Montag, 31. Oktober 2011

Johanna: Teil 1

So es geht wieder los mit meiner Johanna. Mein Probemantel vom letzten Frühling sah so aus. Dieses Mal soll es ein Übergangsmantel sein.

Walkstoff
Als Stoff habe ich mir diesen Walk ausgesucht. Eigentlich hätte ich gerne einen in Grau gehabt, den ich dann noch mit anderen Farben  kombiniert hätte aber leider gab es sonst nur Schwarz.

Schnitt ist wieder die Johanna von Farbenmix.
Bei den Farbenmix-Schnitten tue ich mich immer etwas schwer mit dem Auflegen der Schnitteile auf den Stoff, durch andere Schnittmustern (Vogue, Burda …) bin ich es gewöhnt, dass ich einen Plan habe wo ich was am platzsparensten auflegen kann. Farbenmix-Schnitte lassen einem da völlig frei Hand … ich werde aber lieber an der Hand genommen.

Zugeschnittene Schnittteile
Nichtsdestotroz habe ich die Schnittteile mutig auf den Stoff gelegt. Ich weiß nicht für welche Riesen der Mantel konzipiert ist aber bei mir geht der Mantel  selbst wenn ich wenn ich ohne Nahtzugabe ausschneide bis zur Mitte meiner Waden … was eine unglaublich „vorteilhafte“ Länge für mich ist. Mal schauen wie viel ich davon noch abschneide. Vorhaben für die nächste Joanna … endlich auf den Schnitteilen einzeichen wie lange er für mich werden soll…. Würde einiges an Stoff sparen.

Mit dem Futter bin ich noch etwas unsicher. Eigentlich wollte ich nur normalen Futterstoff nehmen aber die Schneiderin meinte, ich könnte mir ja auch mein einges Steppfutter herstellen. Die Idee gefällt mir, muss jetzt nur mal schauen welches Volumenvlies in Frage kommt und dann mache ich es vom Preis abhängig.

Außerdem würde ich noch gerne den Kragen gegen eine Kapuze austauschen. Die Schneiderin meinte wir probieren das mal. Mal schauen was daraus wird.

jetzt noch schön die Nahtzugabe zurück schneiden
Mir gefällt das Nähen mit Walk: kein Verrutschen beim Zuschnitt und keine Versäubern. Falls es den Walk noch gibt nähe ich mir vielleicht noch eine kurze Jacke. Die Nahtzugabe werde ich außen lassen und habe diese mit einer Zick-Zackschere aufs minium gekürzt. Diese Aktion hat mir leider ein Blase am Finger bescherrt aber was macht Frau nicht alles für einen neuen Mantel.

Der äußere Mantel war jetzt wirklich schnell genäht aber ich habe schon die starke Vermutung, dass das mit dem Innenfutter etwas zeitaufwendiger wird. Futter neigt ja eher dazu rutschig zu sein und versäubert will der ja auch noch werden ... aber was muss, das muss. Jetzt sollte ich erstmal ein passendes Futter finden. Hatte an einen anderen lila Ton gedacht.

Ansonsten fehlt noch der Reißverschluss und evtl. noch Kontraststoff für die Blenden und Ärmel, da lass ich mich mal im Laden inspirieren.

Die erste Anprobe war schon mal erfolgreich. Die Länge der Ärmel und die Gesamtlänge wird noch angepasst.


1. Anprobe
1. Anprobe

Sonntag, 30. Oktober 2011

Das Näh-Fragezeichen Nummer 11: unnütze Näh-Werkzeuge

Hier meine Antwort aufs Meikes Nähfragezeichen

Scheinbar unnütze Näh-Werkzeuge und -Materialien

Welche Nähwerkzeuge oder Materialien hast du gekauft und nutzt sie jetzt gar nicht oder nur sehr ungerne, weil Du vielleicht gar nicht genau weißt, wie, wozu und womit, oder der weil ein schreckliches Missgeschick damit passiert ist?
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Rollschneider:
Auch wenn ich es nicht gerne zugebe, bei mir ist es der Rollschneider. Bei mir schneidet der nicht richtig. Ich muss x-mal über den Stoff rollen bisher er endlich geschnitten ist. Hatte schon mal den Rollschneider von jemand anderen in der Hand und der hat 1a geschnitten. Klingen gewechselt habe ich auch schon aber meiner rollt einfach nicht (Schraube auch schon gelockert). Deshalb hole ich ihn eher selten raus. Ich gebe aber zu, dass ein Funktionierender bestimmt sehr praktisch ist.

Zackenschere:
Ich habe sogar zwei Stück (geerbt) aber irgendwie bin ich mir nicht sicher für was ich diese verwenden sollte, da ich zum Versäubern immer die Ovi nehme. Habt ihr eine Zackenschere?

Kopierrad / Kopierfolie:
Beides geerbt aber noch nie verwendet. Zum Abpausen verwende ich durchsichtige Baumarktfolie und Passzeichen und Co übertrage ich händisch auf den Stoff, da sehe ich auch wo ich zeichne. Meine bisherigen Versuche mit Kopierfolie waren nicht wirklich erfolgreich, da ich immer Baumarktfolie verwende bin ich es gewohnt den Stoff zu sehen, bei der Kopierfolie habe ich dann das Gefühl plötzlich blind zu sein. Woher weiß ich, dass alles richtig liegt? Stimmt der Fadenlauf? Fragen über Fragen.

Freitag, 28. Oktober 2011

Mutterpass Hülle

Ja, manchmal erwischt es einem ganz unerwartet. Ich werde „Tante“. Eine meiner liebsten Freundinnen ist schwanger und ich habe mich der Aufgabe angenommen ihrem schutzlosen Mutterpass ein richtiges Zuhause zu nähen.


Der Schnitt war schnell erstellt (ist ja auch wirklich kein Hexenwerk) und die werdende Mama hat die von ihr gewünschten Stoffe mitgebracht, so kann ich farblich schon mal nicht daneben liegen. Innen habe ich eine kleine Tasche für die Ultraschallbilder eingenäht. Inspiriert durch LillithRose und in Ermangelung von passenden käuflichen Stickbilder haben wir uns entschlossen anstatt einer Applikation die Vorderseite durch eine Acrylzeichnung zu verschönern. Die Zeichnung ist allerdings nicht von mir sondern von meiner Freundin ... bei mir wäre die Zeichnung nie so hübsch geworden.

Innentasche für die Ultraschallbilder

Wundert euch bitte nicht, wenn ich in den nächsten Monaten ab und zu auch was für Babys bzw. Schwangere nähe. Meine Freundin benötigt ja jetzt für den Bauch noch einiges an bequemer Schwangerenkleidung mit diesen tollen Jerseybunden habe ich mich bereit erklärt mir dann auch gleich welche zu nähen. Finde es so gemein, dass man als Nicht-Schwangere nicht auch diese bequemen Bunde (wie nennt man die Mehrzahl von "Bund"?) kaufen kann. Ab und zu bei der Sportbekleidung aber nie bei Alltagssachen wie Hosen und Röcke. Finde ja, dass ist eine echte Marktlücke. Habe für mich schon ein paar Freizeithosen mit „Schwangerenbund“ genäht und ich liebe sie. Jetzt fehlen mir noch Röcke ... da ich ja jetzt offiziell zur Schwangerschaftsbegleitungs-Freundin aufgestiegen bin … darf ich so was auch tragen :-)

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Me Made Mittwoch: Tannengrün - Restyle

Heute trage ich mein neustes Restyle-Projekt. Einen Kauf-Cordrock, den ich mal irgend woher bekommen habe und der lange in meiner "Daraus-Könnte-Ich-Mal-Was-Machen-Kisten" verschwunden war bis ich ihn dieses Wochenende zufällig wieder gefunden habe.

Der Rock ist eigentlich ideal für den Herbst, da er gefüttert ist. Nur das "tolle" Tannengrün war soooo langweilig, dass ich mich überhaupt nicht an den Rock erinnern konnte aber er sitzt wie als wäre er für mich gemacht ... also kam ich auf die Idee einfach etwas Zackenlitze unten dran und oben Vierecke ausschneiden und Stoff dahinter nähen. Jetzt passt der Rock perfekt zu meinem Näh-Stuhl und wer sonst hat sowas :-)

Ein Kumpel, der mich beim Zerschnippeln den Rocks beobachtet hat, meint nur es wäre ziemlich unproduktiv was ich da treibe ... seit wann schneidet man in einen makellosen Rock Löcher um sie anschließend wieder zu stopfen ... Liebe Männer ihr müsst das nicht verstehen.

Mir gefällt der Rock so jetzt schon wesentlich besser.

Weiß jemand zufällig wie man diese "umgekehrte" Applikationtechnik nennt?


Jetzt mal sehen, was die Anderen heute so tragen:

Montag, 24. Oktober 2011

Die Schneiderin: Tag der offenen Tür

Vor kurzem war Tag der offenen Tür in unseren Nähtreff bzw. auch den noch anderen angeschlossenen Werkstätten (Foto, Holz, Keramik, Medien …) meine liebste Nähfreundin hat uns gleich als Teilnehmerinnen angemeldet, damit die Gäste auch was zum Angucken haben. Hatte mir vorher überlegt, dass ich mir ein Schild bastle mit der Aufschrift „Do not touch“ aber so schlimm war es dann doch nicht :-) Die Schneiderin hat sich für diesen Tag was Besonderes ausgedacht die Gäste konnten sich Stoffbuttons herstellen und gleichzeitig schauen was wir so treiben. Besonders die Kinder hatten ihren Spaß.

Hier mal ein paar Eindrücke:

Button - Presse

Rohlinge

Buttons

Pacman Button


Lila ist ihre Lieblingsfarbe


genäht wurde auch noch ...

Samstag, 22. Oktober 2011

Das Näh-Fragezeichen Nummer 10: Overlock

Hier meine Antwort aufs Meikes Nähfragezeichen

Wozu braucht man eine Overlock-Maschine
Wofür, für welche - Materialien, Kleidungsstück, Nähte - nutzt ihr eine Overlockmaschine? Wo hat sie sich bewährt? Was geht besonders gut damit? Wo sollte man lieber vorsichtig sein bzw. besser die normale Nähmaschine benutzen?

Erinnert ihr euch? Ich dachte, es wäre eine clevere Idee, die Teilungsnähte meines Kleides mit der Ovi zu rattern. Leider wurde das ganze dann sehr unpräzise. Was wäre die Alternative gewesen? Mit der Nähmaschine vornähen und dann mit der Ovi versäubern? Oder erst versäubern? Der Teufel liegt wie immer im Detail und merkwürdigerweise findet man solche konkreten Fragen nicht in den Büchern beantwortet.

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Wozu man eine Ovi braucht … da ich hauptsächlich Kleidung nähe verwende ich sie eigentlich so gut wie bei jedem meiner Projekte. Ich muss sogar zugeben, dass ich bevor ich mir eine neue Nähmaschine gekauft habe (zu der Zeit hatte nur eine alte geliehene Nähma von meiner Mutter) habe ich mich von meinem Dad überreden lassen mir eine Overlock zu kaufen. Er meinte meine Oma, die selber sehr viel genäht hat, hätte ihre Ovi nie hergegeben und deshalb wäre es nur logisch, dass ich, wenn ich jetzt auch ins Kleidungsnähen einsteige mir auch eine kaufe. Das Argument zog bei mir … wenn meine Oma eine hatte will ich auch eine und so zog kurze Zeit später eine gebrauchte Pfaff Ovi 788 bei mir ein.

Bei Nicht-Jersey Projekten verwende ich die Overlock zum Versäubern, geht so schön schnell und je nach Jersey Projekt, kann es sogar sein, dass ich alles komplett an der Ovi nähe und die Nähmaschine gar nicht brauche. Außerdem overlocke ich neue Stoff (außer Jersey) bevor diese in die Wäsche kommen, so muss ich keine Sorge haben, dass er sich dieser während der Wäsche auflöst.

Prinzipiell, vor allem bei bisher noch nicht genähten Schnitte nähe ich erst mal alle Nähte auch die eigentlichen Ovinähte mit der Nähmaschine einem 6er Stich, dann wird anprobiert und dann darf die Ovi drüber rauschen. Denn wenn die Ovi erstmal abgeschnitten hat dann ist ab. Die Schneiderin meint, dass man die Ovi bei Nicht-Jerseyprojekten nicht zum eigentlichen Nähen sondern nur zum Versäubern der Nahtzugabe nehmen sollte und die Nahtzugaben dann jeweils einzeln overlocken sollte. Ich overlocke immer beide Nahtzugaben zusammen, spätere Änderungen sind bei mir nicht vorgesehen :-)
Sehr gerne verwende ich auch den Rollsaum vor allen Dingen beim Futter.

Alles in allem möchte ich meine Ovi nicht mehr missen. Die Cousinen-Tunika musste ich ja ganz ohne Ovi nähen und ich muss sagen sie hat mir gefehlt. Versäubern mit der Nähma dauert (zumindest für mich) wesentlich länger, sieht nicht so schön aus und abschneiden muss man die Nahtzugabe dann auch noch.

Wie bei vielen Nähwerkzeugen würde ich sagen, eine Ovi ist kein Muss eher ein nützliches Add-On. Jeder kann ja selber am besten einschätzen, ob Ovibedarf besteht oder nicht.

Freitag, 21. Oktober 2011

Die liebe Johanna ... mein erster Mantel

Ende letzten Jahres bin ich auf den Johanna Schnitt von Farbenmix (Hier Beispielbilder) gestoßen. Ach so, ein Mäntelchen für mich und so schön auf Figur geschnitten. Mein bisheriger Kauf-Wintermantel in einem langweiligen Schwarz, war eigentlich zu weit und zu lang und zu langweilig und eigentlich überhaupt nicht schön aber was besseres hatte ich nicht gefunden. Also stand fest ein neuer Mantel muss her. Gerne hätte ich ihn aus Walkstoff genäht ... naja nur bis ich den Preis für Walk entdeckt habe. Ein Probestoff musste her.
  
Schnittanprobe -Hinten
Schnittanprobe - Vorne
Dies war mein erster Schnitt mit so vielen Einzelteilen. Um zu schauen, ob mir das gute Stück überhaupt passen würde musste mein zweites Ich herhalten und Modell stehen.


Es passte und schon gings los: Mit viel Willen und wenig Ahnung. Im Endeffekt bin ich froh, dass ich zu der Zeit auf den Nähtreff gestoßen bin. Die nette Schneiderin war mir gerade beim Ärmel einsetzen eine große Hilfe auch wenn ich innerlich geflucht habe, da ich zum Einzeichnen keine Schneiderkreide sondern nur Reihfaden verwenden durfte ... aber ich muss kleinlaut zugeben ... sie hatte recht. Das Endergebnis ist sehr tragbar geworden und ich bin schon ein bisschen Stolz auf meine Johanna. Habe auch das passende Kleid und einen passenden Rock dazu genäht.

Johanna - Hinten
Johanna
Johanna habe noch auf folgenden Blogs entdeckt: Frau Kichererbse , Stermeto , Crafteln und bei Jako-Babs. Ich finde es faszinierten wie unterschiedlich die Mäntel aussehen, obwohl es jedes Mal der selbe Schnitt ist.



Den Stoff für die nächste Johanna habe ich schon gekauft ... demnächst mehr.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Me Made Mittwoch: Rock Model Nr. 2

... heute regenet es sogar ... was soll Frau da nur anziehen. Schweren Herzens habe ich mich für diesen Burda Rock entschieden. Den Rock habe ich schon mal genäht, damals aus Cord (siehe hier).

Dieses Mal habe ich in weiser Vorraussicht daran gedacht den Rock zu füttern .... aber ich habe das Futter zu kurz gemacht. Ich probiere es heute nochmal ansonsten werde ich wohl oder übel das Futter von verlängern müssen.

Schnitt: Burda 7/2008 113

Stoff: ausm örtlichen Nähladen. Daraus habe ich auch ein Kleid genäht. (Siehe hier.)

Fazit: Schöner Schnitt, nur nachdem ich jetzt den Schnitt zweimal genäht habe, darf auch mal ein andere Rockschnitt her. Der Stoff ist toll für den Herbst, da er etwas dicker ist.


Hier geht es zu den Anderen:



Bund / Tascheneingriffe

Montag, 17. Oktober 2011

Cousinen-USA-Deutschland-Projekt-Tunika :-)

Mit meiner Cousine (die aus Kalifornien) hatte ich geplant, dass wir zusammen etwas nähen wenn Mann und ich uns schon bei ihr "einnisten". Sie hat bisher Deko und Taschen genäht, sich aber noch nicht an Kleidung getraut.

Ich habe also den Schnitt und die Stoffe mitgebracht. Faden und Co. habe ich daheim gelassen. Bin in meinem jugendlichen Leichtsinn davon ausgegangen, dass man in einem so großen Land doch irgendwo noch hellblauen Faden auftreiben kann. Nix da, wir haben 3! „Nähläden“ in der Region abgefahren und alle hatten nur eine Minimalausstattung an Fäden, nämlich Rot, Blau, Gelb, Weiß, Schwarz, Braun. Ich konnte es nicht glauben. Schlussendlich habe ich dann aufgegeben und mein blaues Top mit weißem Faden genäht. Ein Lob an Gütermann und tolle deutsche Nähläden mit vielen Stoffen.

Schnitt: Burda 07/2010 130

Stoff: dünne Baumwolle

Änderungen: Schlitz rechts/links weggelassen, Ärmel ohne Gummizug, zusätzlicher Gürtel und in der Breite insgesamt 6cm enger gemacht.

Fazit: Schneller und recht leichter Schnitt.

Ehrlich gesagt hätte ich mir diesen Schnitt nie selber ausgesucht, zu zeltartig und überschnittene Ärmel wirken an mir immer als hätte ich was viel zu großes an aber da meine Lieblingscousine sich den Schnitt rausgesucht hat, wollte ich natürlich keinen Rückzieher machen. In Deutschland hatte ich die beiden Stoffe schon vorgewaschen und den Schnitt abgepaust. Von beiden hatte ich ca. 10cm mehr als im Schnitt angegeben gekauft. Der weiße Stoff ist beim Waschen sehr stark eingegangen, so dass nicht mehr genügend Stoff für den später noch spontan beschlossenen Gürtel übrig war. Bei meinem blauen Stoff hat es ohne Probleme noch gereicht.

Ich habe das erste Mal seit Ewigkeiten nur mit der Nähmaschine versäubert. Es funktioniert aber dauert viel länger und sieht nicht so hübsch aus wie das Versäubern mit der Ovi. Die Nähmaschine meiner Cousine kannte genau zwei Geschwindigkeiten: Stillstand und High-Speed. Dazwischen hat sie nur ein Brummen von sich gegeben. Naja, wenigstens konnten wir so unsere Fähigkeiten im Auftrennen vertiefen.

Die Herausforderung bei diesem Schnitt lag für mich ganz klar bei dem Polokragen. Hatte ich bis dato noch nie gemacht. Die Burda Anleitung war sagen wir mal sehr kryptisch geschrieben und für mich völlig unverständlich. Zum Glück bin ich dann noch nach längerer Suche durch die Hobbyschneiderin auf die tolle Anleitung von Husqvarnaviking.com und dem virtuellen Nähstudio gestoßen. Unter den Stichpunkt „Nähtechniken“ -> "Ausschnitte" -> "Kurze Knopfknopfleiste". Und plötzlich war es ganz einfach :-) Der Rest des Schnittes lies sich super einfach nähen. Einziger Vorteil von angeschnittenen Ärmel. Eine Anpassung entfällt komplett.

Sonntag, 16. Oktober 2011

Das Näh-Fragezeichen Nummer 9: Näh-Werkzeuge

Hier meine Antwort aufs Meikes Nähfragezeichen

Stoffsüchtig? Ja, klar! Aber es gibt noch mehr, wofür wir Geld ausgeben können. Ohne gutes Werkzeug geht es nicht. Bei manchen Werkzeugen bin ich wirklich unsicher, ob ich sie brauche und wenn ja wofür. Gestern, beim Schrägband schneiden und bügeln dachte ich über Schrägbandformer nach. So kam ich auf die heutige Frage.

Näh-Werkzeuge
Gibt es ein Näh-Werkzeug, dass du (erst gar nicht haben wolltest) jetzt aber nicht mehr missen möchtest. Wofür und wie benutzt du es? Natürlich sind Mehrfachnennungen erlaubt!

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Meine Nummer 1: das Handmaß! ganz dicht gefolgt von meinem Nadelkissen fürn Arm.

Das Handmaß habe ich durch die Schneiderin beim wöchentlichen Nähabend kennen gelernt und war erst sehr mißtrauisch wofür man dieses komische Lineal denn verwenden sollte, inzwischen könnte ich mir Nähen ohne Handmaß nicht mehr vorstellen.


Da ich dieses Mal im Urlaub auch genäht habe, musste ich mir überlegen was ich mitnehmen. Blöderweise schreiben Fluggeschellschaften vor wieviel Gewicht man maximal mitnehmen darf ... solche Spielverderbe also habe ich mich für das Handmaß, mein Nadelkissen, Auftrenner und G785 (vom Schnitt vorgeschrieben) und Schneiderkreide entschieden. Deshalb würde ich sagen, dies sind meine wichtigsten Nähwerkzeuge (Schere eingeschlossen aber die war zu schwer). Alles andere lässt ich irgendwie auch anderes lösen.

Außerdem sind in meinem normlen Nähkoffer noch: Schneiderschere groß, Schneiderschere mittel mit Band für um den Hals hängen (sehr wichtig, ich verlege die Schere ansonsten immer),Schrägbandformer (18mm), Schneiderkreide (mehrere Farben), Auftrenner ...

Ich habe schon mal darüber geschrieben hier gibts die komplette Liste.

@Meike: vielen Dank für deine tollen Nähfragezeichen.

Freitag, 14. Oktober 2011

Kalifornien - Ödland für Näherinnen?

Dieses Mal hatte ich mir vorgenommen im Urlaub nichts Neues zum Anziehen zu kaufen, sondern nur Stoffe … ja, gut ich habe bis zum ersten trendigen Second-Hand-Shop am 2. Urlaubstag durchgehalten.

Durch den Blog von DickesPaulinchen bin ich auf Superbuzzy gestoßen. Superbuzzy verkauft japanische Stoffe und ich liebe die japanischen Stoffen nur die Preise nicht :-)

Praktischerweise lag das Lager direkt auf unserer Route von San Francisco nach San Diego. Obwohl es keinerlei Firmenlogo oder Klingel gab, konnte man durch die Fenster anhand der auf dem Boden liegenden Stofffetzen schon erahnen, dass das Superbuzzy sein muss. Kelly (sie arbeitet dort) war super nett und ließ mir komplett freie Hand beim Durchstöbern des Lagers.

Echino Stoffe

so viel Auswahl

Die Auswahl war einfach unglaublich. In den deutschen Läden finden man normalerweise immer nur sehr wenig Auswahl was die japanischen Stoffe angeht und dort hatte ich das Gefühl jeweils immer die komplette Kollektion der aktuellen Stoffe vor mir zu haben.Traumhaft!
 
"Mann" hatte nach ca. 5min schon einen leichten Nervenzusammenbruch und beschloss vor der Tür zu warten, versteh gar nicht warum.

Schlussendlich habe ich mich für die folgenden Stoffe entschieden:


Der rosa Stoff ist Wachstuch und wird wohl meine nächste Kameratasche (keine Fotobella mehr sondern ein selbst gebastelter Schnitt). Den Eulenstoff habe ich in den einzigen anderen richtigen Nähladen gekauft, den wir in den zwei Wochen gefunden haben.
Der braune Stoff wird ein Rock. Der Totenkopfstoff (sieht in Echt wie gestickt aus) wird wohl ein Oberteil, bin noch auf der Suche nach einen Schnitt mit möglichst wenig Abnähern und die beiden anderen werden entweder Röcke oder Taschen.

Hätte ich gewusst, dass wir während des restlichen Urlaubs auch keine anderen richtigen Nähläden finden hätte ich mir hier gerne noch ein paar andere Stoffe mitgenommen.

Außerdem hatte ich gehofft doch noch ein paar Vogue, Simplicity ... Schnitte in den USA zu finden,um die sonst hohen Versandkosten zu sparen aber ich habe in keinem der Läden Schnitte gefunden. Zu meinem Glück waren diese Woche die Vogue-Schnitte auf $4,88 reduziert und jetzt warte ich auf meine neuen Schätze.

Insgesamt war ich vom den Städten auf unserer Reiseroute was Stoffläden angeht sehr enttäuscht. Stoffläden scheinen etwas sehr seltenes zu sein und dann sind sie dermaßen versteckt, dass man sie nicht findet. Es gibt zwar noch die großen Hobby-Center aber die haben zu jedem Hobby gefühlte 2 -3 Sachen aber nichts richtig. Meine Cousine meinte, dass vieles online bestellt wird und so die Läden vor Ort gar nicht benötigt werden ... aber wie zum Teufel kauft man Fäden oder andere farbsensible Sachen für aktuelle Projekte?! ... da lob ich mir doch unsere Nähläden. Stoffstück mitnehmen an die Garnrollen halten und gut ist.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Me Made Mittwoch: Norderney

Endlich habe ich wieder Zeit für den Me-Made-Mittwoch. Muss sagen die letzten zwei Wochen hat doch schon was gefehlt. Freue mich schon heute Abend eure Blogs durchstöbern zu können.

So jetzt aber zu meinem heutigen Kleid:

Norderney - Kleid
Schnitt: Norderney von Farbenmix

Stoff: Pseudo-Samt (bin mir nicht sicher, aber Cord ist es nicht und normaler BW-Stoff auch nicht.)

Änderungen: habe aus der Tunika ein Kleid gemacht. D.h. einiges an der Weite weggenommen und dafür einen nahtverdeckten Reißverschluss unterm Arm eingesetzt. Die Taschen habe ich weggelassen, hat irgendwie komisch gewirkt.

Fazit: sehr einfacher Schnitt, auch Anfänger geeignet.

Es wird wieder kälter und ich musste heute feststellen, dass ich so gut wie nichts selbstgenähtes zum Anziehen für den Herbst habe. Muss mich also bis nächste Woche noch etwas ran halten.

Wie weit seit ihr schon mit euren Herbstsachen?







 
Hier geht es zu den Anderen:

Montag, 10. Oktober 2011

Vogue V8581 Tunika

Vogue Tuinka + Kaufrock
1. Schnittmuster: V8581
 
2. Änderungen: Ärmel als Fledermausärmel, also nicht mit Gummizug am Ende und Oberteil auf jeder Seite um 3cm! enger gemacht.

3. Mein Eindruck vom Schnitt:
sehr einfach zu Nähen. Das Oberteil war schnell genäht, Passform auch sehr gut (gut bei einer so einfachen Tunika wär´s auch komisch wenn´s anders wäre). Den Schnitt werde ich bestimmt nochmals nähen. Ist was Schnelles für Zwischendrin.

Ich mag die Vogue Schnitte einfach, finde die Anleitungen besser beschreiben als so manche Burdaanleitung.

Die Vogue Schnitte kaufe ich immer direkt bei http://voguepatterns.mccall.com/. Es gibt immer wieder Aktionen da kostet der Schnitt nur 3,99 oder 4,99 Dollar. Ich bestell dann gleich 7 Stück und ca. 2 Wochen später sind die guten Stücke dann bei mir. Mit dem Zoll hatte ich bisher zum Glück noch keine Probleme aber immer einen Aufkleber mit "von zollamtlicher Behandlung befreit" oder so ähnlich.

Freitag, 7. Oktober 2011

Burda 103 05/2011 Tunika

Ja, ich bin schon eine "Nachmacherin" obwohl ich das Shirt am Anfang viel zu "sackig" fand und laut verkündet habe, dass ich mir soooo was nicht nähe.
Nachdem aber meine liebste Nähfreundin das Top schon genäht hat und ich es bei Sandymeadows, Miss Margerite und Elisa-Design gesehen, finde ich doch langsam gefallen daran. :-)

Fertig!
Schnitt: Burda 05/2011 103
Stoff:    Restekiste vom Karstadt, Chiffon oder so
Änderungen: Ärmel ohne Schlitz, keine Blenden sondern Schrägband und Rollsaum
Fazit: Nähe ich bestimmt nochmal


Das Top lässt sich prinzipiell wirklich schnell nähen ... wenn ich nicht aus versehen zweimal den selben Ärmel zugeschnitten hätte und ewig gebraucht habe um das zu bemerken. Das von mir hinzugefügte Schrägband hat noch einige meiner Nerven gekostet ... ich war nämlich fest davon überzeugt ein normales Band ohne 45° Winkel tut es auch ... nix da. Ich durfte den Ausschnitt insgesamt 2x auftrennen. Meine Lieblingsschneiderin hat mich dann davon überzeugt, dass ein richtiges Schrägband an dieser Stelle wirklich wichtig wäre ... und siehe da damit hat es auf Anhieb geklappt.

Anmerkung: wenn ich vorm fotografieren mal in den Spiegel geschaut hätte würde es nicht so aussehen als wären die Ärmel verschieden lang.
 

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Afrika-Top-Reststoff - Rock

Ich habe ja schon angekündigt, dass ich aus dem Rest-Schlau-Stoffstück vom Afrikatop noch einen schnellen Rock nähe.

Hier ist er:

Afrika-Rock
Schnitt: Gibt´s nicht, ist ja nur ein Schlauch
Stoff: Karstadt und Futter ist ein Reststück vom Kleid von Mei-Mei

Futter und Afrikastoff sind zwei Schläuche oben mit einem Gummiband. Das Gummiband habe ich mit der Ovi ans Futter genäht. Einen Tunnel für das Gummi finde ich nicht so bequem, da sich bei mir irgendwie immer wieder das Gummi im Tunnel verdreht.

Hier der Link zum passenden Oberteil.

Montag, 3. Oktober 2011

bloggende Männer

Mein Liebster hatte diese Woche ein ganz tolle Idee als ich mal wieder "kurz" bei meiner Blogrunde war.

Er könnte doch auch einen Blog schreiben. Ich war erst ganz erstaunt ...

Ich: "Du, einen Blog, was willst Du denn Schreiben". ...
Er: "Na, wie ich leide" ...
Ich: "Du leidest?!"...
Er: "Ja, unter dem Nähen...  da draussen gibt es bestimmt noch sehr viele andere Männer, die immer wieder zum Abstecken, Abpuffen und Fotografieren gezwungen werden. Wir, Männer, könnten uns dann darüber austauschen, während ihr Euch gegenseitig eure neusten Werke zeigt. Wir armen Männer werden ja in euren Blogs niiiieeeeeeee erwähnt. Das wären dann sozusagen "Antinähblogs""
Ich: (fassungsloses Schweigen)

Samstag, 1. Oktober 2011

HANNI-Massenproduktion

Endlich hatte ich Zeit für ein paar kleine Nähproduktionen, nämlich ein paar HANNIs zum Verschenken genäht. Die Idee ist von Frau Kichererbse und hier seht ihr meine ProbeHANNI.


Die Webbänder sind alle von Dawanda und die Gummibändern ausm Nähladen. Hätte gerne alles lokal gekauft aber in den Nähläden hier, gibt es nur schreckliche Webbänder. Die modernen Design sind nicht zu finden ... ich frag mich wer die im Laden angebotenen "hübschen" Bänder kauft.

Diese Bänder standen zur Auswahl:


Und das ist daraus geworden:


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