als in der Schnittbeschreibung) keine Möglichkeit ohne die Schnur komplett zu entfernen wieder raus zu kommen.
Egal, zurück zum Thema:

Wer hätte das gedacht, die Ösen waren nicht die Herausforderung sondern ... das Lochwerkzeug. Das bei den Ösen beigelegte "Werkzeug" hatte bei meinem festen vier-lagigen Stoff überhaupt keinen Effekt. Netterweise hat mir die Schneiderin ihr Lochwerkzeug für ein paar Tage ausgeliehen. Damit könnten Mann und ich in Partnerarbeit die Ösen einsetzen. Die kleine Schere  auf dem Bild habe im geschlossenen Zustand zum Erweitern der Löcher verwendet.

... zu faul zum Schnüren :-)
Das erste Probetragen mit ausgiebigen Mittagessen war erfolgreich. Hat alles rein gepasst. Eine kleine Änderung beim Zusammennähen von Oberstoff und Futter habe ich noch auf Rat der Schneiderin gemacht, ich habe nur den oberen Teil re-auf-re zusammen genäht und unten wird mit einem Schrägband vernäht.

Die Trompetenärmelnaht wird laut Schnittbeschreibung nur normal versäubert, finde ich nicht so schön, da man ja in den Ärmel reinschauen kann. Ich werde es mal mit einer Kappnaht probieren (auch mal wieder was neues für mich).

Da das Oberteil nicht so eng geschnürt wird wie ein richtiges Korsett werde ich die stabile Korsettschnur gegen eine schöne Kordel tauschen ... hoffe ich finde noch eine passende.

Noch zu tun:
  •  Kappnahtärmel,
  •  Ärmelsaum versäubern
  •  Schrägband annähen

Ich wollte ja eigentlich noch einen Rock dazu nähen aber mein Probemodel nach dem 8-Bahnen-Rock von Natron und Soda ist so grauselig geworden (was aber wohl nicht am Schnitt lag), dass ich den noch nicht mal zeigen kann  ... aber irgendwann kommt noch ein bodenlanger Rock dazu.

So jetzt bin ich mal gespannt auf eure Werke.

benötiges Zubehör für die Ösen

Freitag, 16. Dezember 2011

Ab jetzt sind wir hier zu zweit

Ich habe meine liebste Nähfreundin angesteckt und ab jetzt bloggen wir hier bei Nahtzugabe5cm sporadisch zu zweit. Wir stellen uns jetzt mal gegenseitig vor ... und ja ab und zu finden wir unsere Nähideen gegenseitig so gut, dass wir beide das gleiche nähen :-)

Muriel und Kadda

Muriel über Kadda:
Die liebe Kadda und ich kennen uns noch aus Zeiten in denen wir Stickeralben ausgetauscht haben. Das ist schon ewig her. Sie war für mich so was wie der Rebel der Klassenstufe. Die Jahre vergingen und irgendwann standen nicht nur Konzerte im Vordergrund sondern auch das Nähen. Ich liebe ihre unkonventionelle Art Nähprobleme zu lösen „das lässt sich raus bügeln“. Mit unserem geballten Nähunwissen wursteln wir uns durch das Labyrinth der Nähanleitungen. Zum Ziel kommen wir eigentlich immer nur der Weg … naja, sprechen wir mal lieber nicht drüber. Als hilfreichen Stern an unseren Nähhorizont haben wir die Schneiderin, bei deren Nähtreff wir einmal in der Woche sind.
Kadda ist schon in den folgenden Beiträgen aufgetaucht: Die Schneiderin und ich, Geldbeutel, Nähwochenende, Hobbyschneiderinnen-Ausflug“ Für sie habe ich auch den Mutterpass genäht, jetzt wisst Ihr zumindest schon mal auf welche Nähthemen Ihr euch bei ihr in den nächsten Monaten einstellen dürft.
@Kadda: Ich freue mich Dich als Mitbloggerin zu haben.

Kadda über Muriel:
Ich kenne Muriel aus der Schule, wo wir unsere gemeinsamen Kreise aufm Pausenhof gedreht haben. Dort haben wir auch gemeinsam bei unserer lieben "MUM" (Mensch-und-Umwelt)-Lehrerin Nähen gelernt. Damals durfte man unsere Werke nicht von hinten anschauen, was die Lehrerin so manches mal zur Weißglut brachte. Aber das will man ja auch nicht... das Kuscheltier wurde gewendet, die Patchworkdecke bekam eine Rückseite... und so einen Sportbeutel muss man doch wirklich nicht von innen sehen.
Heute haben wir das mit dem Versäubern wesentlich besser drauf, wozu gibt es den eine Overlock... so was hätten wir schon damals gebrauche können. Das gemeinsame Nähen macht uns immer noch sehr viel Spaß. Vor allem, da ich bei so manchem Projekt ohne Muriels Unterstützung aufgegeben hätte.
Bisher konnte ich nur bestaunen was Muriel hier wöchentlich fabriziert, ganz so viel ist es bei mir nicht, aber ab sofort darf ich auch mitbloggen.
@ Muriel: Vielen Dank hierfür.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

modifizierter McCalls Schnitt - Bolero

Schon länger suche ich nach einem schönen Jersey-Bolero-Schnitt, der nicht zum Binden ist und auch noch schön fällt. Schnitte für Boleros aus festem Stoff mit Futter für festliche Anlässe habe ich schon ein paar in meinen Burdaheften. Nur ein Schnitt für Jersey war bisher nicht dabei. Ich trage Boleros eigentlich recht gerne, so kann ich meine Sommertops auch in kälteren Jahreszeiten weitertragen. Der Jäckchen-Typ bin ich eher nicht.


Bei den Kauf-Boleros stört es mich, dass man diese nur in wenigen Farben bzw. immer nur einfarbig findet. Einen gemusterten oder bunten Bolero habe ich bisher in keinem Laden gefunden ... ich werde das ändern :-) zwar nicht bei meinem ersten Modell aber bestimmt beim nächsten.

Bolero
Schnitt: M6284 von McCalls

Stoff:  dunkelblauer Jersey

Fazit: diesen Schnitt nähe ich auf jeden Fall noch ein paar Mal.

Den Schnitt habe ich mir bei meiner letzten Vogue-Schnittmuster-Bestellung mitbestellt. Dies ist eigentlich ein Oberteilschnitt. Der Schnitt lässt ich aber ideal zum Bolero-Schnitt abwandeln.

Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass ich aus dem 1m Jersey zwei Boleros heraus zu bekommen. Leider hat das nicht geklappt, es ist nur noch Stoff für ein Rückenteil übrig. Evtl. gibt es demnächst einen zweifarbigen Bolero. Das Stoffteil für den vorderen Teil (Hals, links und rechts vorne) ist komplett gedoppelt und benötigt deshalb recht viel Stoff andererseits hat die den Vorteil, dass auch Jerseys mit zwei verschieden Seiten (z.B. bedruckten) verwendet werden können ohne, dass man die "falsche" Seite sieht.
Bolero von hinten

Der Schnitt (ein Easy-Schnitt) ist sehr schnell genäht (ohne Abpausen ca. 1- 1 1/2 Stunden) und ich musste nichts ändern ... gibt ja auch keine Abnäher oder sonstiges. Mir gefällt zum einen der Fall vom Kragen. Sieht man auf dem Foto nicht so genau aber auf den Bildern auf der VoguePattern Seite (siehe Link zum Schnitt oben) und zum Anderen, dass der Bolero hinten nicht zu kurz ist. Bestimmt nähe ich das Oberteil auch mal als richtiges Top (Version C).

Bis auf eine Naht kann das Top komplett mit der Ovi genäht werden. Nachdem ich diese Woche an einer Coverlock probegenäht habe (war eh grade aus einem anderen Grund im Nähladen), hat meine Nähmaschine doch ein Einsehen gehabt und hat die Zwillingsnaht ohne ein einziges Problem genäht.

Der Bolero schmiegt sich wunderbar an den Körper an, ich bin total begeistert und würde ihn am liebsten nicht mehr ausziehen.

Montag, 12. Dezember 2011

Weihnachtskleid Sew-Along: Teil 4

Mein Schnitt
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4. Nähen
Kniffe, Tricks und das Besprechen von Schwierigkeiten: Gerade wer sich zum ersten mal an einen schwierigeren Schnitt trauen möchte kann hier Fragen stellen.
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 Die Idee zu dieser tollen Aktion kommt von Catherine.
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Endlich konnte ich mit dem richtigen Nähen loslegen. Aus dem Probemodell haben sich noch einige Änderungen ergeben. Details siehe hier.

Der Zuschnitt von Futter und Oberstoff war schnell erledigt. Ohne Ärmel benötigt das Oberteil nur 60cm Stoff. Sehr stoffsparend, die anderen 90cm Stoff gingen für die Ärmel drauf.

1,5cm Markierung
Bei großen Stoffstücken klebe ich mir gerne eine Markierung an die Nähmaschine so sehe ich schon vor der Nadel, ob ich noch auf dem richtigen Weg bin.

Beim Nähen des Oberstoffs war viel Aufmerksamkeit notwendig, da sich die rechte und linke Stoffseite sehr ähnlich sind, das wäre mit einem bedruckten Stoff schon einfacher gewesen. Leider habe ich vor lauter Begeisterung über das schnelle und problemlose Zusammennähen vergessen den (nicht vorhandenen) Reißverschluss an der Seite einzunähen. Egal, dann muss ich das Oberteil eben jedes Mal komplett schnüren. Futter und Oberstoff sind so schön genäht, da trenne ich jetzt nichts mehr auf.

Die Ärmel habe ich probeweise mit einem großen Stich genäht. Noch sind die etwas zu weit aber ich habe auch mit zu wenig Nahtzugabe genäht aus Angst, ich könnte mein Arm nicht mehr hin den Ärmel bekommen.

Den Zuschnitt der Federspiralstäbchen hat netterweise „Mann“ übernommen. Ich glaube ich wäre verzweifelt, weil die Endkappen sehr unwillig waren und immer wieder abgefallen sind. Beim nächsten Mal verwende ich Fimo oder Lack für die Enden. Beides sollte laut Hobbyschneiderinnen Forum gut geeignet sein.

Stahlzange zum Kürzen der Stäbchen
Die Stäbchen einzunähen war sehr einfach. Einfach einen Tunnel auf die auseinandergebügelte Nahtzugabe gesteppt, Stäbchen rein und fertig. Schon jetzt ohne Schnürung fühlt man sich in dem Möchtegern-Korsett sehr beschützt. Mein nächstes Korsett habe ich geistig auch schon vor Augen.

Ich hatte mir das mit den Stäbchen viel schwieriger vorgestellt. Also liebe Leserinnen: Ran die Korsetts :-)

Die nächste Herausforderung steht aber schon an: Die Ösen für die Schnürung ... sind ja "nur" 26 Stück. Ob ich die wohl alle auf einer Linie hin bekomme und schafft es das mitgelieferte Möchte-Gern-Werkzeug durch die vier Lagen festen Stoffes?

Futter hinten
Oberstoff hinten (ungebügelt)
Ärmel gesteckt (wird noch enger)

Der Ärmel in seinem ganzen Ausmaß

Samstag, 10. Dezember 2011

Die "30" naht ...

Langsam aber sicher nähere ich mich der magischen 30. Die Mitte 20 habe ich wohl mit dem heutigen Tag endgültig hinter mir gelassen. 

… früher waren Leute in DEM Alter für mich schön längst erwachsen und gefestigt und eingefahren und eigentlich gar nicht interessant für mich und jetzt stecke ich selber mitten drin aber erwachsen in dem Sinne fühle ich mich deswegen noch nicht. Wer weiß, irgendwann kommt das bestimmt oder eben auch nicht? :-)  

Im vergangen Jahr ist viel passiert aber eines weiß ich sicher … so schnell höre ich nicht mehr mit dem Nähen auf und obwohl ich erst ein paar Monate blogge gehört dieser Teil schon wie selbstverständlich dazu.

… So und jetzt gehe ich mal Geschenke auspacken und dann geht’s los zu unserem traditionellen Wellnesstag *freu*

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Das Näh-Fragezeichen Nummer 17: Kleider passend nähen

Hier meine Antwort aufs Meikes Nähfragezeichen
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Nähbücher Teil 1:
Welches Grundlagen-Nähbuch würdet Ihr empfehlen? Braucht man so etwas?
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Ja, ich brauche so etwas. Zum einen habe das Burda Grundlagenbuch und dann habe ich noch ein Ovi (Server) Buch. Von den deutschen Ovi-Büchern war ich bisher enttäuscht, da stand nichts drin was ich nicht schon gewusst hätte. Allerdings soll das Bernina Ovi Buch hervorragend sein, angeschaut habe ich mir das aber noch nicht.

Außerdem habe ich mir zu meinem kommenden Geburtstag noch das Vogue Sewing Buch gewünscht. Bücher mit richtigen Nähprojekten / Schnittmustern hingegen gefallen mir nur sehr selten.

Zurück zu den Grundlagenbüchern: Man könnte argumentieren, dass man für alles inzwischen im Internet eine Anleitung findet aber ich verwende bei solchen Grundlagensachen lieber ein richtiges Buch. Wenn sich Fragen beim Nähen ergeben, kann ich einfach in einem der Bücher das Gesuchte nachschlagen und gut ist. Bis ich den Laptop angeschaltet hätte und gegoogelt hätte und mich dann noch entschieden hätte welche der 10.000 Lösungen die richtige für mich ist vergeht bei mir viel zu viel Zeit. Zudem lasse ich mich vom Internet auch viel zu schnell ablenken ... z.B. durch Eure Blogs :-)

Dienstag, 6. Dezember 2011

Die Schneiderin und ich: Untersteppen

Ja, ja das schöne Thema „Untersteppen“. Bevor ich bei der Schneiderin war hatte ich noch nie davon gehört. Ich glaube auch mein Burda Buch verrät nichts zu diesem Thema. Kleidung gefüttert hatte ich schon bevor ich angefangen haben wöchentlich zum Nähtreff zu gehen. Es hat mich aber gestört, dass beim Absteppen des Futter die Naht auf Oberstoff zusehen war, selber wäre ich aber nie auf die Lösung gekommen: „Untersteppen“.

Und das geht so: Nachdem zusammennähen von Futter und Oberstoff werden beide Nahtzugaben auf 0,5cm zurück geschnitten und sorgfältig (ja, darauf achtet die liebe Schneiderin) in Richtung Futter gebügelt. Falls notwendig einschneiden. Anschließend die beiden Nahtzugaben knappkantig auf den Futterstoff nähen und nun wenden. Jetzt darf man sich freuen, wie toll das Futter sitzt und muss keine Bedenken mehr haben, dass es sich „nach oben“ arbeiten könnte.

Hier mal zwei Beispielbilder vom Japan-Kleid:

So sieht der untergesteppte Teil von Außen aus

... und so sieht der untersteppte Teil von Innen aus
Noch was anderes zum Nähtreff: Mir ist aufgefallen, dass ich wenn ich „unter Beobachtung“ der Schneiderin nähe, ich wesentlich langsamer bin … man könnte auch sagen sorgfältiger. Daheim würde ich auch mal schnell schnell machen oder mir selber die Ausrede durchgehen lassen, dass „sich das beim Bügeln schon wieder gibt“ dort jedoch greife ich dann eher noch mal zum Auftrenner bzw. achte gleich darauf es „richtig“ zu machen.

Ja, ja die Schneiderin und ihre Folgen :-)

Montag, 5. Dezember 2011

Weihnachtskleid Sew-Along: Zwischenbericht

Ja, ich weiß eigentlich geht es erst am 12. Dezember weiter aber es hat sich in der Zwischenzeit noch einiges getan. Hier nochmal mein Schnitt und der Link zur technischen Zeichnung.

Vielen Dank für Eure Kommentare zu Teil 3. Ich habe zusätzlich noch die Schneiderin gefragt. Hoffe ihr nehmt mir das nicht übel aber so eine Livemeinung ist auch nicht zu verachten. Die von mir zugeschnittene Größe wurde als in Ordnung eingestuft. Freut mich, so kann ich ohne erneutes abpausen weitermachen.

Änderungen am Probeoberteil

Änderungen am Probemodell:

Folgende Änderungen haben sich bis jetzt ergeben:
  1. Top wird an den Seiten verlängert, so dass es nicht mehr spitz zu läuft. Das Spitze sieht zwar toll aus aber ich weiß jetzt schon, seitlich würde sonst bei mir „zieht“. Ich bin jetzt inzwischen in einem Alter bei dem muss der Bauch- und Nierenbereich immer bedeckt sein muss.
  2. Anstatt 7 Stäbchen werde ich nur 4 verwenden. Es ist kein richtiges Korsett, das was wegschnüren soll. Deshalb meinte die Schneiderin 7 Stäbchen wären etwas übertrieben. So habe ich dann noch Stäbchen übrig für ein richtiges Korsett mit Schließe und zum richtig schnüren.
  3. In eine Seitennaht kommt ein (teilbarer) Reißverschluss. Idee kam von mir als ich mir überlegt habe, ob ich jedes Mal die Schnürung aufmachen will um es anzuziehen. Zustimmung von der Schneiderin ... jetzt muss ich nur noch daran denken eine Seitennaht offen zu lassen.
  4. Oberstoff wird nicht mit Futter gedoppelt, schließlich sieht der Schnitt zusätzlich noch ein extra Futter vor. Bei dünnerem Stoff ist die Idee aber durchaus angebracht.
  5. In der Vogue Anleitung werden Stäbchen mit gekauften Tunneln untergebracht, 1. habe ich keine Tunnel in der richtigen Breite gefunden und 2. kann ich auch selber herstellen. Also keine Tunnel.
  6. Anstatt die Stäbchen in das Futter zu nähen, kommen diese nach Vorschlag der Schneiderin in den Oberstoff. Ist mir auch sympathischer. Diese werden dann an der Nahtzugabe festgenäht und sind von außen nicht zu sehen, zumindest die Naht nicht.
  7. Im Schnitt sind die Ärmel komplett gefüttert, mach ich nicht. Mein Stoff ist schon dick / schwer genug. Ich habe sonst Bedenken, dass ich trotz des Ausschnittes Hitzewallungen bekommen könnte außerdem würde man sonst nicht die schöne linke Seite des Stoffes sehen.
  8. In der hinteren Mittelnaht wurden ca. 5cm weggenommen. Finde die Idee gut, da so der Schulterbereich auch etwas Richtung Hals rutscht. Wenn ich Glück habe umgehe ich somit das bei diesem Schnitt bekannte Problem mit der nach unten rutschenden Schulternaht aufgrund der ausladenden Ärmel
  9. Seitennaht und die vordere Naht wurden auch je um ca. 1,5cm verschmälert.
Puhhhh, noch nie habe ich so viele Änderungen an einem Schnitt vorgenommen und noch nie habe ich nicht-tragbares Probeteil herstellt. Normalerweise wandern die Probeteile auch in meinen Kleiderschrank. Dieses Mal jedoch wollte ich es richtig machen. Änderungen wurden an mir gesteckt und dann habe ich das Probeteil wieder aufgetrennt (liebevoll gerissen) und die Änderungen auf den Schnitt übertragen und angefangen den eigentlichen Stoff / Futter zu zuschneiden.

Mensch, ich kann ja wirklich genau und sorgfältig arbeiten, bin ich von mir gar nicht gewohnt. Ich bin eigentlich eher die "Passt-Schon-so-irgendwie-Frau". Jetzt hoffe ich mal, dass das bei Nähen auch so bleibt.

Einzig die Ärmel schneide ich gleich aus dem Originalstoff ... ich hoffe jetzt einfach mal, dass die so passen. Im Notfall gibt es eben ein Oberteil ohne Ärmel wäre auch nicht so schlecht, dann könnte ich in langärmeliges Top drunter ziehen.

Aber ich freue mich schon richtig aufs Nähen, ich stelle mich der Herausforderung... ich schaffe das ... irgendwie… ansonsten lass ich mir eine Ausrede einfallen.

Hier noch das Korsettzubehör:

Paula, Karla und Helene :-)

Sind alles samt „Frauen“. Karla ist der Federstahl für die Stäbchen, Paula die Korsettschnur und Helene sind die Endkappen für den Federstahl.
Bestellt habe ich bei Picolino-Shop. Sehr schneller Versand. Einzig die Prymzange fehlt mir noch, aber die kann ich mir ausleihen.@K.: wehe Du verlegst die Zange bis dahin :-)

Freitag, 2. Dezember 2011

Begleitpersonen-Kleid: Fazit

Fazit: schön, dass ich es geschafft habe aber den Schnitt nähe ich nicht noch mal :-)

Schnitt: 109 aus der Burda 1/2010
Stoffverbrauch: 4m

Material: Baumwolle, nahtverdeckter Reißverschluss, Knöpfe (Erbstücke von Oma)

Änderungen: Knopfleiste mit G785 hinterlegt, Rockteil ohne Falten (d.h. Schnittteile für Innenrock auch für außen verwendet), gekürzt, Abnäher verlegt, Rollsaum unten und Gürtel

Was mir an dem Kleid gefällt ist die unglaubliche Leichtigkeit, sogar mit Reißverschluss und den 13 Knöpfen wiegt es nur 120gr laut Briefwaage und das bei einem langärmeligen Kleid. Deshalb taufe ich das Kleid vom „Begleitpersonen-Kleid“ zum „120gr-Kleid“ um.

Eigentlich wollte ich das Kleid auch auf der diesjährigen Firmenweihnachtsfeier anziehen aber dadurch, dass es so hoch geschlossen ist und lange Ärmel hat bekommt man leicht Hitzewallungen. Sitzen geht wunderbar aber Tanzen … da fehlt einfach die Luftzufuhr :-) hätte ich bei diesem dünnen Stoff nicht gedacht.

Nachdem ich dieses Kleid geschafft habe fühle ich mich jetzt auch gerüstet mal eine Bluse zu nähen, sowie schwerer kann das ja nicht sein. Schade nur, dass ich Blusen überhaupt nicht mag :-)

Trotzdem muss ich zugeben, dass ich auch ein kleines bisschen stolz auf mich bin, dass ich mich durch alle Hindernisse (meistens betreffend meiner Nähfähigkeiten) gekämpft habe und etwas Vorzeigbares dabei herausgekommen ist.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Das Näh-Fragezeichen Nummer 16: Kleider passend nähen

Hier meine Antwort aufs Meikes Nähfragezeichen
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Kleider passend nähen
Wie und wann passt Ihr Eure Kleider beim Nähen an? Macht Ihr Probekleider? Lasst Ihr sehr breite Nahtzugaben - um später passend zu Stecken? Messt Ihr vorher die Schnitteile? Habt Ihr eine Puppe nach Euren Maßen? Habt Ihr HIlfe, etwa von Partnern, von Nähfreundinnen, im Nähkurs? Was hat sich bei Euch bewährt - was waren falsche Weg?
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Wenn ich einen für mich neuen Schnitt nähe, pause ich diesen erst mal auf die von mir so geschätzte Baumarktfolie ab und klebe diese dann zusammen. Dann kommt das ganze auf meine selbst erstellten Puppe (habe hier gezeigt) und dann sehe ich schon, was geändert werden muss. Wenn es kleine Änderungen sind wie Abnäher verlegen oder so mache ich die Änderung erst am Schnitt. Größere Änderungen werden auf der Folie geändert und dann so zu geschnitten. Bei teuerem Stoff nähe ich den Schnitt meistens erst mit einem günstigeren Stoff. Ein richtiges Probemodell habe ich bisher nur für mein Weihnachtsoberteil genäht und inzwischen schon wieder auseinander genommen, um die Änderung auf den Schnitt zu übernehmen.

Bei der Nahtzugabe versuche ich mich auf 1,5cm (ausgenommen Säume) zu beschränken. Inzwischen klappt das ganz gut. Früher habe ich öfters beim nähen „Panikanfälle“ bekommen, dass es nicht passen könnte und sehr großzügig zugeschnitten. Nach ein paar „bösen“ Blicken von der Schneiderin schaffe ich es jetzt auch ohne.

Falls meine Puppe mal nicht greifbar ist, dann darf Mann oder meine liebste Nähfreundin stecken. Beide sind wirklich sehr gut darin. Einziger Unterschied: K. steckt so, dass ich noch atmen kann und „Mann“ bevorzugt einen SEHR körpernahe Sitz, da lass ich beim Nähen dann lieber noch etwas Luft.

Was ich gar nicht kann, ist einen Schnitt ausmessen und somit herausfinden, ob er mir passen würde oder nicht. Das ist für mich ein Rätsel… vielleicht hätte ich da dann eher den Mathe-LK belegen sollen :-)
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