Montag, 27. Februar 2017

Blog "grüner Nähen" - das Näh-Nerd- Interview mit mir


Letzte Woche erreichte mich eine sehr nette Email von Karin vom Blog grüner Nähen. Sie hat mich eingeladen, bei ihrer Interview-Reihe "Näh-Nerd-Interview" dabei zu sein. Ich habe mich riesig über die Anfrage gefreut.

Sie interviewt regelmäßig Nähblogger rund um unser liebstes Thema. Mit dabei waren u.A. schon Greenfietsen, Metterlink, Zwerkenstücke (wir wohnen in der gleichen Stadt, aber haben uns noch nie getroffen - hoffe das wird mal was) und Just sewn. Ich reihe mich also ein in eine ganze Reihe toller und interessanter Nähbloggerinnen.
Ich finde diese Interview-Reihe ist eine wunderbare Idee, verschiedene Nähbloggerwelten zusammen zu bringen. Ich bin sehr gespannt, wer noch alles bei Karin zu Gast sein darf.

Ihre Fragen an mich waren gar nicht so einfach zu beantworten. So durfte ich "für 150€ (leider nur gedanklich) einkaufen", mir meine Traumnähmaschine vorstellen, über Schnittmusterhersteller sinnieren, über meine "Special"-Muriel-Nähtechnik berichten und und und.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen. -> Hier gehts zu dem Interview.

Donnerstag, 23. Februar 2017

Maggie´s Stay-On Baby Booties

Beim Durchschauen der Schnittmustersammlung von KunterKatha bin ich auf einen süßen Daheim-Schuhe-Schnitt gestoßen: den  "Tween-Adult-Slippers" von beautifulpieshop.etsy.com. An Daheim-Schuhen ist mir kein Erwachsener eingefallen, der solche Schuhe braucht / anziehen würde. Ich selbst bevorzuge Rein-Schlüpf-Schuhe für Daheim. Hingegen als Baby-Kinder-Variante fand ich den Schnitt sehr süß. War mir nur nicht sicher, ob das nur etwas ist was Leute ohne Kinder toll finden oder es sich auch in der Praxis an echten Kindern bewährt. Eine kleine Umfrage bei befreundeten Eltern ergab, dass diese sehr praktisch wären, da diese dank den Schaft nicht so einfach von den kleinen Rackern ausziehbar sind :-)

Baby-Booties in den Größen von 0 -18 Monate
(KamSnaps fehlen noch)
So habe ich zwischen den Jahren einen kleinen Rundumschlag gemacht und ein paar Schüchchen genäht. Zu meinem "Glück" waren alle benähten Kinder in verschiedenen Altergruppen, so dass ich das Schnittmuster gleich dreimal abpausen durfte.
Der Materialbedarf ist sehr gering und eignet sich auch gut zur Restverwertung.

Die Anleitung ist eine Anleitung mit Fotos. Ich bevorzuge Anleitungen mit Grafiken aber bei solchen "privaten" Schnittmustern sind es nun mal in der Regel Fotos. Manchmal musste ich schon raten, da die Stoffauswahl zwar schön war, aber für Fotos nur so semi-geeignet war.
Ein Schritt in der Anleitung hat mir gar nicht gefallen: Innen an der Ferse befindet sich die Nahtzugabe innen, wo auch der Fuß ist. Das hat mir optisch nicht so gefallen und ich stelle mir das auch nicht so bequem vor. Beim zweiten Paar habe ich die Naht dann zwischen dem Schaft und dem "Innenschuh" versteckt. So gefällt es mir wesentlich besser. Warte nun noch auf das Fazit der Eltern.

Zwei fertige Schuhe: Einmal (links) nach Anleitung, rechts meine geänderte Variante.
Hab leider vergessen ein Foto von dem fertigen Schuhen machen aber es haben ja beim oberen Bild nur noch die KamSnaps gefehlt. Habe das erste mal KamSnaps verarbeitet. Für meine Prym-Zange habe ich die entsprechenden Aufsätze gekauft. Hat sehr gut damit geklappt.

Die beiden größeren Paar Schuhe habe ich noch mit Sockenlatex versehen. Die Kleinen sollen ja einen sichern Stand haben.

Schnittmuster: Maggie's Stay-On Baby Booties in drei verschiedenen Größen
Material: Reststoffe von anderen Projekten, Fleece, Gummiband, Kamsnaps, Sockenlatex
Änderungen: Schuhinnennaht zwischen Schaft und Innenschuh
Fazit: Ich finde die Booties super niedlich. Bin gespannt, auf die ersten Tragebilder und Rückmeldung zur Passform

Muriel

Sonntag, 19. Februar 2017

Podcastepisode Nr. 19 mit Sandra von Rehgeschwister

Sandra von Rehgeschwister
Heute habe ich wieder eine neue Nahtzugabe5cm-Podcast-Episode für euch.
Wir (Chrissy, welche netterweise viele Stunden für die Nachbearbeitung jeder Folge opfert, und ich) werden unser Bestes geben, um Euch wieder regelmäßig mit neuen Folgen zu versorgen. Zwei weitere sind schon im Kasten. 

In dieser Folge ist Sandra vom Blog Rehgeschwister mein Gast. Sie näht strickt, stickt und noch vieles mehr.
Ihren Blog gibt es nun schon seit Ende 2014.
Sie schreibt über ihre selbst genähte Kleidung, die für ihre Töchter und die für ihren Mann. Wohingegen andere Näherinnen bevorzugte Schnittmusterfirmen haben, findet sich bei ihr ein bunter Strauß an Schnittmusterfirmen. Bei der Recherche kam ich auf 38 unterschiedliche Schnittmusterhersteller. Das muss man erst Mal schaffen.

Wir sprechen über ihre momentane Strickleidenschaft, ihre Meinung zum Thema Probenähen, wie ihre tollen Blogfotos entstehen und über ihre komplett hangenähten Alabama Chanin Stücke. Sie verrät auch, wie es zu ihrem Blognamen kam und wofür man die Umverpackung von Druckerpapier nutzen kann.

Shownotes zu dieser Episode:

 Nun will ich Euch nicht noch länger auf die Folter spannen. Los geht es mit der Podcast-Episode:


 
Hier sollte ein Player angezeigt werden, 
falls nicht, bitte den Post über meinen Blog direkt aufrufen, dem Downloadlink,
via iTunes  oder einer Podcatcher App für Android / Windows Phone  (hier der RSS-Link für eure mobilen Geräte) 

 
Music "Goodwill Cowboys Ride Again" by Michael Chapman & The Woodpiles (modified by Muriel)
Available on the Free Music Archive under CC BY-NC 3.0 license


Vielen Dank an Chrissy (Chrissys Nähkästchen) für ihre stundenlange Arbeit für den Schnitt dieser Podcastfolge. 


Weitere Infos rund um den Nahtzugabe5cm-Podcast findet ihr auf meiner Podcast-Seite.
Und jetzt bin ich gespannt, wie Euch diese Folge gefallen hat.

Wenn Euch mein Podcast gefällt, würde ich mich freuen,
wenn ihr das Podcastlogo mit Verlinkung mit auf Euren Blog nehmt.
Vielen Dank.
"Ich höre den Podcast von Nahtzugabe5cm.de"

Freitag, 17. Februar 2017

Dinkelkissen in klein und kleiner (Pacman)

Eines meiner liebsten Geschenkprojekte für frisch gebackene Eltern sind Dinkelkissen. Gerade für Herbst-Winter-Babies ist das eine tolle Sache.

Dinkelkissen hab ich der Vergangenheit schon einige genäht, darunter kleine mit nur 150gr. - 200gr (blaue Punkte, fürs Patenkind inkl. Namen) und Kissen für Erwachsene von 500gr bis 1kg (Männervariante, blaue Punkte Ver.2, Eulen und Schildkröten)

Trotz der vielen Dinkelkissen habe ich noch kein Schnittmuster. Das entscheide ich immer spontan. Beim Inlay, welches mit Dinkel gefüllt wird, macht das noch einigermaßen Sinn. Bei der Kissenhülle mit Hotelverschluss ärgere ich mich jedes Mal, dass ich schon wieder rum rechnen muss.

Innenkissen inkl. Füllung

Bei den kleinen Babykissen mache ich keine Unterteilung um mehrere Kammern zu haben. Bei den größeren Kissen gibt es je nach Gewicht immer mehrere Kammern.

Dieses Mal ist ein kleines Kissen entstanden, so wie ein größeres mit 500gr. Füllung für den Mann. Jetzt ratet mal welches für ihn ist: :-)

Babydinkelkissen und Mann-Dinkelkissen


Den PacMan Stoff von Spoonflower hätte ich gerne als Kleid. Weil ich mir wegen der Motivgröße und der Haptik des Stoffes nicht sicher war, habe ich zu erst nur einen FatQuater als Probestück bestellt. Bis ich mich dann entschlossen hatte, gab es das Pacman Motiv nicht mehr auf Spoonflower. :-( Die anderen PacMan Motive gefallen mir leider so überhaupt nicht. Ich wollte schon genau dieses Motiv haben und hätte soooo gerne ein Pacman Kleid. Jetzt muss ich mich halt an dem kleine Stückchen Stoff festklammern und davon träumen.
Ich hab Mann schon gesagt, was für eine Ehre das für ihn ist, dass er "nur" um beim Computerspielen warme Füße zu haben, den Stoff angeschnitten bekommt. Er hat versprochen, das Dinkelkissen gut zu behandeln. 

Schnitt: Rechteck - habe mich an der gewünschten Dinkelmenge orientiert. Bezug mit Hotelverschluss.
Material: fester Baumwollstoff für das Innenkissen und bedruckte Baumwolle für die Kissenhülle, Dinkel (150gr / 500gr).

Muriel

Donnerstag, 16. Februar 2017

Ankündigung: Nähbloggerinnentreffen in Stuttgart



Aller guten Dinge sind ja mindestens 3, deshalb gibt es in diesem Jahr die dritte Auflage des Nähbloggerinnentreffens in Stuttgart. Und wir (Sabine, Elsa und ich) würden uns riesig freuen, wenn ihr wieder oder erstmalig dabei wärt!

Das Treffen findet am 27.05.2017 statt. Bei Elsa gibt´s die Berichte vom letzten Jahr!

Das Programm wird im wesentlichen ähnlich sein. Wir treffen uns am Hauptbahnhof, wandern durch verschiedenen Stoffläden, dann gäbe es die Möglichkeit wieder im Kurzwarenladen Berger eine extra für uns organisierte Veranstaltung zu besuchen. Herr Berger würde uns etwas über Einlagen erzählen.


Und danach erholen wir uns bei Essen und Trinken, mit open end......

Weitere Details zum Ablauf folgen.

In letzten Jahr gab es ja einen kleinen Sew Along im Vorfeld, hättet ihr Lust dazu euch in diesem Rahmen etwas für das Treffen zu nähen? Und wir würden gerne wissen, völlig unverbindlich, ob ihr Interesse am Besuch bei der Firma Berger habt?  Hier geht´s zum Anmeldungsformular. 
Und noch eine Anmerkung: Auch ohne Blog seid ihr herzlich willkommen!

Wir freuen uns jetzt schon über eure Zusagen.

Fragen gerne per Email an bloggerinnentreffen@nahtzugabe5cm.de.


Dienstag, 14. Februar 2017

"Was wir tragen, was wir sind" Teil 3: Stilvorbilder


Im Sauseschritt geht es weiter mit Teil 3 der wunderbaren Blogserie "Was wir tragen, was wir sind". Die Aktion wurde initiiert von Nicole vom Blog ArtundStil.de.

In dieser Folge beschäftigen wir uns mit diesen Fragen:
  1. Was bewunderst du an der Art, wie andere Frauen auftreten?
  2. Viele Leute sagen, sie wollen sich «wohl fühlen», oder sie bewundern Menschen, die »selbstbewusst» wirken. Was bedeutet das für dich?
  3. Fallen dir Frauen auf Straße auf? Falls ja, welche Art von Frauen ziehen deine Aufmerksamkeit auf sich?
  4. Welche bewunderst du? Wenn nicht Bewunderung, wie würdest du das Gefühl beschreiben, das eine interessant angezogene Frau auf der Straße bei dir auslöst?
Dann lege ich mal los.

1. Was bewunderst du an der Art, wie andere Frauen auftreten?
Wie auch schon Nicole (ArtundStil) und Nadine (Nadelbernd) geschrieben haben, habe ich auch ein Problem mit dem Wort "bewundern". Für mich schwingt da irgend ein Unterton mit, den ich jetzt nicht wirklich für mich greifen kann. Wüsste jetzt auch nicht wessen Auftreten ich in dem Sinne bewundere.

2. Viele Leuten sagen, sie wollen sich "wohlfühlen", oder sie bewundern Menschen, die "selbstbewusst" wirken. Was bedeutet das für dich?
"Wohlfühlen" ist für mich ganz wichtig. Ich muss mich in der Kleidung die ich an dem Tag trage, unbedingt wohlfühlen. Da geht es gar nicht darum, dass das Schlabberklamotten sind, sondern darum, dass die Kleidung zu meiner aktuellen Tagesstimmung passt. So gibt es Tage für Bleistiftröcke und an anderen Tagen muss es zum Wohlfühlen das Kleid mit dem Tellerrock sein. "Hosen-Wohlfühltage" gibt es bei mir eigentlich erst, seit ich meinen Webstoff-Jumpsuit genäht habe. Vorher waren Hosentage (Gingerjeans) einfach die Tage, an denen mir nach nix anderem war - sozusagen die Notfalllösung.
"Selbstbewusst" wirken kann für mich durchaus durch Kleidung unterstrichen werden. Dennoch finde ich, es ist mehr eine innere Haltung.

3. Fallen dir Frauen auf der Straße auf? Falls ja, welche Art von Frauen ziehen deine Aufmerksamkeit auf sich?
Ja, definitiv hat sich mein Blick auf meine Umwelt durch das Nähhobby geändert. Ich gehe interessierter an anderen Menschen durch die Stadt. Abgesehen von den Beispielen, bei denen ich mich frage, ob diese einen Spiegel daheim haben (viel zu kleine Jeans und dadurch Speckröllchen), fallen mir Frauen auf, die ein stimmiges Outfit tragen. D.h. jetzt für mich nicht, dass es ein Farbbrei sein muss, sondern, dass es ein harmonisches Gesamtbild gibt - bzw. ein Statement ist. Ich würde sagen, da haben sich Frauen im Alter 25-30 Jahren (geschätzt) in den letzten Jahren sehr gemausert. In meinem Alter (eher Mitte 30) lässt es da dann oft schon wieder nach. Es sind in den Jahren oft andere Sachen wichtiger als "schnöde" Kleidung.

4. Welche bewunderst du? Wenn nicht Bewunderung, wie würdest du das Gefühl beschreiben, das eine interessant angezogene Frau auf der Straße bei dir auslöst?
Generell muss ich zugeben, dass ich meine Stilvorlieben durch das Blog lesen und den Austausch mit anderen Näherinnen in den letzten Jahre sehr verändert haben. Das ist eine Richtung, die man auf der Straße eher weniger findet (weite Röcke, Kleider, schwingende Mäntel, "untrendige" Farben, um nur ein paar Elemente zu nennen), somit habe ich eher weniger Aha-Momente auf der Straße. Aber es kommt hin und wieder vor. An manchen Tagen (leider viel zu selten) schaffe ich es der Trägerin kurz ein Kompliment zuzurufen.

So, das war es auch schon wieder mit dem Teil 3. Ich bin sehr gespannt auf die Fragen des nächsten Teils. Die Antworten der anderen Teilnehmerinnen findet ihr wie immer bei Nicole.

@Nicole: vielen Dank für diese wundervolle Aktion.


Montag, 13. Februar 2017

"Was wir tragen, was wir sind" mit "Stilprägung": Teil 2


Ja, ich hänge (mal wieder) einer Blogaktion hinterher, aber die Aktion von ArtundStil ist auch keine gewöhnliche, wo man "nur" was nähen muss. Nein, ihre Fragen rund um den großen Themenkomplex "Was wir tragen, was wir sind" regen sehr zum Nachdenken an und so fällt mir das Antworten auch nicht gerade leicht.

In Teil 2 geht es um die folgenden Fragen:

  1. Welchen kulturellen Hintergrund hast du, und wie beeinflusst er deinen Kleidungsstil?
  2. Hast du von deinen Eltern etwas über Kleider, Anziehen oder Stil gelernt? Woran erinnerst du dich konkret? Haben sie dir diese Dinge beigebracht oder hast du sie dir abgeschaut?
  3. Zeig uns ein Foto von deiner Mutter aus der Zeit, bevor sie Kinder hatte, und beschreibe, was du siehst.
  4. Kannst Du etwas dazu sagen, inwiefern deine Figur und Dein Stil mit deiner Mutter zu tun haben, oder auch nicht?
Dann lege ich mal los:

1. Welchen kulturellen Hintergrund hast Du und wie beeinflusst er deinen Kleidungsstil?

Mhmm, also ich würde sagen, dass mich mein zur Hälfte afrikanischer Hintergrund nicht wirklich beeinflusst. Vielleicht liegt es daran, dass sich auch die afrikanische Verwandtschaft sehr mainstreamig (nicht afrikanisch) kleidet und ich in dem Gebiet für mich per se zwischen denen und mir keinen großen Unterschied sehe.

2. Hast du von deinen Eltern etwas über Kleider, Anziehen oder Stil gelernt? Woran erinnerst du dich konkret? Haben sie dir diese Dinge beigebracht oder hast Du sie dir abgeschaut?

Ja, da muss ich sagen, dass meiner Schwester und mir, solange ich denken kann bzw. das für uns ein Thema war, die Kleidung unserer Eltern eher unter dem Motto "hoffentlich sieht keiner, dass wir verwandt sind" gelaufen sind und es bis heute noch so ist. Da liegen Welten zwischen uns. Was aber auch nicht schlimm ist. Gerade mein Dad ist immer wieder für klamottentechnische "Highlights" bekannt - ihm ist das alles egal. :-) Und das ist dann doch immer wieder auch recht cool.

3. Zeig uns ein Foto von deiner Mutter aus der Zeit, bevor sie Kinder hatte, und beschreibe was Du siehst.

Meine Mum mit ihrem Dad. Irgendwann in den 60er.
Sie war ca. 16 Jahre alt.
Dies Frage fand ich am spannendsten. Von meiner Mum habe ich von der Zeit bevor sie uns hatte nicht so viele Bilder daheim. Dennoch bin ich fündig geworden und dabei ist mir aufgefallen, dass sie in ihren Jugendjahren (60er/70er) modisch stilsicher unterwegs war. Die Kleidung, die ich auf den Fotos entdeckt habe, würde ich auch tragen. Dann kamen die Bilder aus den 80er Jahren und da... ähhh naja, ihr wisst ja wie man sich damals gekleidet hat. Von den Bildern ausgehend würde ich sagen, dass sie durchs Mutter sein kleidungstechnisch weniger beeinflusst wurde, ich glaube ihr Stil ging schon vorher eher mehr zu praktischer Kleidung.

4. Kannst Du etwas dazu sagen, inwiefern deine Figur und dein Stil mit deiner Mutter zu tun haben, oder auch nicht?

Von meinen beiden Elternteilen bin ich meiner Mutter am ähnlichsten. Während meine Schwester vom Körperbau eher in die Richtung von meinem Dad bzw. der afrikanischen Verwandtschaft geht.
Meine Mutter ist von der Figur her eher normal/schlank, auch jetzt wo sie schon ein paar Jährchen älter ist. Was wir inzwischen beide haben, ist ein kleines ähhh tiefsitzendes Bäuchchen. Das hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht. ;-)
Von meinem Stil her kann ich wirklich sagen, dass meine Mutter damit wirklich nichts zu tun hat (zum Glück ;-)). Der ist eher den Einflüssen von euch anderen Bloggern geschuldet.

So, das war es dann mit den Fragen aus Teil 2. Die Antworten der anderen Teilnehmerinnen findet ihr bei Nicole.
Den Blogpost für Teil 3 habe ich schon geschrieben, den bekommt ihr in den nächsten Tagen zum Lesen.

Vielen Dank an Nicole von Art und Stil für diese Aktion.


Freitag, 10. Februar 2017

Mein erster trägerloser MeMade-BH: Esplanade Bra

mein erster Esplanade Bra (Orange Lingerie)

Vor kurzem hat Orange Lingerie einen neuen BH-Schnitt veröffentlicht, den Esplanade Bra, und das besondere daran ist, dass dieser endlich mal trägerlos ist. Bisher hatte ich keine Schnittmuster für trägerlose BHs entdeckt.

Ich war sofort verliebt in den Schnitt. Einen Longline-BH (gibt es dafür auch eine deutsche Bezeichnung?) wollte ich eh mal nähen, hatte aber bisher keinen Schnitt dafür gefunden, und ein trägerloser BH stand auch aufm Plan. Somit erfüllt der Schnitt gleich zwei meiner Wünsche. Besser geht es nicht. Ich glaube, so schnell hab ich noch nie nen BH-Schnitt gekauft.

Im Gegensatz zu normalen BH-Schnittmustern kann man sich hier Schieber und Ringe sowie Träger sparen. Dafür kommen noch Plastikstäbe und Tunnel dazu (diese verhindern, dass das breite Band Falten wirft). Ansonsten gibts keine Unterschiede zum normalen BH.

Nach meinem Misserfolg mit dem Boylston Schnittmuster (Schnitt ist auch von Orange Lingerie) hatte ich nicht damit gerechnet, dass der erste Versuch überhaupt was wird.

Beim Boylston Schnitt hatte ich u.A. festgestellt, dass die von Orange Lingerie verwendete Messmethode zur Bestimmung der Cup-Größe (Full Bust minus Upper Bust) bei mir überhaupt nicht passt und so habe ich dieses Mal ich gleich einen Cup größer angefangen als gemessen und bin dann noch eine Cup-Größe hoch.

Um mir dieses Mal die ganze Arbeit mit dem Abpausen + Zuschneiden der falschen Größe zu ersparen, habe ich nur einmal die Laminat-Cupteile genäht. Bei dem einzelnen Laminat-Cup habe ich dann geschaut, ob der Cup die Brust voll bedeckt (also weder quetscht noch absteht) und noch Nahtzugabe da ist. Das war beim 32C-Cup der Fall. Bei BHs ohne Laminat funktioniert diese Anprobe-Methode wahrscheinlich nicht. Das geht nur dank dem eigenen Stand des Laminats. So beschränkte sich mein Material- und Zeiteinsatz zur Ermittlung der richtigen Cup-Größe auf ein Minium.

Oberstoff an oberen Cuprand stecken. Darauf achten, dass die Stecknadeln auf der Rückseite nicht zu sehen sind.
Beim Zuschnitt unterscheidet sich der BH nicht von anderen. Bisher habe ich Oberstoff und Futter, wenn es als ein Teil verarbeitet werden sollte, immer per Hand geheftet. Dieses Mal habe ich es mit Sprühzeitkleber versucht (z.B. verwendet Madalynne diesen auch bei ihren Simplicity-BH-Schnitten (den 8228 Racerback habe ich schon genäht - Blogpost kommt demnächst)). Das hat bei der Kombination von Wäschetüll und (unelastischem) Futter/Einzugware sehr gut funktioniert. Bei dem doppelten Powernet hingegen überhaupt nicht.

Anschließend konnte ich endlich mit dem Nähen loslegen. Ich war immer noch sehr misstrauisch und so habe ich einen Stoff, einen sehr hellblauen Wäschetüll mit Punkten, welcher sich als Onlinefehlkauf entpuppt hat, verwendet. Da wäre es nicht schade darum gewesen.

Die Anleitung ist in großen Teilen sehr gut geschrieben. Die Grafiken sind sehr gut gemacht. Einzig bei dem Annähen des Bügelbands und der Bänder für die Stäbe wären, zumindest für Erst-BH-Näherinen, mehr Details bestimmt hilfreich. Ich bin da ja, zugegebenermaßen, schon warmgelaufen. :-)

Bei diesem Probe-BH habe ich mich an die Devise von Beverly Johnson (der Fairly Bramother) gehalten: "Don´t do your very best work". Also Dekoabsteppnähte durften auch mal etwas schiefer sein - schließlich ging es nur darum herauszufinden, was beim zweiten Mal geändert werden muss.


Auf dem großen Bild sieht man gut, wie sich die Cupform durchs Einstecken der BH-Bügel ändert. Links ist dieser drin, rechts noch nicht. Die unteren Bilder sind aus dem Entstehungsprozess bzw. zeigen die Temp-Schließe für die erste Anprobe.

Der BH ist, auch dank der fehlenden Träger, wirklich sehr schnell genäht. Die Plastikstäbe hatte ich noch daheim (eigentlich für waschbare Korsagen gekauft) und durch meine bereits genähten Korsetts mit Metallstäben sind die Plastikstäbe keine Herausforderung mehr. Man muss eh nur einen Tunnel nähen und dort die die Stäbe anschließend einschieben. Also, wer Bügelband aufnähen kann, kann auch die Tunnel aufnähen.
Meine Stäbe sind Meterware und mussten auf die benötigte Länge zurecht geschnitten werden. Dabei ist zu beachten, dass man die Enden anschließend noch mit einem feinen Schmirgelpapier abrundet. Sonst kann der Stab sich durch den Stoff arbeiten.


Durch das sehr breite Unterbrustband kann keine normale BH-Schließe verwendet werden und es muss auf Meterware zurückgegriffen werden. Bei Wien2002 gabs ein paar Farben zur Auswahl. Leider kein Schwarz, dabei hätte ich das als Standardfarbe angesehen. Bei Sewy gibts auch schwarz, aber da ist die Meterware auch "vergoldet". Hatte eh noch ne ausstehende Wien2002 Bestellung und da habe ich mir dann für jeweils 4,50€ 1m Meterware in versch. Farben bestellt. Wenn ich im April wieder bei Sewy bin, hole ich mir noch die schwarze Meterware. Finde das im Generellen sehr praktisch.

Von der ersten Anprobe (noch mit gehefteter) BH-Schließe war ich begeistert. Bis auf ein paar kleinere machbare Änderungen saß er auf Anhieb super. Kein Vergleich zu dem Drama mit dem nicht tragbaren Bolyston Bra (siehe Link oben).

Änderungen (in Grün): links unterer Rand - habe ich bereits bei dem BH so genäht.
Rechts die Cup-Änderung mache ich beim nächsten Mal
Geändert habe ich noch:

  • Back Band Material: anstatt nur einer Lage Powernet habe ich zwei Lagen verwendet. Das mache ich auch bei meinen anderen BHs so. So halten die BHs länger, da diese weniger ausleiern.
  • Back Band hintere Mitte: trotz der zusätzlichen Lage Powernet hatte ich das Gefühl, dass der BH noch nen Tick zu locker sitzt und so habe ich an der hinteren Mitte noch jeweils 0,5cm weggenommen.
  • Back Band Stäbe: zwei zusätzliche Stäbe hinten an der BH-Schließe. Ohne diese Stäbe hatte das Backband Falten geworfen, weil nichts da war, dass dieses breite Teil oben (faltenfrei) gehalten hat. Die Idee kam mir, weil dies bei Korsetts auch so gemacht wird.
  • Am unterem Saum habe ich rundherum etwas weggenommen. Durch meinen vergleichsweise kurzen Oberkörper ging der BH 1-2cm über meine Taille hinaus (also nach unten). Habe diesen so gekürzt, dass er nun rundherum in meiner Taille endet und so hat der BH keine Chance, nach unten abzuhauen. 
  • Frame: Für dieses Teil soll laut Anleitung ein nicht dehnbarer bzw. nur minimal dehnbarer Stoff verwendet werden. Mein verwendetet Wäschetüll fällt definitiv nicht in diese Kategorie und so habe ich diesen mit nicht dehnbarem BH-Futter gedoppelt.
  • Geplant fürs nächste Mal: Wie schon bei meinen ersten Versuchen mit dem DL03-BH liegt auch dieser bei mir in der vorderen Mitte im oberen Bereich nicht an. Unsere Sewy-Kursleiterin hatte mir am DL03-Schnit gezeigt, dass dieses Problem durch einen kleinen 0,5cm Keil an den Cup-Schnittteilen an der vorderen Mitte behoben werden kann. Bin zuversichtlich, dass ich die Änderung hinbekomme.
Für das Heften der BH-Schließen nehme ich gerne auswaschbaren Kleber.
In dem Fall den neonfarbenen von Prym.


So sieht das gute Stück von hinten aus.
BH-Schließe in Meterware
Was mich überrascht hat war, dass dieser trägerlose BH ohne Gummibänder mit Silikonbeschichtung funktionieren soll. Trägerlose Kauf-BHs kenne ich nur mit Silikon-Gummibändern. Von dem her war ich misstrauisch, ob das funktioniert und ich muss sagen, dank des taillenlangen Bandes braucht es den "Silikonklebe"-Effekt gar nicht. Hätte ich wirklich nicht erwartet und hatte geistig schon mit nachträglich befestigten Trägern gerechnet. 

Der BH trägt sich traumhaft toll. Wie schon bei meinen Korsetts liebe ich dieses Gefühl, gut "beschützt" zu sein. Das muss man allerdings mögen. Kann mir gut vorstellen, dass bei manch anderen ein "beklemmendes" Gefühl aufkommen könnte. Durch das breite Band schneidet der BH nirgends ein und es gibt auch unter anliegenden Tops ein schönes Gesamtbild (sowohl vorne als auch besonders hinten). 


fertiger BH - noch mit Kreidemarkierung :-)
Schnittmuster: Esplanade Bra (Orange Lingerie)
Material: Punktetüll und Kurzwarenpaket (Sewy), Plastikstäbe (aus eigenem Lager), Meterware BH-Schließe (Wien2002)
Änderungen: ein paar - siehe Text
Fazit: Ich liebe diesen Schnitt. Er sieht einfach klasse aus und trägt sich unglaublich toll. Zweite Variante ist schon teilweise zugeschnitten.

Habe den BH gestern das erste Mal ganztags getragen und bin immer noch schwer begeistert. Der trägerlose BH blieb brav an seinem Platz. Wenn ihr auf der Suche nach einem trägerlosen BH-Schnitt seid und nichts gegen Longline habt - probiert den Schnitt unbedingt aus.

Muriel

Update nach zwei Tagen tragen:
Beim nächsten Mal werde ich alle Tunnel bis mind. Mitte Unterbrustgummi laufen lassen. Das Unterbrustgummi "faltet" sich in den Bewegungszonen (vorne seitlich) einen Tick nach oben. Eben genau bis dahin wo die Tunnel anfangen. 

Dienstag, 7. Februar 2017

Paperpiecing - meine ersten Versuche

Ich hänge momentan noch etliche Blogposts hinten dran. Das ist einer der Posts, die schon seit Monaten darauf warten geschrieben zu werden.

vorbereitete Hexies

Mann und ich hatten in den letzten Jahren unsere Urlaube mit diversen Städtekurztrips, Konzerten und Festivals verbracht. Es war eine großartige Zeit.
In 2016 war dann uns erster richtiger "erwachsener" Urlaub: 10 Tage Schottland.Die Zeit dort war toll. Wir hatten bis zu 27°Grad. Tagsüber waren wir gut beschäftigt. Nur abends, nach dem Tagesprogramm, hab ich mich unterbeschäftigt gefühlt.
Das Handarbeiten hat mir einfach gefehlt. Ich hatte zwar mein Strickzeug dabei aber ich habe keine einzige Masche gestrickt. Ich versuche es nun schon mehrere Jahre aber stricken und ich - wir haben kein Spaß miteinander. Meine "Strickkunstwerke" (Loopschals) landen deswegen auch nicht aufm Blog aber zurück zum Urlaub. Ich hatte also ausführlich Zeit mir Gedanken über eine für mich geeignete Urlaubshandarbeitstechnik zu machen und bin aufs Paperpiercing / Hexagons gestoßen. Dabei werden per Hand mit Hilfe von Papierschablenen Hexagone oder auch andere Formen aneinander genäht. Das schien mir machbar und viel Stoff wird nicht gebraucht. Habe mir dort auch gleich eine der tollen englischen Nähzeitschriften mit bereits zugeschnittenen Hexagonepapierschablonen gekauft.

Bei nächsten Urlaub habe ich es auch gleich ausprobiert und ich muss sagen, es macht schon Spaß. Für ein großes Projekt würde meine Motivation jetzt nicht reichen aber für kleine Motive zum späteren applizieren auf Kissen, Taschen etc. sollte es reichen.

Meine ersten handgenähten Hexagone -
der Stoff im Hintergrund ist mein Fledermauskleid

Meine ersten Hexagone sind alle aus Reststoffen von meinen in den letzten Jahren genähten Kleidungsstücke. Finde das ist eine tolle Erinnerung. Nicht mehr alle davon sind noch in meinen Schrank, so bleibt wenigstens die Erinnerung. Die Hexagone würde ich gerne auf einen Kissenbezug applizieren. Den gibt es noch nicht aber irgendwann bestimmt mal. Wäre ja soooo viel Arbeit ;-)

Muriel

Freitag, 3. Februar 2017

Babygeschenke

Vor kurzem wurden Freunde von uns zum ersten Mal Eltern. Natürlich "musste" ich dann auch was für die kleine Familie nähen.


Entstanden sind: ein kleines Dinkelkissen (nicht auf dem Foto - Blogpost kommt noch), zwei verschiedene Lätzchen, Babyschühchen und ein "Burp Cloth" (wie auch immer das auf Deutsch heißt)


Babydinkelkissen habe ich schon ein paar Mal verschenkt. Die anderen Schnitte waren neu für mich. Bei den Lätzchen war ich mich nicht sicher, was die ideale Form ist und so hab ich zwei verschiedene Varianten genäht und warte jetzt auf die Rückmeldung.  Fürs Bäuerchen habe ich auch noch ein "Burp Cloth" genäht.


Ganz besonders gefallen mir die kleinen Babyschühchen. Die KamSnap sehen daran riesig aus :-).

Lätzchchen und Co:
Schnittmuster: Lätzchen groß " Smalldreamsfactory", Lätzchen klein "Sabberlatz von Lystes", "My Happy Nursery - Burp Cloth Pattern" von Cloud 9 Fabrics

Material: Jersey- / Webstoff-Reste und von meiner Mutter gespendete Handtücher (Frottee)

Änderungen: keine

Fazit: warte noch auf die Rückmeldung, ob sich die Schnitte bewähren

Baby-Schühchen:
Schnittmuster: Maggie's Stay-On Baby Booties in drei verschiedenen Größen
Material: Reststoffe von anderen Projekten, Fleece, Gummiband, Kamsnaps, Sockenlatex
Änderungen: Schuhinnennaht zwischen Schaft und Innenschuh
Fazit: Ich finde die Booties super niedlich. Bin gespannt, auf die ersten Tragebilder und Rückmeldung zur Passform

Muriel
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